5 Jahre Bloggen: Bloggerzukunft, Terminator und digitales Charisma

Am 5. Mai 2012 ging mein erster Blogartikel online. Zum fünfjährigen Blogjubiläum will ich nicht zurückschauen, sondern nach vorne: Wie wird das Bloggen in 2022 sein? Warum das so wichtig ist und was ein Science Fiction-Film damit zu tun hat, lesen Sie hier:
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Kommunizieren oder nicht kommunizieren: Was bringt mir PR eigentlich?

„Ich hab doch Facebook und den Blog – PR brauche ich nicht!“ Wirklich? Falsch! Wenn Startups, Unternehmen oder Solopreneure heute nach neuen Kunden suchen und bekannter werden wollen, ist PR wichtiger für den unternehmerischen Erfolg denn je. Warum das so ist und was PR von Werbung oder Marketing unterscheidet, das erfahren Sie hier.
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Bloggen oder nicht Bloggen? Acht Gründe für ein eigenes Online-Medium

Acht gute Gründe für Bloggen

Ist es der ganze Aufwand überhaupt wert? Sind Blogs Medien? Was bekommen die Blogger von den Medien, die deren Inhalte übernehmen? Wie schnell muss ich auf Kommentare antworten? Diese und andere Fragen stellten mir letzte Woche die Frauen vom Frankfurter Woman’s Business Club während meines Vortrags „Clever netzwerken mit Blogs“. Mit dabei war auch der bloggende Teddy mit dem lila Schal, der sich übrigens sehr über den schönen Blumenstrauß aus den Händen der Clubchefin Monika Scheddin freute.

So manche Teilnehmerin überlegte nach dem Vortrag beim köstlichen Buffet in der Villa Orange: Soll ich auch anfangen zu bloggen? Schaffe ich das überhaupt? Nun, diese Überlegungen sind legitim. Nicht jeder ist zum Journalisten geboren und findet im anspruchsvollen Tagesgeschäft die nötige Zeit, sich ums Schreiben, Themenfinden, Interviewsredigieren, Bildermachen, Beantworten von Kommentaren und andere Redaktionstätigkeiten eines Bloggers zu kümmern.

Prinzipiell gilt: Wer bei den meisten der unten genannten Statements aus vollem Herzen JA! rufen kann, der hat als Blogger gute Voraussetzungen:

  • Ich surfe gerne.
  • Ich schreibe gerne.
  • Ich brenne für mein Thema.
  • Ich bin diszipliniert.
  • Ich bin offen und kommunikativ.
  • Ich bin mutig, mich, meine Ideen und Meinungen zu zeigen.
  • Ich traue mich, Risiken einzugehen.
  • Ich lerne gerne dazu.
  • Ich will etwas bewegen.

Ob sich der Aufwand rentiert? Ich meine: Auf jeden Fall!

Das sind die acht Gründe, warum ich blogge:

  1. Mir macht Bloggen Spaß! Ich liebe es zu schreiben und zu fotografieren.
  2. In meinen Blogs kann ich Erfahrungen weitergeben, Informationen teilen und etwas lernen.
  3. Mit Blogs kann man Geld verdienen, z.B. durch die Steigerung des Bekanntheitsgrades, durch Werbeaktionen oder weil mein Blogbeitrag genau in dieser Woche eine Kundin überzeugt, die meinen Blog schon seit Monaten verfolgt und heute sagt: „Mensch, jetzt hab ich Zeit und Mittel, lass uns ein Projekt gemeinsam machen!“
  4. Mit Blogs lassen sich elegant und unaufdringlich Verbindungen zu interessanten Meinungsbildnern und Netzwerkpartnern aufbauen und pflegen.
  5. Mit Blogs kann man von Referenzen und Empfehlungen profitieren sowie einen Newsstream für Social Media auf den Weg bringen.
  6. Blogs ermöglichen mir einen Dialog mit Mehrwert: Vom Leser-Feedback zu lernen ist eine Bereicherung!
  7. Blogs machen PR und bringen Themen in die traditionellen Print- und audiovisuellen Medien.
  8. Wo sonst haben Personen und Unternehmen im Social Media-Zeitalter die Möglichkeit, ihre Persönlichkeit, Kompetenz, Kreativität, Ideen und ihr Netzwerk so suchmaschinentauglich darzustellen? Und dazu so unaufdringlich und nutzbringend für bestehende und potentielle Kunden?

Wie die cleveren Geschäftsfrauen des Münchener Woman’s Business Clubs über Blogs und Netzwerken im Allgemeinen denken, das haben sie im Sommer 2013 in 20 spannenden Interviews im Woman’s Business Talk kundgetan. In diesem Herbst werden auch die Frankfurter Kolleginnen sieben Wochen lang dieselben Fragen beantworten. Und dann erfahren wir ihre Meinung zu meiner Lieblingsfrage:

Kommunizierst Du noch oder bloggst Du schon?

17 Jahre CAT PR, doch manche Dinge ändern sich nie

17 Jahre CAT PR

Rund 500 Presseinformationen habe ich in den vergangenen Jahren für meine Kunden geschrieben und veröffentlicht. Viele Ausgaben von Kundenzeitschriften, teilweise dreisprachig, und Blogs getextet und bebildert. Broschüren geschrieben, Artikel recherchiert, ein PR-Buch geschrieben, PR-Seminare, Vorträge und Medientrainings gehalten, Interviews arrangiert, Events und Presseveranstaltungen organisiert. Für Kunden aus der IT-Branche und aus anderen spannenden Bereichen. Ganz schön viel los seit dem 1. Juli 1996, dem Start von CAT PR vor 17 Jahren.

Seither hat sich in der PR-Welt viel gewandelt. Doch manche Sachverhalte gibt es, die sich scheinbar nie ändern werden:

          Werbung schalten in den deutschen Publikationen, von wir uns sich regelmäßige Berichterstattung wünschen? Nein, kein Budget! Und warum werden es übrigens immer weniger Publikationen?

          Was? Ein Bild zur Presseinformation? Nö, haben wir nicht. Nö, Geld geben wir dafür nicht aus. Was, nur zehn Clippings?

          Wie bitte? Die Übersetzung von Presseinformationen braucht Vorlauf? Nein, die finale Version müssen wir Sekunden vor dem US-Launch-Date noch zehnmal umschreiben. Aber bitte versendet die PI nach unserem Zeitplan.

          Deutsche Journalisten wollen mit Experten sprechen, die den deutschen Markt kennen? Die Deutsch sprechen? Die sich auch in der Technik auskennen und nicht nur im Marketing? Leider können wir für die Pressetour nur Firstname Lastname, VP Marketing & Sales North America schicken. Was, nur vier Interviews?

          Es ist nur ein Update eines Updates. Aber es ist ein zentraler Meilenstein unserer Roadmap! Das muss auf die Titelseiten!

          Mediatraining? Nö, brauchen wir nicht. Aber warum hat denn der Journalist so unfaire Fragen gestellt?

          Sie brauchen zehn Folien für den Presseroundtable in Deutsch? Wir haben den 200-seitigen Standard Sales Pitch. Bei Euch sprechen doch alle Englisch.

          Wir müssen die PR-Aktivitäten auf den Next Level heben. Leider ist das Budget für das nächste Jahr um ein Drittel kleiner. Wir erwarten 50% mehr Coverage!

Sicher kommt das dem Einen oder der Anderen vertraut vor. Was sich aber auch nicht ändern wird – trotz kleinerer, scheinbar unveränderbarer Hindernisse – ist meine Liebe zu meinem Beruf und die Begeisterung für all die Menschen, die ich in der IT-Welt und Netzwerken, im In- und Ausland kennenlernen und mit denen ich zusammenarbeiten durfte. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle dafür!

Zum Abschluss noch ein kleiner Witz in Sachen PR: Sagt der von Schlaflosigkeit geplagte Ehemann einer PR-Frau: „Liebling, bevor wir einschlafen, erkläre mir doch noch einmal ganz genau, was Du so alles den ganzen Tag über machst….!“

Kennen Sie gute PR-Witze?

Clever vernetzen mit Blogs

Ichbloggealsobinich

„Es geht darum, die Kraft der Vernetzung zu heben“, sagte die Internet-Gallionsfigur Sascha Lobo auf dem Österreichischen Kommunikationstag in Wien. Immer häufiger geschieht das über Blogs. Wie Sie die von Lobo propagierte „Weisheit der Vielen“ mit Blogs nutzen können, beleuchtet dieser Beitrag.
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Neun Kostbarkeiten erfolgreicher Agenturen-Versteher

Agenturenversteher

Gestern in München, Downtown, Univiertel. Eine blonde A-Klasse-Fahrerin nimmt mir den Parkplatz weg, sehr dreist. Ich – das Landei aus dem Reich der 1000 Parkplätze – wundere mich über diese Vorgehensweise. Später, beim Frühstücksei mit meiner sehr geschätzten Kollegin, wundern wir uns nicht nur über Autofahrersitten in München, Werteverlust im Allgemeinen, sondern auch darüber, wie Unternehmen heute mit Dienstleistern umgehen. Wie man sich erfolgreich PR- oder Marketing-Agenturen und externe Kreative zu Fans macht, zeigen die neun Erfolgsstrategien versierter Agenturen-Versteher.

Eine sehr erfahrene Marketingfrau brachte es vor kurzem bei einer gemeinsamen Tee-/Kaffeestunde auf den Punkt: Den meisten Firmen ist es ziemlich egal, was Dienstleister aus den Bereichen Marketing, PR, Text usw. über sie denken. Anders lassen sich viele Verhaltensweisen nicht erklären. So berichtete sie über abgegebene Angebote, auf die nie ein Feedback kommt, also weder ein Ja noch ein Nein. Dabei musste das Angebot natürlich innerhalb von zwei Stunden nach der Anfrage fertig sein. Manche berichten davon, dass zwar eine Ideen-Präsentation beim potentiellen Neukunden stattgefunden habe, dieser aber die Umsetzung der Ideen im eigenen Haus vorgezogen habe. Ohne Honorar für die Ideen.

Aus meiner Erfahrungskiste: Pitch-Honorare oder Auslagenerstattung finden de facto nicht mehr statt. Warum für etwas bezahlen, wenn für jede Agentur, die sich an solchen Draufzahlaktionen nicht beteiligen möchte, zwei nachwachsen, die selbstverständlich kostenlos ihre Konzepte präsentieren? Ein weiteres Fundstück aus dem Fundus der Erfahrungen, die Agenturen nicht brauchen: Verwirrende Informationen über den Pitch-Ablauf, die Teilnehmer, die Mitbewerber, die Bewertungskriterien. Und FachkollegInnen, die sich für Festanstellungen bewerben, berichten z.B. nicht nur vom Fehlen des guten alten Wir-haben-Ihre-Bewerbung-erhalten-Schreibens, sondern auch von der völligen Abkehr des Zurücksendens der Bewerbungsunterlagen.

Und was bleibt? Ein fader Nachgeschmack, Unzufriedenheit, eine Sehnsucht nach Werten, die uns unsere Eltern beigebracht haben: Zuverlässigkeit, Offenheit, Ehrlichkeit, Höflichkeit, Fairness, Freundlichkeit, Humor, Respekt. Hab ich was vergessen? Eigentlich ist es doch ganz einfach, eine Agentur oder einen Bewerber – ob mit Zu- oder Absage – auf seine Seite zu ziehen? Schließlich begegnet man sich doch immer mindestens zweimal im Leben, oder? Hier unsere acht goldenen Regeln für Agenturen-Versteher, die’s drauf haben:

1.       Agenturen-Versteher-Erfolgsstrategie Nummer 1: Seien Sie ehrlich! – Sagen Sie, was Sache ist: Stand des Projekts, Ja oder Nein, Feedback von den Abteilungen, Ihr Zeitplan, wo sind Hindernisse, was die Agentur noch tun kann, wie hoch ist das Budget wirklich. Nutzen: Nur wenn die Agentur alle Rahmenbedingungen kennt, kann sie ihr ganzes Know-how für den Kunden ausspielen. Optimaler Informationsfluss = Optimales Arbeitsergebnis! Und: Keiner kommt sich hinterher „nicht ganz ernst“ oder „auf den Arm“ genommen vor, denn wer einmal lügt, dem glaubt man nicht!

2.       Agenturen-Versteher-Erfolgsstrategie Nummer 2: Seien Sie zuverlässig! Sie erwarten Zuverlässigkeit von Ihrem Dienstleister, dann gehen Sie als leuchtendes Vorbild voran! Halten Sie Zusagen, Briefings und vereinbarte Zeitpläne ein. Stehen Sie zu Verträgen. Sorgen Sie für pünktliche Zahlungen. Ändern Sie nicht jede Woche Ihre Meinung, das Konzept oder die Rahmenbedingungen. Nutzen: Sie haben einen auch im nächsten Jahr noch finanziell starken Agentur-Partner an Ihrer Seite, der pünktlich seine Mitarbeiter und Ihre Projekte finanzieren kann. Sie sind ein Kunde, den die Agentur unbedingt behalten will, auch wenn ein Riesenprojekt von einem anderen Kunden droht. Und: Wenn Sie nur mal in Ausnahmefällen die Richtung kurzfristig ändern, wird sich das auf Toleranzbasis wahrscheinlich weniger auf die Rechnung niederschlagen, als wenn das Ihr grundsätzliches Arbeitsprinzip ist.

3.       Agenturen-Versteher-Erfolgsstrategie Nummer 3: Denken Sie WinWin! Gestalten Sie die Zusammenarbeit im Hinblick auf eine Win-Win-Situation in allen Bereichen: Geld, Know-how, Erfolg, Referenzen etc. Vergessen Sie das Motto „Ich diktiere die Bedingungen, weil ich Auftraggeber bin!“ oder „Das ist ganz allein mein Erfolg!“. Nutzen: Agenturen sind Multiplikatoren.

4.       Agenturen-Versteher-Erfolgsstrategie Nummer 4: Seien Sie fair! – Die Leistung der Agentur entspricht nicht Ihren Anforderungen? Bleiben Sie fair und geben Sie dem Dienstleister eine zweite Chance. Nutzen: Sie können von einer Lernkurve profitieren und einen guten Kreativen behalten. Sie lernen, Ihr Briefing zu optimieren. Sie haben mehr Spaß miteinander. Der Kreative ist motivierter, denn er/sie möchte Sie als Kunden behalten.

5.       Agenturen-Versteher-Erfolgsstrategie Nummer 5: Seien Sie höflich! – Sie kennen das Schild? „Eine Tasse Kaffee: 3 Euro – Eine Tasse Kaffee, bitte: 1,50 Euro.“ Und: Ihr Ansprechpartner in der Agentur hat auch einen Feierabend und möchte vielleicht nur einen von sieben Abenden pro Woche mit Conference Calls mit Ihren amerikanischen Kollegen verbringen. Nutzen: Höflichkeit ist eine Münze, die nur den bereichert, der sie ausgibt, sagen die Chinesen.

6.       Agenturen-Versteher-Erfolgsstrategie Nummer 6: Reden Sie! – Schon oft sind beim Warten auf den nächsten Pressetermin bei einer Messe die besten Ideen für die nächste Kampagne  entstanden! Smalltalk erzeugt Content, das hat sich in meiner Erfahrung immer wieder gezeigt. Man erzählt sich vom letzten Marketing Meeting – Oh, in diese Kampagne passen wir mit unserer PR-Aktion besser, wenn wir alles im Oktober machen – oder der letzten Vertriebsversammlung – Oh, dieser Kunde liefert uns eine wunderbare Fallstudie! Reden schafft besseres Kennenlernen und baut eine Vertrauensbasis auf. Die intensivste und erfolgreichste Zusammenarbeit ergab sich meiner Erfahrung nach immer für die Kunden, die die Agentur als Teil ihres Teams betrachteten. Nutzen: Mehr Ansatzpunkte für die Ideenentwicklung, besseres Verständnis der Problemstellungen auf Seiten der Agentur.

7.       Agenturen-Versteher-Erfolgsstrategie Nummer 7: Pflegen Sie Humor! – Jumi Vogler ist Expertin für Spitzenleistungen und Humor als Erfolgsstrategie. In ihren mitreißenden, klugen und humorvollen Vorträgen zeigt sie, wie Führung mit Begeisterung Spitzenleistungen erzielt und Humor als Erfolgsstrategie Wachstum schafft. Wie das geht? Ihr Buch „Erfolg lacht! Humor als Erfolgsstrategie“ zeigt Ihnen den Weg. Nutzen: Lachen entspannt, Kreativität wächst.

8.       Agenturen-Versteher-Erfolgsstrategie Nummer 8: Zeigen Sie Respekt! Kreativität ist etwas Wertvolles. In der Entwicklung eines Slogans, eines Messagings, einer PR-Strategie steckt mehr Energie, als alle denken. Ja, ja, ich weiß, jeder Vertriebsleiter kann natürlich viel besser Texte schreiben, und wie gehen Sie eigentlich die Journalisten an? Kennen Sie eigentlich den Chefredakteur von…? Ersparen Sie Ihrer Agentur diese Fragen. Sie kosten nur Zeit und Nerven. Schützen sie das Intellectual Property Ihres Marketings. Loben Sie Ihre externen Kreativen. Nutzen: Wer anerkannt wird, ist motiviert. Wer motiviert ist, bringt noch bessere Leistung. Und geht gerne die Extra-Meile für seine Kunden!

9.       Agenturen-Versteher-Erfolgsstrategie Nummer 9: Pflegen Sie Innovation! – Wenn Du willst, was Du noch nie gehabt hast, dann tu, was Du noch nie getan hast: Bringen Sie innovative Elemente in die Zusammenarbeit: Der lustige Dienstagnachmittag mit Brainstorming. Meetings an ungewöhnlichen Orten. Reviews mit lustigen Gästen. Reports mit dem ungewöhnlichen Befund des Monats. Der tägliche Witz. Halten Sie Workshops ab, die die Innovation vorantreiben. Nutzen: Sie lernen, die Agentur lernt. Beide Seiten sind inspiriert und versuchen, den Erfolg auf neuen Wegen herbeizuzaubern.

Kennen Sie weitere Kostbarkeiten für Agentur-Versteher?

Sechs Filmtitel an die Sie denken sollten, damit Sie Oscar-reife Werke von freien Autoren und Übersetzern bekommen

Autorenbriefing

Schlechte Texte von Fremdautoren müssen nicht sein. Und wenn das Textkind mal in den Brunnen gefallen ist, gibt es viele Möglichkeiten, damit die Geschichte doch noch ein Happy End finden kann. Hollywood kürte gerade die kreativsten Köpfe der Filmbranche, deshalb habe ich die wichtigsten Tipps für das Autorenbriefing in Form von Filmtiteln zusammengestellt. Sie zeigen, wie man Briefingfehler vermeiden kann und wie man Textprojekte ressourcenschonend auf den Weg und zum Erfolg bringt.

Tipp 1: Vorbereitet sein wie The King‘s Speech Zugegeben, das war eine richtig lange Vorbereitung auf eine Rede. Aber gute Vorbereitung ist auch bei der Beauftragung eines externen Dienstleisters aus den Disziplinen Text, Journalismus, PR oder Übersetzung ein Muss, damit die richtigen Worte leicht und locker aus der Feder fließen können. Gehen Sie dabei vor wie Q, der James Bond für seine Missionen ausstattet. Packen Sie das Köfferchen für Ihren Schreibagenten voll mit Hintergrundinformationen über Ihr Unternehmen und Ihre Dienstleistungen. Legen Sie ein paar Lieblingsworte, die Ihre LeserInnen sofort ins Herz treffen, sowie ein paar ungeliebte Wortrauchbomben, die Ihrer Zielgruppe den Blick vernebeln, dazu. Und natürlich sollten auch ein paar geheimdienstliche Dokumente über den Mitbewerb dabei sein.

Tipp 2: Investigativ sein wie Die Unbestechlichen Bob Woodward und Carl Bernstein haben etwas herausgefunden, was eigentlich verborgen bleiben sollte. Machen Sie’s Ihrem Journalisten einfacher: Geben Sie ihm die Richtung vor und sagen sie ihm gleich die ganze Wahrheit. Für wen wird der Text zu welchem Anlass geschrieben? Soll er humorvoll, ernst, sachlich, detailliert, übersichtlich sein? Wo soll er wann wie veröffentlicht werden?  Wie sieht es mit der Länge, dem Stil und der Form aus? Sind Layoutvorlagen, z.B. besondere Länge von Überschriften, Antextern und ggf. Kästen sowie SEO-Keywords in Überschriften zu berücksichtigen? Sind Illustrationen, Bilder gefragt oder vorhanden? Wie groß ist der Rechercheaufwand? Wie sieht das Honorar aus?

Tipp 3: Orientierung geben, sonst Lost in translation Damit es keine Verständigungsprobleme wie für Bill Murray in Tokio gibt, sollten Sie in einem Übersetzer-Briefing die folgenden Fragen beantworten: Hat der Fachmann oder die Fachfrau für Ihre gewünschte Zielsprache die Möglichkeit, den Text abzuwandeln? Wie sehr darf er/sie sich vom Original entfernen? Gibt es Beispieltexte zur Orientierung? Wie sieht Ihr Corporate Wording aus? Gibt es ein Firmen-internes Dictionary oder Glossar der wichtigsten Fachbegriffe?

Tipp 4: Gemeinsam am Text arbeiten, sonst alles Titanic – Nun, der Text gefällt nicht. Liest sich holprig. Ist zu kurz oder lang. Was tun? Ein misslungener Text ist kein Schiffsuntergang. Jetzt ist Nachbessern angesagt: So viele Infos sammeln, wie möglich, warum der Text nicht passt. Das Schweigen der Lämmer beenden, Eisberge beiseiteschieben und mit der(m) VerfasserIn sprechen.  Erklären Sie, bleiben Sie fair, gehen Sie kritische Stellen gemeinsam durch. Ihr(e) AuftragnehmerIn wird sicher alles daran setzen, um den Text für Sie passend zu machen. Und Worte lassen sich leichter und schneller verändern, als ein Kunstwerk aus Bronze oder ein Hollywoodfilm. Die Killerphrasen „Texter müssen Profis sein, alles muss beim ersten Mal klappen, ich hab keine Zeit für schlechte Qualität,“ stehen für kurzfristiges Denken. So mancher nimmt sich mehr Zeit, seine Spracherkennungssoftware zu trainieren als einen freien Mitarbeiter.

Tipp 5: Vorbereitet sein wie in Mission Impossible Tom Cruise tut es, tun Sie es auch: Planen Sie Ihr Projekt sorgfältig. Rechnen Sie Zeit für das Briefing ein, Zeit für das Schreiben und natürlich auch für Korrekturzyklen. Denken Sie nicht, dass ein Text immer gleich beim ersten Mal perfekt ist. Das Gegenteil ist oft der Fall. Gerade, wenn Sie Neuland betreten: Ein neuer Autor, eine unbekannte Zielgruppe, ein Thema, über das noch nicht viel veröffentlicht wurde, ein neues Geschäftsgebiet für Ihr Unternehmen. Vor vielen Jahren konzipierte ich eine Kundenzeitschrift eines Distributors für den IT-Fachhandel. Eine Zielgruppe, die zu dieser Zeit für freie Journalisten noch neu war. Denn eine CRN, IT Business oder Channel Partner entstanden erst zwei Jahre später. Viele der damals abgelieferten Texte waren in der ersten Version nicht auf die Lesebedürfnisse der neuen Zielgruppe zugeschnitten und es gingen zwei, drei Ausgaben ins Land, bis die Texte in der ersten Version stimmig waren. Doch das Zeitinvestment in das kontinuierliche Briefing der freien Journalisten rentierte sich: Die Texte passten immer besser zum Redaktionskonzept und die Textmengen hätte ein Marketing Specialist alleine nicht stemmen können.

Tipp 6: Lachen mit Ein Fisch namens Wanda Sie haben das Gefühl, Sie sind E.T. und keiner versteht Sie? Der dritte Text ist immer noch nicht so, wie Sie ihn sich wünschen? Dann gibt’s wahrscheinlich ein Chemie-Problem zwischen Ihnen und Ihrem Dienstleister. Macht nichts. Gehen Sie in Frieden auseinander, lachen Sie zusammen darüber, dass es einfach nicht klappen will und schauen Sie sich am Abend einen lustigen Film an. Es gibt viele Texter, Übersetzer und freie Journalisten. Da wird jeder Topf seinen Deckel finden. Manchmal klappt es auch richtig gut, dann über Jahre hinweg. Die Briefings werden immer kürzer, weil die/der Autor(in) ja dann schon richtig viel weiß über Ihr Fachgebiet. Das ist ein Glücksfall. Freuen Sie sich, dass Sie so jemanden gefunden haben und feiern Sie mit ihm/ihr gelegentlich The Party. Ob Sie dazu allerdings einen Elefanten brauchen, können Sie ja noch mit Q besprechen.