Werte-Serie, Teil 1: Warum Werte „To-Go“ nicht funktionieren

Werte

Hier ein bisschen Umweltschutz, da ein bisschen Diversity, Frauen, Kunst und Kultur, derzeit sind viele PR-Abteilungen mit dem Thema „HR und Flüchtlinge“ beschäftigt. Immer wieder beweist sich: Wer bei seiner Öffentlichkeitsarbeit ohne kommuniziertes und gelebtes Wertesystem agiert, erzielt weder Glaubwürdigkeit, noch nachhaltige PR-Effekte. Sieben Gründe für eine Werte-Entwicklung und was der Werte-Index 2016 damit zu tun hat.

„Wir wollen einen Haufen Berichterstattung, klar! Unser Produkt, unsere Plattform, unser Service – alles ist so toll, da müssen 1000 Clippings pro Montag rausspringen!“

Wie oft habe ich das in einem Briefing von Unternehmen gehört, die auf der Suche nach einer Public Relations-Agentur waren. Doch wenn ich zurückblicke, waren nur die Unternehmen langfristig in ihrer PR und in ihrem Markt erfolgreich, wenn sie ein Mission Statement, eine Vision, ein „Warum man das alles tut“ definiert und kommuniziert hatten. Denn dann fiel es den Journalisten leicht, darüber zu schreiben und die Begeisterung für ein Unternehmen zu empfinden.

Der Wolf im Schafspelz hat nur kurzfristigen PR-Erfolg
In gesättigten Märkten mit vielen gleichartigen Angeboten stellen Kunden immer häufiger die Frage: Warum soll ich das von genau diesem Anbieter kaufen? Im Zeitalter der Karma-Konsums wird das „Warum“ immer wichtiger. Die meisten Käufer wollen ihre Kaufentscheidung mit einem guten Gewissen treffen, und das gelingt besonders leicht, wenn sie sich mit einem Unternehmen und seinem Wertesystem identifizieren können. Dann entsteht Kundenbindung, daraus wächst der „Tribe“, eine Community aus Empfehlern – die Voraussetzung für Erfolg!

Aus diesen sieben Gründen sind Werte so wichtig:
1. Werte bilden das Navigationsgerät für die Unternehmensziele.
2. Werte sind der Kompass für die Kommunikation und die Botschaften eines Unternehmens.
3. Werte prägen das Image, die Firmenphilosophie und die Unternehmenskultur.
4. Werte finden die richtigen Mitarbeiter, führen sie zusammen und motivieren sie.
5. Werte finden die richtigen Kunden, ziehen sie magisch an und binden sie.
6. Werte schaffen den Rahmen für authentische Corporate Social Responsibility.
7. Gelebte Werte schaffen Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei Kunden, Mitarbeitern, Partnern.

Doch der Prozess der Werte-Entwicklung fällt vielen Unternehmen schwer, denn die Bereitschaft zur Wertefindung hängt in vielen Fällen von den Führungspersönlichkeiten ab. Hat der Prozess nicht schon vor Jahren stattgefunden oder wurden die Werte von einem Unternehmensgründer definiert, so ist dieses Werte-System erst einmal aufzuspüren: Im Management und bei den Mitarbeitern. Sind die Werte gefunden, so muss man sie zum Leben erwecken und sichtbar machen: Eine Aufgabe für PR- und HR-Spezialisten.

Die Werte der Deutschen 2016
Wer sich im Marketing und bei der Werte-Entwicklung an den Werten seiner Kunden orientieren möchte, findet in dem Report „Werte-Index 2016“  Anregungen. Der Trendforscher Peter Wippermann stellt ihn seit 2009 jährlich mit TNS Infratest zusammen und zeigt darin die Bedeutung und Relevanz von Werten der deutschen Web-User.

Für den Index wertete er 5,7 Millionen Beiträge von Nutzern deutscher Internetseiten aus. Auf Rang eins bleibt in der aktuellen Ausgabe die Gesundheit. Das Thema Freiheit liegt – wie bei der Vorgänger-Studie – auf dem zweiten Platz. Den dritten Platz belegt das Thema Erfolg.

Auch in meinen Schreibwerkstätten haben wir uns in der Vergangenheit auf die Suche gemacht nach Werten. Das Ergebnis: Ein ganz besonderes Werte-ABC, das Sie sich hier herunterladen können.

Das kreative Schreiben ist eine effektive Methode, um Werte zu identifizieren und in einem zweiten Schritt „zu operationalisieren“, das heißt, das Schreiben dazu zu nutzen, die Werte im täglichen Leben leichter umzusetzen. Wenn Sie für Ihr Unternehmen eine Werte-Entwicklung planen, dann rufen Sie mich gerne an!

Wie sieht Ihr Werte-Index 2016 aus?

Ein Kommentar zu “Werte-Serie, Teil 1: Warum Werte „To-Go“ nicht funktionieren

  1. Pingback: Die Werte-Serie, Teil 2: Wie man Werte sichtbar macht – Interview mit der Kunstexpertin Petra Becker | Daniela Heggmaier

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: