Wohlfühlinseln im Alltag: Tipps für magische Auszeiten

Wenn alles zu viel wird, brauchen wir eine kleine Pause. Eine Mini-Unterbrechung dessen, was uns im Hamsterrad hält. Doch manchmal fehlt die zündende Idee dafür, was uns wieder neue Kraft geben könnte. In diesem Blogartikel haben mir deshalb spannende Frauen ihre Tipps für die kleine Entspannung zwischendurch verraten und gezeigt, wie sie wieder in ihre Kraft und Kreativität kommen.
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Wie man den Zeitgeist einfängt – Interview mit Angelika Neumann

(c) Angelika Neumann
(c) Angelika Neumann

Künstler sind seit jeher die Menschen, die die aktuellen Trends in der Gesellschaft erkennen. Ob Modedesigner, Maler oder Bildhauer – sie machen das Neue sichtbar. Angelika Neumann ist nicht nur Künstlerin, sondern auch Unternehmensberaterin. Von ihr wollte ich wissen, wie Menschen und Unternehmen die Kunst und ihre Kreativität am besten nutzen können. Weiterlesen

Drei Kreativ-Strategien gegen eine Schreibblockade

Spazierengehen Gröbenzell
Wenn’s nicht mehr weitergeht mit dem Schreiben des Blogbeitrags, des Romans, des Marketing-Konzepts, des Berichts oder des Gedichts helfen mir drei kreative Interventionen: Eine Collage erstellen, ein Elfchen schreiben oder raus gehen. Hier findet Ihr drei Anleitungen, wie Ihr einfach und schnell wieder ins Schreiben kommt.
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Selbstmanagement-Technik Schreiben: 5 gute Gründe, um gleich damit zu beginnen

Schreiben Selbstmanagement

Selbstorganisation – in vielen Studiengängen ein Pflichtfach und eine beliebte Weiterbildungsmaßnahme. Immer mehr Menschen nutzen kreatives oder autobiografisches Schreiben als Selbstmanagement-Technik. Hier erfahren Sie, warum Sie mit dem Schreiben anfangen sollten.

Für mich ist Schreiben Prävention, Motivation, Mittel zum Zweck, der Weg zur Zielfindung und Umsetzung, Hobby, Entspannung und Genuss. Und für Sie?

„Aber ich kann doch gar nicht schreiben, in Deutsch hatte ich immer schlechte Noten!“ – das ist der Hauptgrund Nummer 1 warum viele Menschen das Schreiben einfach nicht für sich entdecken wollen. Und doch kann es so viel für uns tun.

Sie müssen kein Hemingway sein, um zu schreiben
Wer schreiben will, muss weder Schriftsteller noch Poet sein. Nicht jeder, der ein Auto fährt, verfügt über die gleichen Fahrkünste wie Walter Röhrl oder Sebastian Vettel. Und dennoch kommen sie zum Ziel.

Alles, was wir zum Schreiben brauchen, ist ein Kugelschreiber oder Bleistift und Papier oder ein PC und etwas Strom und Speicherplatz. Und die die Neugierde darauf, schreibend die eigenen Gedanken, Gefühle und Ziele zu erkunden, zu notieren, zu formulieren und auszudrücken. Das ist es schon. Rechtschreibung und Grammatik? So lange Sie es lesen können, reicht es im ersten Schritt.

Diese fünf Gründe machen für mich das Schreiben zur Selbstmanagement-Technik Nummer 1:

1. Schreiben ermöglicht Selbstreflexion
Durch das Schreiben, lernen wir, uns selbst besser zu verstehen: Wir nehmen beim Schreiben oft andere Gefühle wahr, schauen genauer hin, spüren ins Detail hinein.
Vielen Menschen, die ich in den vergangenen Jahren in meinen Schreibwerkstätten begleiten durfte, ist das Schreiben ein regelmäßiger Begleiter geworden: In den Morgenseiten, in den Geschichten, die sie über ihr Leben geschrieben haben, in Briefen, die sie für andere Menschen geschrieben haben oder in ihrem Tagebuch. Sie schreiben, um sich zu erinnern, zu verstehen. Und um ihre Ressourcen zu finden.

2. Schreiben ordnet Bewusstes und Unbewusstes
Für und Wider, Sein oder Nichtsein, hin und her. Schreiben schafft einen Überblick z.B. in Entscheidungssituationen: Schreiben Sie je zwei Seiten darüber, wie sich Ihr Leben gestalten würde, wenn Sie sich für Möglichkeit A entscheiden würden. Und je zwei Seiten für B, C und so weiter.

3. Schreiben schafft Distanz
Das Aufschreiben erlaubt den emotionalen Abstand zu schwierigen Themen. Es strukturiert Sie.
Schreiben, um zu vergessen: Schreiben erleichtert, Schreiben befreit. Leeren Sie einfach Ihren Speicher: Schreiben Sie das, was Sie bewegt auf Papier. Es lässt Sie besser schlafen. Papier ist geduldig.

Schreiben Sie Ihr persönliches Brainstorming nieder. Schreiben Sie sich einen gedanklichen Dialog mit einem Helden Ihrer Kindheit auf: Was würden Spiderman, Wonderwoman, James Bond oder Pippi Langstrumpf in meiner Situation tun?

4. Schreiben schafft Nähe
Sie können sich mit Ihren Texten zeigen, sie mit anderen teilen. Sich ausdrücken, darstellen, Verbündete finden und Verständnis gewinnen, durch das Schreiben in Beziehung mit anderen treten sowie Beziehungen pflegen.

Schreiben Sie mit anderen, in einer Schreibwerkstatt. Oder mit den Kollegen und der Geschäftsführung über gemeinsame Ziele und die erreichten Erfolge.

5. Schreiben erhöht die Selbstwirksamkeit
Sie entwickeln durch das Schreiben Ihre Kreativität, Ihre Selbstwahrnehmung, Ihre Ausdrucksfähigkeit. Sie formulieren schneller, sicherer. Sie fördern Ihre Schreibstimme zutage. Sie fühlen sich produktiv. Sie werden stolz auf Ihre Texte sein.

Sie finden schreibend Ihre Ziele, Träume und Wünsche. Und die Wege dazu, sie ins Leben zu tragen. Und wer weiß, vielleicht haben Sie irgendwann Lust darauf, einen Roman zu schreiben?

Ich nutze das Schreiben, um Gedanken, Assoziationen, Pläne, Ideenblitze oder die sogenannten „göttlichen Eingebungen“ festzuhalten. So manche wirklich gute Idee würde sonst in der täglichen Informationsflut untergehen. Schon oft hab ich ein altes Notizbuch durchgeblättert und ich war erstaunt, über das, was ich geschrieben hatte. Ich hatte es einfach vergessen.

Bewegen Sie sich raus aus Ihrer Komfortzone
Schicken Sie den Zensor weg.

Unterhalten Sie sich schreibend mit sich selbst. Ohne Formulierungszwang und Perfektion. Schreiben Sie’s einfach hin, das was Sie denken, ohne Punkt und Komma. Schreiben Sie, was geschrieben werden muss.

Interviewen Sie sich selbst: Stellen Sie sich die Fragen, die Ihnen Anne Will, Maybrit Illner oder Günther Jauch stellen würden.

Keiner wird es außer Ihnen lesen. Erlauben Sie es sich, Ihre Gedanken aufzuschreiben, sie sind es wert.

Entwickeln Sie Schreibroutinen
Schreiben Sie täglich, wenn es geht. Oder mindestens wöchentlich für mindestens drei Monate – an Ihrem Lieblingsplatz, vielleicht mit Kerzenlicht und Musik? Oder im Café? Als Fließtext oder Gedicht? In Listen? Impressionistisch oder akribisch detailgenau, in Wortfetzen oder Juristendeutsch, als Roman oder Artikel im lokalen Anzeigenblatt. In der Ich-Perspektive oder aus der Sicht Ihrer Nachbarin. Egal wie: SCHREIBEN SIE!

Schreiben Sie Morgenseiten oder abends über drei Dinge, für die Sie heute dankbar sind.

Schreiben Sie regelmäßig ein Tagebuch oder ein Reisetagbuch.

Diese sieben Fragen bieten wunderbare Einstiege ins Schreiben:
1. Was erfreut mich heute?
2. Wofür bin ich dankbar?
3. Wovon träume ich?
4. Was will ich wirklich?
5. Was brauche ich?
6. Was hat wirklich gut funktioniert?
7. Warum tue ich das, was ich tue?

Jeden Monat findet übrigens in Gröbenzell die Schreibwerkstatt für Blogger „The Magic Bloghouse“ statt. Eine wunderbare Gelegenheit, ins Land des Schreibens einzutauchen. Sind Sie dabei? Ich freue mich, wenn Sie diesen Betrag teilen und an Schreibinteressierte weiterleiten! Vielen Dank!

Wie profitieren Sie durch das Schreiben?

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Wie man sich mit Orangenbaumblättern schreibend an seine Zukunft erinnern kann

LEBENSWERKSTATT
Wenn wir kein Bild von unserer Zukunft haben, können wir für unsere Gegenwart keine vernünftigen Entscheidungen fällen. Deshalb sollten wir uns regelmäßig eine Auszeit nehmen, um uns an unsere Zukunft zu erinnern. Denn alle Informationen darüber stecken bereits in uns drin. Wir müssen diese Schätze nur noch heben. Das Schreiben als Methode fördert in unserer Lebenswerkstatt seit vielen Jahren alle Erinnerungen an meine Zukunft zuverlässig zutage.

Vor kurzem sagte jemand zu mir: „Schreib mir doch vier Blogartikel pro Monat und stell‘ sie online!“ Hätte ich machen können und hätte pro Monat schnell mal 1.200 Euro mehr verdient. Die Kundin aber berichtete mir zuvor, dass sie sich noch nicht im Klaren sei, in welche Richtung sie ihr Business in Zukunft vorantreiben will. Und dann Geld für einen Blog ausgeben, der von einem Unternehmen handelt, dessen Zukunft unklar ist? Lieber nicht.

Der einzige Weg: Zukunft vom Ende her denken
Die Investitionen in einen Blog, in die Gestaltung des Personal Brands sind eine Sache. Was wir sonst noch in unser Leben holen oder wovon wir uns verabschieden sollten – eine andere. Wir müssen unsere Zukunft vom Ende her denken und zukunftsintelligent vorgehen. Erst dann lohnen sich die Energien, die wir in verschiedene Projekte stecken.

Charles Dickens hat uns in “A Christmas Carol” gezeigt, wie das Visualisieren der Zukunft geht: Nacheinander ließ er den Ghost of the Christmas Past, den Ghost of the Christmas Present und den Ghost of the Christmas Future bei dem geizigen Ebenezer Scrooge auftauchen, um ihm die Folgen seines Handelns für seine Zukunft aufzuzeigen. Eine eindrucksvolle und wirksame Methode, doch in unserer Lebenswerkstatt arbeiten wir ohne Geister oder Schreckensszenarien. Unsere Vorstellung von der Zukunft finden wir mit Freude.

Cricket auf dem Rasen von Peter Fox
Kennen Sie das Lied vom „Haus am See“ von Peter Fox? In dem Lied erzählt er von seiner Zukunft: Von Orangenbaumblättern, die auf seinem Weg liegen werden, von seinen 20 Kindern, seiner schönen Frau und seinen Enkeln, die Cricket auf dem Rasen seines Hauses am See spielen werden. Ein Lied, das Lust auf Zukunft macht. Und genau das ist das erfolgsentscheidende Konzept: Die Lust auf Zukunft zu wecken, es soll Spaß machen, darüber nachzudenken. Denn sonst tun wir es nicht.

Das sagt auch der Zukunftsforscher Dr. Pero Mićić in seinem Buch „Wie wir uns täglich die Zukunft versauen“: Wir sind der Homo Präsens. Wir können nicht in die Zukunft denken. Wir schaffen es nur, wenn wir ein Zukunfts-Ich und Zukunfts-Wir formulieren. Und unsere Willenskraft schulen und stärken. Die stärkste Motivation ist nach seinen Erkenntnissen der Satz „Du wirst stolz auf Dich sein!“.

Ein anderer Forscher in Sachen Zukunft ist Prof. Dr. Otto Scharmer, ein deutscher Professor, der am Massachusetts Institute of Technology (MIT) lehrt. Er sagt: Es gilt, von dem Punkt her zu denken und zu führen, an dem man am Ende seines (Berufs-)Lebens stehen möchte. Seine zentrale Frage: Welchen Ratschlag soll Ihr zukünftiges Ich Ihrem heutigen Ich geben?

Das ist die Denkrichtung der Lebenswerkstatt. Und weil das Sich-an-die-Zukunft-Erinnern Spaß machen soll, legen wir uns Orangenbaumblätter auf den Weg. Damit die Ideen fließen, die Kreativität sprühen und die Erinnerungsschätze gehoben werden können. Wer Lust auf diese Schreibwerkstatt hat, die vom 26. Februar – 01. März 2015 in Bad Waldsee stattfinden wird: Zwei Plätze sind noch frei! Alle Infos finden Sie hier.

Welche Bilder hätte der Geist der zukünftigen Weihnacht für Sie parat?

7 Wege aus der Schreib-Komfortzone

Komfortzone

Wenn ich in meinen Schreibwerkstätten ratlose Gesichter sehe oder den Satz höre: „Damit kann ich aber garnichts anfangen!“ weiß ich: Ich bin auf dem richtigen Weg. Gute Texte werden außerhalb der Komfortzone geschrieben. Nach dieser Anfangsverweigerung laufen die Teilnehmenden der Schreibwerkstatt meist zur Höchstform auf und lesen ganz wunderbare Texte vor, auf die sie zu Recht stolz sind. Hier habe ich meine sieben bewährten Strategien zusammengefasst, mit denen ich ganz leicht aus der Schreib-Komfortzone herauskomme.

In der Komfortzone ist alles bequem, vertraut, kuschelig, es läuft so vor sich hin. Doch kommt hier die Fantasie in neue Fahrwasser? Entstehen da die guten Ideen? Überwindet man dort eine Schreibblockade? Wachsen hier die Geschichten, die erzählt werden müssen?

Der amerikanische Blogger Michael Hyatt schreibt in seinem Artikel „Why Discomfort Is Good for You“:

„1. Komfort wird überbewertet. Er führt nicht zum Glück. Er macht uns faul – und vergesslich. Er führt oft zu Selbstabsorption, Langeweile und Unzufriedenheit.
2. Unbehagen ist ein Katalysator für Wachstum. Es weckt die Sehnsucht nach mehr. Es zwingt uns dazu, uns zu verändern, zu strecken und uns anzupassen.
3. Unbehagen ist ein Zeichen dafür, dass wir Fortschritte machen. Sie kennen den Ausdruck ‚no pain, no gain‘? Es stimmt! Wenn Sie Wachstum forcieren, erleben Sie Beschwerden.“

Beim Schreiben – wie im richtigen Leben – entsteht Kreativität, wenn’s unbequem, unbehaglich, neu, unerwartet, ganz anders ist. Wenn wir Routinen und Denkmuster, Blockaden und Normierungen ausschalten, austricksen oder umgehen. Diese sieben Strategien haben mir zuverlässig dabei geholfen:

1. Verlassen Sie Ihre räumliche Schreib-Komfortzone: Weg vom PC und dem gewohnten Küchen- oder Bürotisch! Raus in die Natur, in Cafés oder auf eine Schreibreise, z.B. nach London. Eine Liste ungewöhnlicher Schreiborte finden Sie hier. Und wenn’s Winter ist, dann räumen Sie doch einfach Ihr Büro um, streichen es in ungewöhnlichen Farben und stellen eine neue Pflanze rein.

2. Sprechen Sie mit anderen Menschen: Auf der Straße, beim Einkaufen an der Kasse, in der S-Bahn, in der Kantine oder im Restaurant. Besuchen Sie VHS-Kurse oder treten Sie einem Debattierclub bei. Gehen Sie auf Konferenzen, Kongresse, Netzwerktreffen. Schließen Sie sich einer Schreibgruppe oder einer Schreibwerkstatt an. Seien Sie mutig!

3. Suchen Sie Inspiration in Museen, im Theater, in Vernissagen. Erkunden Sie neue Wege, wenn Sie mit dem Hund rausgehen oder zur Arbeit fahren. Testen Sie neue Restaurants und kulinarische Genüsse. Spielen Sie einen Tag lang Tourist in Ihrem Heimatort.

4. Lesen Sie außerhalb Ihrer Komfortzone: Verlassen Sie vertraute Genres. Lesen Sie Kurzgeschichten und Romane, Gedichte und Theaterstücke, Blogs, Zeitungen und Anzeigenblätter. Wenn Sie Science Fiction-Fan sind, lesen Sie Historien-Schinken. Lesen Sie Bücher, die Ihnen Menschen mit nachweislich gegenteiligem Geschmack empfehlen. Bleiben Sie neugierig!

5. Arbeiten Sie mit neuen Techniken! Mein Kreativitätsguru ist die Innovationsexpertin Anke Meyer-Grashorn. In Ihrem Blog gibt es z.B. einen Ferienpass für Spinner, in ihrem Buch “Spinnen ist Pflicht“ finden Sie eine Vielzahl von Kreativitätstechniken, die blockierende Routinen aushebeln und den Weg frei machen für neue, wirklich gute Ideen!

6. Probieren Sie’s mal mit einem frischen, neuen Notizbuch: Einfach immer mitnehmen und Ideen sofort darin notieren. Bilder einkleben, Gedanken festhalten. Malen. Schreiben. Automatisch, in Gedichtform, als Liste.

7. Schreiben Sie aus anderen Blickwinkeln heraus: Starten Sie Schreibexperimente: Eine neue Erzählperspektive. Oder ein neues Genre. Oder lassen Sie Ihre Geschichten an ungewöhnlichen Schauplätzen spielen. Ein neuer Stil – ernst oder heiter. Geschichten – kurz oder lang. Gedichte, Zeitungsartikel, Drehbücher, Blogposts oder Briefe. Lesen Sie Ihre Texte anderen vor, saugen Sie Feedback auf und arbeiten Sie damit.

Machen Sie sich dieses unbequeme Gefühl, das Unbehagen außerhalb der Komfortzone zum Freund. Merke: Wenn’s zu bequem und kuschelig ist, wird’s Zeit für neuen Input!

Welchen Weg wählen Sie, um aus Ihrer Komfortzone herauszutreten?

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Warum Sie auf Reisen schreiben sollten
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Autobiografisches Schreiben: Mit Listen zum Millionärsgefühl

Millionär Liste

Das eigene Leben aufzuschreiben – das hört sich nach einer unendlich großen Aufgabe an! Das Geheimnis des autobiografischen Schreibens ist es jedoch, das Leben in viele einzelne Geschichten zu gliedern. Zum Beispiel in viele kleine Millionärsgeschichten. Schreiben Sie mit: Dieses Millionärsgefühl kostet Sie nur ein paar Blätter Papier und ein bisschen Tinte!

Als ich Ende März einen Blogpost von Scott Dinsmore, Autor des Blogs liveyourlegend.net, las, fielen mir spontan eine Menge Listen ein, die die eigene Biografie mit vielen interessanten Millionärs-Geschichten und -Gedanken anreichern können. In seinem Blogpost sagt Scott Dinsmore, dass mit der richtigen Kreativität alles möglich ist: Er liegt am Strand eines wunderbaren Hotels in Thailand und durch sog. „Travel Hacking“ – eine Strategie, die Rabattprogramme von Hotels und Fluglinien optimiert – musste er für diesen schönen Urlaub nichts bezahlen. Millionärsgefühl für lau. Hatten Sie schon solche Millionärsgefühle in Ihrem Leben? Schönes Leben – ohne Millionärsbankkonto? Erkunden wir dieses Thema mit Hilfe einer Technik des Kreativen Schreibens: Listenschreiben.

Listen organisieren unsere Recherchen. Listen führen Ihre Gedanken an neue Orte oder an solche, an denen Sie schon einmal gewesen sind. Listen beleuchten Themen von unterschiedlichen Seiten, helfen dabei, aus Mosaiksteinchen das große Ganze zu bauen. Listen strukturieren das Durcheinander in unserem Kopf. Listen liefern Ihnen frisches Gedankenfutter über Details und Blickwinkel, Dinge und Aktivitäten, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Fangen Sie doch gleich mal an:

Schreiben Sie Listen rund ums Millionärsdasein, entweder zu den unten vorgeschlagenen Themen oder zu Ihren eigenen Ideen:

  • 10 Dinge, die ich als Millionär machen würde
  • 10 Gründe, nicht Millionär zu werden
  • 10 Momente, in denen Sie sich als Millionär gefühlt habe
  • 10 Dinge, die Sie in Zukunft öfter machen können, um sich als Millionär zu fühlen
  • 10 Bereiche, in denen ich schon Millionär bin
  • 10 Millionäre, die Vorbilder für Sie sind
  • 10 Gelegenheiten, bei denen Sie hätten Millionär werden können
  • 10 Gelegenheiten, die Sie wahrnehmen können, um Millionär zu werden
  • 10 Millionäre, die Sie schon getroffen haben oder noch treffen möchten

Unter der jeweiligen Überschrift listen Sie die Wörter, Begriffe, Gefühle, Dinge wie in einer Einkaufsliste oder ToDo-Liste untereinander auf. Sie können die Liste von vorneherein auf eine Zahl beschränken oder als Endlosliste führen und immer dann ergänzen, wenn Ihnen etwas zum jeweiligen Listenthema einfällt. Es hilft, wenn Sie Ihr Notizbuch immer dabei haben! Ich schreibe Listen übrigens am liebsten mit der Hand, manchmal male ich auch etwas dazu.

Sind Ihre Listen nun fertig? Spüren Sie, in welchen Begriffen für Sie die meiste Energie steckt? Nutzen Sie diese

  • als Inhalt, Inspiration und Anhaltspunkt für Ihre kleinen Lebensgeschichten, Ihre Autobiografie,
  • als Input für die Liste der Dinge, die Sie erledigen möchten oder
  • als Richtung, in die Sie weiter recherchieren und schreiben möchten.

Zu jedem der identifizierten Begriffe können Sie wieder eine neue Liste erstellen. Wenn Sie sich Themen für Listen stellen, konzentrieren Sie sich eher auf Details und Aspekte, nicht auf große komplexe Fragestellungen. Sonst werden Ihre Listen zu lang und sind nicht mehr hilfreich.

Wenn Sie darüber hinaus nach Listenthemen oder Schreibinspirationen suchen, können Sie ja mal hier nachsehen:

Und weil diese Schreibtechnik nicht nur für die Erkundung der Vergangenheit nützlich ist, sondern auch für die Expedition in die Zukunft, füllen Sie zum Abschluss noch das Buch Meine Zukunft in Listen von Georg Behringer aus.

Und, fühlen Sie sich schon mehr als Millionär? Wer sich übrigens ausführlicher dem autobiografischen Schreiben widmen möchte, dem sei meine Schreibwerkstatt „Das eigene Leben aufschreiben – Grundkurs Autobiografie“ ans Herz gelegt. An vier Montagvormittagen im Juni und Juli 2013 bekommen Sie wertvolle Werkzeuge an die Hand, die Ihnen dabei helfen, Ihr Leben schreibend aufzubereiten. Und, schreiben Sie mit?

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