Wie Selbst-PR mühelos mit der Füllhorn-Strategie gelingt

Ein Anruf von einer langjährigen Freundin: „Daniela, Du trittst seit einiger Zeit enorm energiegeladen auf. Woher nimmst Du diese Energie? Hast Du nie einen Durchhänger?“ Nun, die Energie folgt meinen Gedanken und in den vergangenen Jahren habe ich intensiv an meinem Business-Mindset gearbeitet. Wie dieses Mindset aussieht, was ein Füllhorn damit zu tun hat und wie die darauf aufbauende Selbst-PR mühelos mit Erfolg gelingt, erfahren Sie hier.
Weiterlesen

Selbstmanagement-Technik Schreiben: 5 gute Gründe, um gleich damit zu beginnen

Selbstorganisation – in vielen Studiengängen ein Pflichtfach und eine beliebte Weiterbildungsmaßnahme. In den vergangenen Jahren habe ich mir diese Aufgabe durch das Schreiben erschlossen: Ziele finden, Ziele umsetzen, Selbstwahrnehmung und Planung gelingen mir leichter, in dem ich meine Gedanken schriftlich festhalte. Immer mehr Menschen nutzen kreatives oder autobiografisches Schreiben als Selbstmanagement-Technik. Über die fünf Gründe, warum Sie mit dem Schreiben anfangen sollten und sieben wirkungsvolle Fragen für den Einstieg.
Weiterlesen

„Liebster Award“, PR und Schreiben – 11 Antworten auf die Fragen von Jasmin Leheta

LiebsterAward

Mensch, hab ich mich gefreut, als ich von Jasmin Leheta eine Nominierung für den „Liebster Award“ bekommen habe! Empfehlen, vorstellen, Lob verteilen, netzwerken – da mach ich natürlich sehr gerne mit!

Was ist das, ein Liebster-Award? Diese Blogger-Initiative will tolle Blogs ins Rampenlicht holen. Wer nominiert ist, darf elf Fragen beantworten, elf seiner liebsten Blogs nominieren, die dann wieder elf neue Fragen an die von ihm empfohlenen Blogger stellen. Eine wunderbare Idee, denn es gibt so viele talentierte Blogger, die auf eine Bühne gehören!

liebster awardEin herzliches Dankeschön an Jasmin Leheta, die mich in ihrem Blog nominiert hat ! Sie schreibt zur Begründung: „Ich lerne so viel von ihr“, das freut mich sehr! Jasmin ist Styling Coach und sie hat es sich mit ihrem Blog zur Aufgabe gemacht, Menschen zu inspirieren, wenn darum geht, wie wir mit unserer Kleidung kommunizieren. Von Jasmin kann Frau und Mann in ihren Coachings und Vorträgen auch viel lernen, weshalb ich Euch ihren Blog sehr ans Herz legen möchte!

Hier sind Jasmins elf Fragen und meine elf Antworten:

1. Wieso bist du unter die Blogger gegangen?
Das Bloggen vereint viele meiner Leidenschaften – Schreiben, Fotografieren, Publizieren, Vernetzen. Deshalb habe ich angefangen, die Themen, die mir persönlich wichtig sind und die mir in der PR-Welt sowie beim Schreiben so begegnen, bloggend zu beleuchten. Zuerst hatte ich die Themenbereiche „Schreiben“ und „PR“ in zwei Blogs getrennt, seit Anfang 2015 habe ich sie unter www.danielaheggmaier.com zusammengeführt.

Ich bin eine ‚Ausdrucksbloggerin‘ und möchte die Menschen vielseitig inspirieren. Denn in einer Zeit, in der wir als z.B. Coach, Künstler oder Berater Beruf auf Knopfdruck vergleichbar sind, kommt es auf die Persönlichkeit eines Dienstleisters an. Und in einem Blog kann man die zeigen, unaufdringlich und nützlich.

2. Wie sieht dein Blogger-Alltag aus?
Bunt, kreativ, kommunikativ: Die Artikelideen entwickle ich aus den Fragen, die mir immer wieder z.B. bei meinen Vorträgen, bei den Mastermind Bloggers oder in meinen Schreibwerkstätten gestellt werden. Ein Literarischer Salon inspiriert durch Buchvorstellungen.

Dann geht’s ans Schreiben, ans Illustrieren, Veröffentlichen und Teilen. Mein wichtigstes Tool ist mein Notizbuch, in das ich all meine Themenideen hineinschreibe. Da ich gerne schreibe, muss ich mir dafür keinen festen Termin eintragen: Mal schreibe ich abends, mal morgens, wenn genug Ruhe da ist.

3. Wie hat dein Blog dein Leben verändert?
Ich bin viel sichtbarer geworden, Neukunden finden mich und meine Angebote in der Suchmaschine.

Die Menschen sprechen mich an auf das, was ich tue. „Das machst Du also auch?“ höre ich dann oft. Oder: „Toll, was Du wieder geschrieben hast!“

Früher habe ich meine Kunden ausschließlich über Empfehlungen bekommen. Heute sind die Empfehlung und das Netzwerken weiterhin meine wichtigsten Kanäle. Aber die Menschen, mit denen ich einmal in Kontakt gekommen bin, kann ich einfacher kontinuierlich über den Blog erreichen: Mit nützlichen Informationen.

Bloggen hat mich bekannter, erfolgreicher gemacht und stärker vernetzt: Mit interessanten Menschen, die ich ohne Blog nie kennengelernt hätte, sowie mit Projekten und Ideen, die man in einem Blog zusammen weiterspinnen kann.

4. Wie hat dein Blog das Leben deiner Leser verändert?
Ich inspiriere sie: Zum Schreiben, Lesen, Netzwerken. Eine Leserin hat mir beispielsweise erzählt, dass sie sich die Bücher aus den Leseempfehlungen des Literarischen Salons kauft und davon ganz begeistert war.

Eine andere Leserin hat mir erzählt, dass sie diesen Artikel über Die 26 besten Schreiborte im Sommer, übrigens der Blogpost mit den meisten Aufrufen, immer wieder durchliest, um in Schreibstimmung zu kommen.

Und zu einem Blogprojekt mit Unternehmerinnen-Interviews, das ich für den Woman’s Business Club 2013 und 2014 realisiert habe, hat mir erst vor kurzem eine Managerin erzählt, dass sie den Blog fast täglich anschaut, um die vielen Inspirationen der einzelnen Frauen aufzunehmen. Das hat mich wirklich sehr gefreut.

Ich merke: Die Menschen lesen Blogs, geben wertschätzendes Feedback jedoch immer im persönlichen Gespräch. Bloggen wirkt!

5. Was machst du sonst noch so, wenn du nicht bloggst?
Meine Aufgabe ist es, UnternehmerInnen schreibend eine Stimme zu verleihen, PR-Projekte umzusetzen und Menschen über das Schreiben den Zugang zu ihrer inneren Stimme zu verschaffen.

Dazu gehören z.B. zuhören, beraten, Schreibwerkstätten für kreatives und autobiografisches Schreiben in unserem Wintergarten in Gröbenzell, lesen, für PR-Agenturen arbeiten, Vorträge, Blog- und Social Media Workshops, fotografieren, Ghostwriter sein, Projekte für Corporate Publishing, z.B. App-Magazine, Newsletter oder Zeitschriften entwickeln, kuratieren und texten, Interviews führen, Texte redigieren, in meiner Lieblingsstadt London schreiben, internationale Teeerfahrungen sammeln und vieles mehr…

6. Warum würdest du gerne mal …. treffen?
Arianna Huffington – die find ich richtig klasse. Sie stellt ein weltweites journalistisches Blogprojekt auf die Beine und tritt – nach einem Burnout – für eine vernünftige Lebensführung ein. Ich folge ihrer Facebook-Seite und was sie postet, hat Hand und Fuß.

Bei einer Tasse Tee würde ich gerne ihre Zukunftseinschätzung für den Online-Journalismus und Bezahl-Modelle für Medien im Internet kennenlernen. Und mich interessiert, was sie in den einzelnen Ländern mit den Ausgaben der Huffington Post so alles erlebt. Interkulturelles Arbeiten hat mich durch 25 Jahre europäisch-eingebundene IT-PR-Arbeit immer begeistert.

7. Was ist dein Lieblingsplatz auf der Welt?
Der, auf dem ich gerade bin.

8. Welches Outfit wünschst du dir von den Modedesignern?
Ich will Outfits, die Frauen auch wirklich schöner machen! Ich persönlich freue ich mich über leuchtende Farben, königliche Mäntel, fließende Stoffe und Kleider, die weibliche Vorzüge zur Geltung bringen. Mir gefällt romantische Mode mit Blumen und Spitze. Mein Role Model für die nächsten 50 Jahre ist Iris Apfel: More is more and less is a bore – sagt sie.

Und ich finde es toll, dass auf der Vogue vom August 2015 stand: ‚Express yourself‘. Das ist ein Trend in die richtige Richtung: Die Gegenbewegung zur Uniform, zum Business-Anzug, zum schwarzen Rolli der IT-Nerds. Was ich bisher für den Herbst/Winter 2015/16 gesehen habe, sieht toll aus: Bunt, gemustert, verspielt, mutig, lebensfroh. I like!

9. Was sind deine 3 wichtigsten Werte?
Freiheit, Tatenstattworte und Yin&Yang. Ich habe in meiner jährlichen „Lebenswerkstatt“  intensiv mit anderen Vordenkerinnen an meinem Wertesystem gearbeitet und für mich ein Werte-ABC definiert. Eine Liste mit 364 Werten, die daraus entstanden ist, kann man übrigens hier herunterladen.

10. Deine liebste Jahreszeit? Und warum?
Der Herbst: Die leuchtenden Farben, die Blätter, Apfelrohrnudeln mit Vanillesoße und – Kastanien! Ich liebe Kastanien, lege sie auf Tische, in meine Mantel- und Handtasche, kann meine Augen nicht von ihrem Glanz abwenden. Oktoberfest, Dirndl, frische Brezen, Ernte und Dankbarkeit. Zeit, zu schreiben. Vorfreude!

11. Welchen Herzenswunsch willst du noch verwirklichen?
Ich wünsche mir ein Gut. Im Süden oder Westen von München. Darin gibt es Wohlfühl-Seminarräume sowie eine Bibliothek für meine Schreibwerkstätten und Workshops. Autoren halten hier Lesungen. Konzerte und Vernissagen, Think Tanks und Zukunftswerkstätten finden statt. Mehrere Generationen leben dort. Viel Natur. Der Geist von Ralph Waldo Emerson und Henry David Thoreau weht durch die Allee entlang der Auffahrt und durch die Stallungen. Kinder spielen auf der Streuobstwiese. „Alle kommen vorbei – ich brauch‘ nie rauszugehen“ – das singt schon Peter Vox in seinem Lied „Das Haus am See“. So ähnlich. Nur viel schöner, denn manchmal werde ich mir die Haare schön machen und rausgehen. Einfach so.

Hiermit wandert der „Liebster Award“ weiter und ich freue mich auf Eure Antworten auf meine 11 neuen Fragen:
1. Was war für Dich die Initialzündung zu sagen „Jetzt blogge ich“?
2. In einem Satz: Wie lautet die Kernbotschaft Deines Blogs?
3. Was möchtest Du mit deinem Blog erreichen? Dieses Jahr, in fünf Jahren, in zehn Jahren?
4. Wenn Du Bundeskanzlerin wärst, worüber würdest Du bloggen?
5. Welcher ist der Blogpost, auf den du am meisten stolz bist?
6. Wenn Dir jemand ein fürstliches Blogger-Gehalt zahlen würde: Über was würdest Du dann bloggen?
7. Welche war die bislang erfolgreichste Aktion, um Deinen Blog bekannt zu machen?
8. Wie kommst Du an die Themenideen für Deine Blogposts?
9. Wie überwindest Du Schreibblockaden?
10. Hast Du eine Zeremonie, ein Ritual rund ums Bloggen?
11. Welche Person – egal wer – würdest du gerne in Deinem Blog interviewen und warum?

Das sind die Regeln:
Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Beitrag.
Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt.
Nominiere bis zu 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.
Schreibe diese Regeln in Deinen Liebster Award Blog-Artikel, damit die Nominierten wissen, was Sie tun müssen.
Informiere Deine nominierten Blogger über die Nominierung und Deinen Beitrag.

Ich wünsche Euch viel Vergnügen!

Daniela Heggmaier

Die Autorin: Daniela Heggmaier
Die Kommunikationswissenschaftlerin war Presse-Vertreterin von Technologie-Unternehmen, bis sie sich 1996 als freie PR-Beraterin, Texterin, Bloggerin und Schreibcoach selbständig machte. Sie berät im nationalen und internationalen Umfeld UnternehmerInnen, Unternehmen, Non-Profit Organisationen sowie Institutionen und Agenturen. Beratungsschwerpunkte sind neben der PR innovatives Publizieren, Bloggen sowie die Leitung von Schreibwerkstätten und Workshops für Kreatives Schreiben.
www.danielaheggmaier.com

Wie man sich mit Orangenbaumblättern schreibend an seine Zukunft erinnern kann

LEBENSWERKSTATT
Wenn wir kein Bild von unserer Zukunft haben, können wir für unsere Gegenwart keine vernünftigen Entscheidungen fällen. Deshalb sollten wir uns regelmäßig eine Auszeit nehmen, um uns an unsere Zukunft zu erinnern. Denn alle Informationen darüber stecken bereits in uns drin. Wir müssen diese Schätze nur noch heben. Das Schreiben als Methode fördert in unserer Lebenswerkstatt seit vielen Jahren alle Erinnerungen an meine Zukunft zuverlässig zutage.

Vor kurzem sagte jemand zu mir: „Schreib mir doch vier Blogartikel pro Monat und stell‘ sie online!“ Hätte ich machen können und hätte pro Monat schnell mal 1.200 Euro mehr verdient. Die Kundin aber berichtete mir zuvor, dass sie sich noch nicht im Klaren sei, in welche Richtung sie ihr Business in Zukunft vorantreiben will. Und dann Geld für einen Blog ausgeben, der von einem Unternehmen handelt, dessen Zukunft unklar ist? Lieber nicht.

Der einzige Weg: Zukunft vom Ende her denken
Die Investitionen in einen Blog, in die Gestaltung des Personal Brands sind eine Sache. Was wir sonst noch in unser Leben holen oder wovon wir uns verabschieden sollten – eine andere. Wir müssen unsere Zukunft vom Ende her denken und zukunftsintelligent vorgehen. Erst dann lohnen sich die Energien, die wir in verschiedene Projekte stecken.

Charles Dickens hat uns in “A Christmas Carol” gezeigt, wie das Visualisieren der Zukunft geht: Nacheinander ließ er den Ghost of the Christmas Past, den Ghost of the Christmas Present und den Ghost of the Christmas Future bei dem geizigen Ebenezer Scrooge auftauchen, um ihm die Folgen seines Handelns für seine Zukunft aufzuzeigen. Eine eindrucksvolle und wirksame Methode, doch in unserer Lebenswerkstatt arbeiten wir ohne Geister oder Schreckensszenarien. Unsere Vorstellung von der Zukunft finden wir mit Freude.

Cricket auf dem Rasen von Peter Fox
Kennen Sie das Lied vom „Haus am See“ von Peter Fox? In dem Lied erzählt er von seiner Zukunft: Von Orangenbaumblättern, die auf seinem Weg liegen werden, von seinen 20 Kindern, seiner schönen Frau und seinen Enkeln, die Cricket auf dem Rasen seines Hauses am See spielen werden. Ein Lied, das Lust auf Zukunft macht. Und genau das ist das erfolgsentscheidende Konzept: Die Lust auf Zukunft zu wecken, es soll Spaß machen, darüber nachzudenken. Denn sonst tun wir es nicht.

Das sagt auch der Zukunftsforscher Dr. Pero Mićić in seinem Buch „Wie wir uns täglich die Zukunft versauen“: Wir sind der Homo Präsens. Wir können nicht in die Zukunft denken. Wir schaffen es nur, wenn wir ein Zukunfts-Ich und Zukunfts-Wir formulieren. Und unsere Willenskraft schulen und stärken. Die stärkste Motivation ist nach seinen Erkenntnissen der Satz „Du wirst stolz auf Dich sein!“.

Ein anderer Forscher in Sachen Zukunft ist Prof. Dr. Otto Scharmer, ein deutscher Professor, der am Massachusetts Institute of Technology (MIT) lehrt. Er sagt: Es gilt, von dem Punkt her zu denken und zu führen, an dem man am Ende seines (Berufs-)Lebens stehen möchte. Seine zentrale Frage: Welchen Ratschlag soll Ihr zukünftiges Ich Ihrem heutigen Ich geben?

Das ist die Denkrichtung der Lebenswerkstatt. Alle Infos finden Sie hier.

Welche Bilder hätte der Geist der zukünftigen Weihnacht für Sie parat?

Für die Schlüsselkompetenzen von morgen: Wie Schreiben kollektive Kreativität schafft

Lebenswerkstatt 2014Das Leben durchdenken, diskutieren, neue Ideen auf den Tisch bringen, Pläne schmieden, Werte bestimmen: Seit fünf Jahren treffen sich Frauen in der Lebenswerkstatt, einem schreibenden Think Tank zur Frühlingszeit. Gemeinsam schreiben, sich vorlesen, sich gegenseitig inspirieren – das sind die Erfolgskriterien dieser Schreibwerkstatt, die sehr viel weiter führt als so manch einsam verfasster Jahresrückblick.

Als ich den Film „Terminator“ zum ersten Mal sah, kam ich ins Grübeln. Ich beobachtete, wie Sarah Connor ihren Sohn John auf seine Zukunft als Rebellenführer ausbildet. „Was müssen wir in Zukunft können? Welche Kompetenzen müssen unsere Kinder haben?“ fragte ich mich seither. Als ich den Artikel von Carsten Knop in der FAZ über den MIT-Professor Otto Scharmer las, kam ich der Antwort einen Schritt näher. Seine Idee: „Von der Zukunft her führen“. Also: Potenziale und Zukunftschancen erkennen und im Hinblick auf aktuelle Aufgaben erschließen.

In seinem Buch „Theorie U – Von der Zukunft her führen – Presencing als soziale Technik“ beschreibt er eine Führungsmethode, die den Erfordernissen von Nachhaltigkeit und globaler Verantwortung im Management gerecht werden kann. Scharmers Kernthese: Wie sich eine Situation entwickelt, hängt davon ab, wie man an sie herangeht, d.h. von der eigenen Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. „Presencing“ – ein Begriff zusammengesetzt aus den Wörtern „presence“ und „sensing“ – nennt Scharmer diese Fähigkeit zur Entwicklung, von der sowohl eine Organisation als Ganzes als auch der einzelne Mitarbeiter persönlich profitieren.

Seine Perspektive: Man soll von dem Punkt her denken, an dem man am Ende seines (Berufs-)Lebens stehen möchte. Seine Kernfragen: „Welchen Ratschlag soll Ihr zukünftiges Ich Ihrem heutigen Ich geben?“ und „Was in Ihrem persönlichen oder beruflichen Leben stirbt gerade, von was wollen Sie, dass es geboren wird?“. In seinem bemerkenswerten Blog – leider nur auf Englisch – beschreibt Otto Scharmer, wie sich Führungskräfte und Veränderer in einem dreistufigen Prozess schulen können:

“Observe, observe, observe: Go to (…) the places of most potential and listen with your mind and heart wide open.

Retreat and reflect: Allow the inner knowing to emerge. Share, reflect, and go to an inner place of stillness to connect with your deeper sources of knowing. Contemplate Who is my Self? What is my Work?

Act in an instant: Explore the future by doing. Co-create rapid-cycle prototypes that generate feedback from stakeholders, which then helps to further evolve your idea.”

Ein Retreat dieser Art ist unsere Lebenswerkstatt. Ein Platz für klare Positionierung, notwendige Kurskorrekturen, wertvolles Feedback und wilde Spinnereien. Ein Ort für kollektive Kreativität, um von der Zukunft her zu denken. Ich freu‘ mich schon!

Wo denken Sie am Liebsten über Ihre Zukunft nach?