Wohlfühlinseln im Alltag: Tipps für magische Auszeiten

Wenn alles zu viel wird, brauchen wir eine kleine Pause. Eine Mini-Unterbrechung dessen, was uns im Hamsterrad hält. Doch manchmal fehlt die zündende Idee dafür, was uns wieder neue Kraft geben könnte. In diesem Blogartikel haben mir deshalb spannende Frauen ihre Tipps für die kleine Entspannung zwischendurch verraten und gezeigt, wie sie wieder in ihre Kraft und Kreativität kommen.

Stress sei „die Würze des Alltags“ schreibt Urs Willmann in seinem Buch „Stress – ein Lebensmittel“. Er mache uns „gesund, glücklich und stark, er verlängert das Leben“. Chronischer Stress jedoch ist schädlich: Arbeiten, Kommunizieren, Familie, Bloggen, Selbstmarketing, Einkaufen, Karriere gestalten, Netzwerken, um 23 Uhr noch Emails beantworten – und wo bleibt das Ausruhen? Es ist wichtig, dass wir Pausen einlegen und uns regelmäßig Aktivitäten widmen, die uns Spaß machen und unsere Kreativität unterstützen. Jeder hat da so seine Strategie und sicher haben Sie sich für die Sommerferien schon ein paar Ideen zurechtgelegt. Und ich habe mich ein bisschen unter kreativen Business-Frauen umgehört, die mir ihre Ideen für Wohlfühlinseln im Alltag verraten haben:

Wellenreiten

„Für mich gibt’s im Sommer eigentlich nur einen Platz: Am Wasser. Ob am Pilsensee. Oder an der Isar. Am Wasser ist es jedes Mal wie ein Stückchen Urlaub für mich. Und wenn ich mir mal eine echte Auszeit gönnen will, dann schnappe ich mir mein Board und gehe auf die Welle nach Thalkirchen. Denn obwohl der Spaß für mich nur ein paar Sekunden dauert, sind es doch ein paar Sekunden pures Glück.“ Angela Lehmann, Speakerin

Foto: Angela Lehmann

 

 

Fotografieren

„Es gibt nur ganz wenige Dinge, bei denen ich gleichermaßen Abschalten und neue Ideen sammeln kann. Und zwar beim Fotografieren. Setze mich nur mit den Motiven durch den Sucher auseinander, vergesse dabei alles was ich zurzeit um die Ohren habe. Ich betrachte da die Welt um mich herum viel bewusster. Mir fallen Dinge auf, an denen ich sonst achtlos vorbeigelaufen wäre. Und dabei sprudeln dann oft Ideen, sei es für meinen Grafikjob oder das Thema Bildsprache. Am besten ist es natürlich dabei noch in fremder Umgebung zu sein, also im Urlaub oder bei Städtereisen. Aber auch in München ist es großartig, einfach mal mit der Kamera draußen rumzulaufen. Anhand der Fotos fällt mir auch dann später wieder schnell ein, was ich eigentlich festhalten wollte, welchen Gedanken ich dabei hatte. Muss die Fotos dann nur schnell in den richtigen Ordner packen, um sie für später wieder zu finden. Manchmal fotografiere ich nur Rost oder Schrammen, die manchmal wie Gemälde wirken und beispielsweise wunderbare Hintergründe für Website-Header sein können. Und ich habe immer einen riesigen Pool für meine Blogbeiträge.“ Angelika Güc, Expertin für Bildsprache

 

Foto: Angelika Güc

 

Cappuccino

„Mein Tipp für eine Auszeit fängt beim Alltag an. Ich möchte nicht nur von Urlaub zu Urlaub leben. So gönne ich mir kleine feine Pausen. Dabei genieße ich gern einen Cappuccino. Oder ich schließe die Augen in der Bahn und konzentriere mich auf meinen Atem.“ Doreen Trittel, Künstlerin

 

Foto: Doreen Trittel

 

Enjoy the silence

„Wenn ich spüre, dass die Luft dicker wird und mich erdrückt, habe ich einen kleinen Tipp. Die Atempause kann von eins bis drei Stunden dauern. Je nachdem, wieviel Zeit man hat. Handy und die Kamera mitnehmen und in der Natur oder Stadt spazieren gehen und fotografieren, sich auf die Motive und zwischendurch auf sich selber konzentrieren und die Gedanken ordnen. Zeit mit sich selber verbringen. Nicht reden. So entspanne ich mich und kann danach wieder einiges bewältigen.“ Virginia Munzke, Kommunikationsdesignerin

 

Foto: Virginia Munzke

 

Picknick

„Nicht, dass ich als Selbstständige klassische Ferien kennen würde, schließlich ist ‚frau‘ rund um die Uhr im Einsatz – zumindest im Kopf. Umso wichtiger, sich immer wieder kleine Auszeiten zu gönnen – weg von Bürokram, Kochtöpfen, Chilis und Gewürzgläsern… Meine persönliche Auszeit genieße ich am liebsten am Wasser. Möglichkeiten rund um München gibt es genug. Die wilde Isar bei Schäftlarn oder einer der zahlreichen Seen mit Blick auf die Berge sind meine bevorzugten Ziele. Ich streune mit meinem Hundekind über Stock und Stein, begebe mich mit meiner Kamera bewaffnet auf Entdeckungsreise oder lasse meine Gedanken mit dem Fluss des Wassers treiben. Leckerer Proviant und erfrischende Getränke sind natürlich im Rucksack dabei. Voilà – so ist das Fitnessprogramm mit inbegriffen! Bei genügend Zeit und Lust auf Gesellschaft darf das Essen natürlich nicht zu kurz kommen. Dann wird aus dem dezenten Picknick auch gerne ein kleines Feuerchen zum Sonnenuntergang. Grillen auf offenem Feuer oder köcheln in der Tajine – gesellig ist beides. Diese Entscheidung steht und fällt dann mit der Stimmung und der Lust zum Tragen. Für kleinere Alltagsfluchten bietet der nördliche Teil des Englischen Gartens in München viele idyllische Plätzchen, um Hektik abzuschütteln und Gelassenheit mit nach Hause zu nehmen. Und Wasser findet sich dort auch…“ Kirsten Baur, Chilli und Vanille-Expertin

 

Foto: Kirsten Baur

 

Gartenzeit

„Meine kleine Auszeiten: Ich verbringe sie in meinem Garten. Dort habe ich viele Medizinpflanzen, die ich zu Tinkturen verarbeite, wie die Echinacea, Malve, Ehrenpreis auf den Bildern und noch etliche andere. Seit diesem Jahr gibt es endlich wieder Gemüse. Vor vier Wochen bauten wir auch noch drei große Hochbeete. Da explodieren der Salat und die Radieserl und wir ernten bereits. Ich habe mir vorgenommen, wieder so viel wie möglich selbst anzubauen und – was möglich ist – zu konservieren. Der Dürnbucher Forst ist bei mir um´s Eck. Wenn es mal wieder nicht so geht, wie ich möchte, suche ich eine alte Eiche auf. Die hatte ich vor Jahren Emil getauft. Die ist einige hundert Jahre alt und hat Wurzeln, die einen bequemen Sitz bilden. Ich setze mich da hin und lehne meinen Rücken an den Stamm, um wieder Kraft und Ruhe zu tanken. Wenn ich nach einiger Zeit aufstehe, fühle ich mich erfrischt und gestärkt.“ Gerti Bräuning, die Frau mit den magischen Händen

 

Foto: Gerti Bräuning

 

Swing

„14 Tage nach dem plötzlichen Tod meiner Mutter flog ich nach London zu meiner Freundin Karin, die dort verheiratet ist. Sie trommelte die Familie zusammen, wir gingen essen, haben viel getrunken. Ich habe viel geweint und alle fanden es ok. Am nächsten Tag gingen wir in ein fantastisches Openair-Konzert zu Jools Holland in Hampton Court (Foto). Swing-Musik mit tollen weiblichen Sängerinnen bringt mich immer gut drauf. Und am Samstag haben wir dann gemeinsam, konzentriert und mit viel Freude an der Bildauswahl für http://www.myweisswein.blog gearbeitet. Das war die wichtigste Auszeit seit langem für mich.“ Claudia Stallinger, Weisswein-Expertin

 

Einstimmung

„Meine kleine Auszeit gönne ich mir jeden Morgen: Ich stimme mich mental und körperlich auf Zellebene auf meine Grundtonfrequenz. In einer 10-minütige Atemmeditation, verbunden mit dem Tönen des Mantras AUM. So wie ein Geiger seine Violine vor dem Konzert stimmt, mache ich das mit mir selbst. So starte ich gut gestimmt in den Tag.“ Astrid Gövert, Heilpraktikerin

 

 

Natur pur

„Wenn mir alles zu viel wird, dann setze ich mich in den Garten oder gehe spazieren. Die Natur ist für mich eine unendliche Quelle der Inspiration. Pflanzen, Bäume, Blüten, Tiere: Jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken, Menschen zu treffen, gute Gespräche zu führen. Werden, Entstehen, Gedeihen – Digital Detox! Manchmal fotografiere ich, was mich begeistert. Nach einer Stunde in der Natur bin ich wieder fit für neue Ideen, das Schreiben oder Blog-Workshops mit meinen Kundinnen und Kunden.“ Daniela Heggmaier, www.danielaheggmaier.com

 

Fotos: Daniela Heggmaier

 

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digital media camp #dmcmuc

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