Die Werte-Serie Teil 4: Wenn Mode Werte schafft – ein Interview mit Mahi Degenring

Mahi Degenring

Kleider machen Leute, Mode schafft Werte, Kleidung kommuniziert. Menschen, die Mode machen, sind in vielen Aspekten auch PR-Fachleute. Nicht nur, wenn es um Corporate Fashion geht, sondern auch für jeden einzelnen Menschen. Eine dieser Kommunikationsspezialistinnen ist Mahi Degenring, die seit über 30 Jahren maßgeschneiderte Mode und damit glückliche Frauen zaubert. Für meine Werte-Serie durfte ich sie in ihrem Atelier in Nürmbrecht interviewen.
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Die Werte-Serie, Teil 3: Maschinenring: Wenn Architektur Werte kommuniziert

Durchs Netzwerken passieren besonders viele Wert-volle Dinge: So dieser Besuch beim Maschinenring in Neuburg an der Donau im Herbst 2015, der eindrucksvoll bewies, dass Werte – wenn sie sichtbar gemacht werden – eine nachhaltige Wirkung auf Kunden und Mitarbeiter haben.
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Die Werte-Serie, Teil 2: Wie man Werte sichtbar macht – Interview mit der Kunstexpertin Petra Becker

MARTIN NOËL, Serie: JOHN
MARTIN NOËL, Serie: JOHN

Kunst zeigt Wertschätzung, symbolisiert Werte, schafft Vermögenswerte. Kunst inspiriert aber auch, bringt die Kommunikation in Schwung und motiviert zu Innovationen. Weil Kunstberatung und Vermittlung seit vielen Jahren die Passion von Petra Becker ist, habe ich sie für den zweiten Teil meiner Werte-Serie interviewt, um von ihr zu erfahren, wie die Werte eines Unternehmens optimal durch Kunst und Kultur transportieren können.
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Werte-Serie, Teil 1: Warum Werte „To-Go“ nicht funktionieren

Werte

Hier ein bisschen Umweltschutz, da ein bisschen Diversity, Frauen, Kunst und Kultur, derzeit sind viele PR-Abteilungen mit dem Thema „HR und Flüchtlinge“ beschäftigt. Immer wieder beweist sich: Wer bei seiner Öffentlichkeitsarbeit ohne kommuniziertes und gelebtes Wertesystem agiert, erzielt weder Glaubwürdigkeit, noch nachhaltige PR-Effekte. Sieben Gründe für eine Werte-Entwicklung und was der Werte-Index 2016 damit zu tun hat.
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„Liebster Award“, PR und Schreiben – 11 Antworten auf die Fragen von Jasmin Leheta

LiebsterAward

Mensch, hab ich mich gefreut, als ich von Jasmin Leheta eine Nominierung für den „Liebster Award“ bekommen habe! Empfehlen, vorstellen, Lob verteilen, netzwerken – da mach ich natürlich sehr gerne mit!

Was ist das, ein Liebster-Award? Diese Blogger-Initiative will tolle Blogs ins Rampenlicht holen. Wer nominiert ist, darf elf Fragen beantworten, elf seiner liebsten Blogs nominieren, die dann wieder elf neue Fragen an die von ihm empfohlenen Blogger stellen. Eine wunderbare Idee, denn es gibt so viele talentierte Blogger, die auf eine Bühne gehören!

liebster awardEin herzliches Dankeschön an Jasmin Leheta, die mich in ihrem Blog nominiert hat ! Sie schreibt zur Begründung: „Ich lerne so viel von ihr“, das freut mich sehr! Jasmin ist Styling Coach und sie hat es sich mit ihrem Blog zur Aufgabe gemacht, Menschen zu inspirieren, wenn darum geht, wie wir mit unserer Kleidung kommunizieren. Von Jasmin kann Frau und Mann in ihren Coachings und Vorträgen auch viel lernen, weshalb ich Euch ihren Blog sehr ans Herz legen möchte!

Hier sind Jasmins elf Fragen und meine elf Antworten:

1. Wieso bist du unter die Blogger gegangen?
Das Bloggen vereint viele meiner Leidenschaften – Schreiben, Fotografieren, Publizieren, Vernetzen. Deshalb habe ich angefangen, die Themen, die mir persönlich wichtig sind und die mir in der PR-Welt sowie beim Schreiben so begegnen, bloggend zu beleuchten. Zuerst hatte ich die Themenbereiche „Schreiben“ und „PR“ in zwei Blogs getrennt, seit Anfang 2015 habe ich sie unter www.danielaheggmaier.com zusammengeführt.

Ich bin eine ‚Ausdrucksbloggerin‘ und möchte die Menschen vielseitig inspirieren. Denn in einer Zeit, in der wir als z.B. Coach, Künstler oder Berater Beruf auf Knopfdruck vergleichbar sind, kommt es auf die Persönlichkeit eines Dienstleisters an. Und in einem Blog kann man die zeigen, unaufdringlich und nützlich.

2. Wie sieht dein Blogger-Alltag aus?
Bunt, kreativ, kommunikativ: Die Artikelideen entwickle ich aus den Fragen, die mir immer wieder z.B. bei meinen Vorträgen, bei den Mastermind Bloggers oder in meinen Schreibwerkstätten gestellt werden. Ein Literarischer Salon inspiriert durch Buchvorstellungen.

Dann geht’s ans Schreiben, ans Illustrieren, Veröffentlichen und Teilen. Mein wichtigstes Tool ist mein Notizbuch, in das ich all meine Themenideen hineinschreibe. Da ich gerne schreibe, muss ich mir dafür keinen festen Termin eintragen: Mal schreibe ich abends, mal morgens, wenn genug Ruhe da ist.

3. Wie hat dein Blog dein Leben verändert?
Ich bin viel sichtbarer geworden, Neukunden finden mich und meine Angebote in der Suchmaschine.

Die Menschen sprechen mich an auf das, was ich tue. „Das machst Du also auch?“ höre ich dann oft. Oder: „Toll, was Du wieder geschrieben hast!“

Früher habe ich meine Kunden ausschließlich über Empfehlungen bekommen. Heute sind die Empfehlung und das Netzwerken weiterhin meine wichtigsten Kanäle. Aber die Menschen, mit denen ich einmal in Kontakt gekommen bin, kann ich einfacher kontinuierlich über den Blog erreichen: Mit nützlichen Informationen.

Bloggen hat mich bekannter, erfolgreicher gemacht und stärker vernetzt: Mit interessanten Menschen, die ich ohne Blog nie kennengelernt hätte, sowie mit Projekten und Ideen, die man in einem Blog zusammen weiterspinnen kann.

4. Wie hat dein Blog das Leben deiner Leser verändert?
Ich inspiriere sie: Zum Schreiben, Lesen, Netzwerken. Eine Leserin hat mir beispielsweise erzählt, dass sie sich die Bücher aus den Leseempfehlungen des Literarischen Salons kauft und davon ganz begeistert war.

Eine andere Leserin hat mir erzählt, dass sie diesen Artikel über Die 26 besten Schreiborte im Sommer, übrigens der Blogpost mit den meisten Aufrufen, immer wieder durchliest, um in Schreibstimmung zu kommen.

Und zu einem Blogprojekt mit Unternehmerinnen-Interviews, das ich für den Woman’s Business Club 2013 und 2014 realisiert habe, hat mir erst vor kurzem eine Managerin erzählt, dass sie den Blog fast täglich anschaut, um die vielen Inspirationen der einzelnen Frauen aufzunehmen. Das hat mich wirklich sehr gefreut.

Ich merke: Die Menschen lesen Blogs, geben wertschätzendes Feedback jedoch immer im persönlichen Gespräch. Bloggen wirkt!

5. Was machst du sonst noch so, wenn du nicht bloggst?
Meine Aufgabe ist es, UnternehmerInnen schreibend eine Stimme zu verleihen, PR-Projekte umzusetzen und Menschen über das Schreiben den Zugang zu ihrer inneren Stimme zu verschaffen.

Dazu gehören z.B. zuhören, beraten, Schreibwerkstätten für kreatives und autobiografisches Schreiben in unserem Wintergarten in Gröbenzell, lesen, für PR-Agenturen arbeiten, Vorträge, Blog- und Social Media Workshops, fotografieren, Ghostwriter sein, Projekte für Corporate Publishing, z.B. App-Magazine, Newsletter oder Zeitschriften entwickeln, kuratieren und texten, Interviews führen, Texte redigieren, in meiner Lieblingsstadt London schreiben, internationale Teeerfahrungen sammeln und vieles mehr…

6. Warum würdest du gerne mal …. treffen?
Arianna Huffington – die find ich richtig klasse. Sie stellt ein weltweites journalistisches Blogprojekt auf die Beine und tritt – nach einem Burnout – für eine vernünftige Lebensführung ein. Ich folge ihrer Facebook-Seite und was sie postet, hat Hand und Fuß.

Bei einer Tasse Tee würde ich gerne ihre Zukunftseinschätzung für den Online-Journalismus und Bezahl-Modelle für Medien im Internet kennenlernen. Und mich interessiert, was sie in den einzelnen Ländern mit den Ausgaben der Huffington Post so alles erlebt. Interkulturelles Arbeiten hat mich durch 25 Jahre europäisch-eingebundene IT-PR-Arbeit immer begeistert.

7. Was ist dein Lieblingsplatz auf der Welt?
Der, auf dem ich gerade bin.

8. Welches Outfit wünschst du dir von den Modedesignern?
Ich will Outfits, die Frauen auch wirklich schöner machen! Ich persönlich freue ich mich über leuchtende Farben, königliche Mäntel, fließende Stoffe und Kleider, die weibliche Vorzüge zur Geltung bringen. Mir gefällt romantische Mode mit Blumen und Spitze. Mein Role Model für die nächsten 50 Jahre ist Iris Apfel: More is more and less is a bore – sagt sie.

Und ich finde es toll, dass auf der Vogue vom August 2015 stand: ‚Express yourself‘. Das ist ein Trend in die richtige Richtung: Die Gegenbewegung zur Uniform, zum Business-Anzug, zum schwarzen Rolli der IT-Nerds. Was ich bisher für den Herbst/Winter 2015/16 gesehen habe, sieht toll aus: Bunt, gemustert, verspielt, mutig, lebensfroh. I like!

9. Was sind deine 3 wichtigsten Werte?
Freiheit, Tatenstattworte und Yin&Yang. Ich habe in meiner jährlichen „Lebenswerkstatt“  intensiv mit anderen Vordenkerinnen an meinem Wertesystem gearbeitet und für mich ein Werte-ABC definiert. Eine Liste mit 364 Werten, die daraus entstanden ist, kann man übrigens hier herunterladen.

10. Deine liebste Jahreszeit? Und warum?
Der Herbst: Die leuchtenden Farben, die Blätter, Apfelrohrnudeln mit Vanillesoße und – Kastanien! Ich liebe Kastanien, lege sie auf Tische, in meine Mantel- und Handtasche, kann meine Augen nicht von ihrem Glanz abwenden. Oktoberfest, Dirndl, frische Brezen, Ernte und Dankbarkeit. Zeit, zu schreiben. Vorfreude!

11. Welchen Herzenswunsch willst du noch verwirklichen?
Ich wünsche mir ein Gut. Im Süden oder Westen von München. Darin gibt es Wohlfühl-Seminarräume sowie eine Bibliothek für meine Schreibwerkstätten und Workshops. Autoren halten hier Lesungen. Konzerte und Vernissagen, Think Tanks und Zukunftswerkstätten finden statt. Mehrere Generationen leben dort. Viel Natur. Der Geist von Ralph Waldo Emerson und Henry David Thoreau weht durch die Allee entlang der Auffahrt und durch die Stallungen. Kinder spielen auf der Streuobstwiese. „Alle kommen vorbei – ich brauch‘ nie rauszugehen“ – das singt schon Peter Vox in seinem Lied „Das Haus am See“. So ähnlich. Nur viel schöner, denn manchmal werde ich mir die Haare schön machen und rausgehen. Einfach so.

Hiermit wandert der „Liebster Award“ weiter und ich freue mich auf Eure Antworten auf meine 11 neuen Fragen:
1. Was war für Dich die Initialzündung zu sagen „Jetzt blogge ich“?
2. In einem Satz: Wie lautet die Kernbotschaft Deines Blogs?
3. Was möchtest Du mit deinem Blog erreichen? Dieses Jahr, in fünf Jahren, in zehn Jahren?
4. Wenn Du Bundeskanzlerin wärst, worüber würdest Du bloggen?
5. Welcher ist der Blogpost, auf den du am meisten stolz bist?
6. Wenn Dir jemand ein fürstliches Blogger-Gehalt zahlen würde: Über was würdest Du dann bloggen?
7. Welche war die bislang erfolgreichste Aktion, um Deinen Blog bekannt zu machen?
8. Wie kommst Du an die Themenideen für Deine Blogposts?
9. Wie überwindest Du Schreibblockaden?
10. Hast Du eine Zeremonie, ein Ritual rund ums Bloggen?
11. Welche Person – egal wer – würdest du gerne in Deinem Blog interviewen und warum?

Für den »Liebster Award« nominiere ich diese Menschen und ihre Blogs:
1. Annegret Kitzmann-Schubert von www.meinlebenmeingeld.com
2. Anette Holzinger von www.veganize-life.de/blog/
3. Angelika Walter von www.angelikawalter.wordpress.com
4. Anke Meyer-Grashorn von www.freiheit.de/anke-wills-wissen/
5. Monika Thoma von www.managerin-mag.de
6. Sabine Herm von www.ganz-frau-sein.de
7. Simone Rappel von www.businesscultureindien.com
8. Susanne Krieger von www.sinnvoll-trauern.de
9. Nicola Tiggeler von www.nicolatiggelerblog.com
10. Karin Tegtmeier von www.6way-coaching.com

Das sind die Regeln:
Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Beitrag.
Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt.
Nominiere bis zu 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.
Schreibe diese Regeln in Deinen Liebster Award Blog-Artikel, damit die Nominierten wissen, was Sie tun müssen.
Informiere Deine nominierten Blogger über die Nominierung und Deinen Beitrag.

Ich wünsche Euch viel Vergnügen!

Daniela Heggmaier

Die Autorin: Daniela Heggmaier
Die Kommunikationswissenschaftlerin war Presse-Vertreterin von Technologie-Unternehmen, bis sie sich 1996 als freie PR-Beraterin, Texterin, Bloggerin und Schreibcoach selbständig machte. Sie berät im nationalen und internationalen Umfeld UnternehmerInnen, Unternehmen, Non-Profit Organisationen sowie Institutionen und Agenturen. Beratungsschwerpunkte sind neben der PR innovatives Publizieren, Bloggen sowie die Leitung von Schreibwerkstätten und Workshops für Kreatives Schreiben.
www.danielaheggmaier.com

CSR 2015 – jetzt schon die Fragen der Kunden von morgen beantworten – Interview mit Prof. Dr. Claudia Wöhler

Immer mehr Unternehmen bekommen Anfragen zum Thema Corporate Social Responsibility. So manchen Geschäftsführer, PR- oder Marketingverantwortlichen erwischen solche Fragebögen auf kaltem Fuß. Ich habe die CSR-Expertin Prof. Dr. Claudia Wöhler gefragt, welche Gedanken sich Unternehmen machen müssen, um gut vorbereitet zu sein.

Eine Expertin in Sachen Zukunftsfähigkeit ist sie: Als Beraterin für nachhaltiges Wirtschaften unterstützt Prof. Dr. Claudia Wöhler kleine und mittelständische Unternehmen dabei, sich weiter zu entwickeln, trotz zunehmender Regulierung und dem wachsenden Druck der Öffentlichkeit. Die promovierte Volkswirtin, die auch als Dozentin an der FOM Hochschule für Management und Ökonomie tätig ist, hat nun einen Fragebogen kreiert mit den wichtigsten Punkten, die Unternehmen in Bezug auf Corporate Social Responsibility für sich beantworten sollten.
Dr. Claudia Woehler

Claudia, was hat Dich bewegt, so einen Fragebogen zusammenzustellen:
Prof. Dr. Claudia Wöhler: „Immer häufiger werden auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aller Branchen gefragt, was sie denn für ihre Mitarbeiter tun, wie sie sich in der Gesellschaft und für soziale Belange engagieren und wie sie mit den natürlichen Lebensgrundlagen, Energie oder Abfall umgehen. Oft ist dann das Fragezeichen groß und Antworten müssen erst mühsam im Betrieb zusammengesammelt werden.“

Worauf sollen die Unternehmen achten?
Prof. Dr. Claudia Wöhler: „Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass ein Unternehmen darauf achtet, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, geringe Krankenquoten zu haben und auch die Kosten für Energie, Wasser, Material oder Entsorgung gering zu halten. Viele KMU engagieren sich außerdem in der Region, sind zertifiziert und in Netzwerken aktiv. Hier einige Bausteine zu formulieren, aussagefähige Daten und Fakten zusammen zu tragen und sich Ziele für die Zukunft zu setzen, sichert die Zukunftsfähigkeit eines Betriebs – sowohl im Wettbewerb um gutes Personal wie auch um geringe Kosten und hochwertige Produkte. Wichtig ist vor allem, dass die Resultate glaubwürdig sind und nicht als ‚Marketingsprech‘ degradiert werden.“

Was wird sich in Sachen CSR in 2015 tun?
Prof. Dr. Claudia Wöhler: „Im Sommer 2014 wurde auf europäischer Ebene der finale Beschluss gefasst, dass große Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen nicht mehr nur über ihre ökonomischen Aktivitäten öffentlich berichten müssen. Die Berichterstattungspflicht wurde ausgeweitet, so dass Großunternehmen von öffentlichem Interesse auch über ökologische und soziale Themen und ihre Wirkungen auf Umwelt und Soziales berichten müssen. Nun mag es erstmal so aussehen, als wären dann die kleinen Betriebe fein raus. Doch die Berichterstattungspflicht erstreckt sich auch auf die Zulieferer der Großen – und außerdem wissen wir ja, dass die Größenkriterien zur Berichterstattung mit Sicherheit in den kommenden Jahren sinken werden und in naher Zukunft fast alle Unternehmen ihre sozialen und ökologischen Aktivitäten also ihre CSR – Corporate Social Responsibility transparent veröffentlichen müssen.“

Welche Werte liegen im Trend?
Prof. Dr. Claudia Wöhler: „Die Aussagen sind widersprüchlich. Es zeigt sich immer wieder, dass nach unvorhersehbaren Ereignissen und Umweltkatastrophen der Ruf nach mehr Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit lauter wird.“

Ist das nur was für große Unternehmen?
Prof. Dr. Claudia Wöhler: „Nein, gerade aufgrund ihrer Unternehmerbezogenheit und der vielfachen Traditionsverbundenheit ist CSR gerade etwas, das KMU prägt – auch wenn der Begriff politisch und auf internationalem Parkett formuliert wurde, sind vor allem KMU diejenigen, die seit jeher Unternehmensverantwortung leben. Unabhängig von dem Begriff CSR ist es meines Erachtens ein Selbstverständnis gerade von KMU, dass sie sich über ihre Zukunft Gedanken machen und über das aktuelle Geschäftsjahr hinaus, ihre individuelle CSR prägen und leben. Nur darüber reden, sollten viele noch lernen.“

Rechnet sich CSR?
Prof. Dr. Claudia Wöhler: „Wenn ich es als Teil der Unternehmensstrategie betrachte und nicht als PR-Maßnahme, trägt CSR maßgeblich zum nachhaltigen Erfolg eines Betriebes bei, denn mit ihr lassen sich Kosten senken, Mitarbeiter binden, Personal gewinnen und hochwertige Produkte, Dienstleistungen und Innovationen generieren.“

Wo sollte man CSR aufhängen?
Prof. Dr. Claudia Wöhler: „Immer direkt an der Unternehmensführung, nur dann kann sie Teil der originären Unternehmensstrategie sein und glaubwürdig nach innen und außen getragen werden.“

Vielen Dank!

Den Fragebogen von Prof. Dr. Claudia Wöhler können Sie hier unter  Checkliste CSR herunterladen.
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