Selbstmanagement-Technik Schreiben: 5 gute Gründe, um gleich damit zu beginnen

Schreiben Selbstmanagement

Selbstorganisation – in vielen Studiengängen ein Pflichtfach und eine beliebte Weiterbildungsmaßnahme. Immer mehr Menschen nutzen kreatives oder autobiografisches Schreiben als Selbstmanagement-Technik. Hier erfahren Sie, warum Sie mit dem Schreiben anfangen sollten.

Für mich ist Schreiben Prävention, Motivation, Mittel zum Zweck, der Weg zur Zielfindung und Umsetzung, Hobby, Entspannung und Genuss. Und für Sie?

„Aber ich kann doch gar nicht schreiben, in Deutsch hatte ich immer schlechte Noten!“ – das ist der Hauptgrund Nummer 1 warum viele Menschen das Schreiben einfach nicht für sich entdecken wollen. Und doch kann es so viel für uns tun.

Sie müssen kein Hemingway sein, um zu schreiben
Wer schreiben will, muss weder Schriftsteller noch Poet sein. Nicht jeder, der ein Auto fährt, verfügt über die gleichen Fahrkünste wie Walter Röhrl oder Sebastian Vettel. Und dennoch kommen sie zum Ziel.

Alles, was wir zum Schreiben brauchen, ist ein Kugelschreiber oder Bleistift und Papier oder ein PC und etwas Strom und Speicherplatz. Und die die Neugierde darauf, schreibend die eigenen Gedanken, Gefühle und Ziele zu erkunden, zu notieren, zu formulieren und auszudrücken. Das ist es schon. Rechtschreibung und Grammatik? So lange Sie es lesen können, reicht es im ersten Schritt.

Diese fünf Gründe machen für mich das Schreiben zur Selbstmanagement-Technik Nummer 1:

1. Schreiben ermöglicht Selbstreflexion
Durch das Schreiben, lernen wir, uns selbst besser zu verstehen: Wir nehmen beim Schreiben oft andere Gefühle wahr, schauen genauer hin, spüren ins Detail hinein.
Vielen Menschen, die ich in den vergangenen Jahren in meinen Schreibwerkstätten begleiten durfte, ist das Schreiben ein regelmäßiger Begleiter geworden: In den Morgenseiten, in den Geschichten, die sie über ihr Leben geschrieben haben, in Briefen, die sie für andere Menschen geschrieben haben oder in ihrem Tagebuch. Sie schreiben, um sich zu erinnern, zu verstehen. Und um ihre Ressourcen zu finden.

2. Schreiben ordnet Bewusstes und Unbewusstes
Für und Wider, Sein oder Nichtsein, hin und her. Schreiben schafft einen Überblick z.B. in Entscheidungssituationen: Schreiben Sie je zwei Seiten darüber, wie sich Ihr Leben gestalten würde, wenn Sie sich für Möglichkeit A entscheiden würden. Und je zwei Seiten für B, C und so weiter.

3. Schreiben schafft Distanz
Das Aufschreiben erlaubt den emotionalen Abstand zu schwierigen Themen. Es strukturiert Sie.
Schreiben, um zu vergessen: Schreiben erleichtert, Schreiben befreit. Leeren Sie einfach Ihren Speicher: Schreiben Sie das, was Sie bewegt auf Papier. Es lässt Sie besser schlafen. Papier ist geduldig.

Schreiben Sie Ihr persönliches Brainstorming nieder. Schreiben Sie sich einen gedanklichen Dialog mit einem Helden Ihrer Kindheit auf: Was würden Spiderman, Wonderwoman, James Bond oder Pippi Langstrumpf in meiner Situation tun?

4. Schreiben schafft Nähe
Sie können sich mit Ihren Texten zeigen, sie mit anderen teilen. Sich ausdrücken, darstellen, Verbündete finden und Verständnis gewinnen, durch das Schreiben in Beziehung mit anderen treten sowie Beziehungen pflegen.

Schreiben Sie mit anderen, in einer Schreibwerkstatt. Oder mit den Kollegen und der Geschäftsführung über gemeinsame Ziele und die erreichten Erfolge.

5. Schreiben erhöht die Selbstwirksamkeit
Sie entwickeln durch das Schreiben Ihre Kreativität, Ihre Selbstwahrnehmung, Ihre Ausdrucksfähigkeit. Sie formulieren schneller, sicherer. Sie fördern Ihre Schreibstimme zutage. Sie fühlen sich produktiv. Sie werden stolz auf Ihre Texte sein.

Sie finden schreibend Ihre Ziele, Träume und Wünsche. Und die Wege dazu, sie ins Leben zu tragen. Und wer weiß, vielleicht haben Sie irgendwann Lust darauf, einen Roman zu schreiben?

Ich nutze das Schreiben, um Gedanken, Assoziationen, Pläne, Ideenblitze oder die sogenannten „göttlichen Eingebungen“ festzuhalten. So manche wirklich gute Idee würde sonst in der täglichen Informationsflut untergehen. Schon oft hab ich ein altes Notizbuch durchgeblättert und ich war erstaunt, über das, was ich geschrieben hatte. Ich hatte es einfach vergessen.

Bewegen Sie sich raus aus Ihrer Komfortzone
Schicken Sie den Zensor weg.

Unterhalten Sie sich schreibend mit sich selbst. Ohne Formulierungszwang und Perfektion. Schreiben Sie’s einfach hin, das was Sie denken, ohne Punkt und Komma. Schreiben Sie, was geschrieben werden muss.

Interviewen Sie sich selbst: Stellen Sie sich die Fragen, die Ihnen Anne Will, Maybrit Illner oder Günther Jauch stellen würden.

Keiner wird es außer Ihnen lesen. Erlauben Sie es sich, Ihre Gedanken aufzuschreiben, sie sind es wert.

Entwickeln Sie Schreibroutinen
Schreiben Sie täglich, wenn es geht. Oder mindestens wöchentlich für mindestens drei Monate – an Ihrem Lieblingsplatz, vielleicht mit Kerzenlicht und Musik? Oder im Café? Als Fließtext oder Gedicht? In Listen? Impressionistisch oder akribisch detailgenau, in Wortfetzen oder Juristendeutsch, als Roman oder Artikel im lokalen Anzeigenblatt. In der Ich-Perspektive oder aus der Sicht Ihrer Nachbarin. Egal wie: SCHREIBEN SIE!

Schreiben Sie Morgenseiten oder abends über drei Dinge, für die Sie heute dankbar sind.

Schreiben Sie regelmäßig ein Tagebuch oder ein Reisetagbuch.

Diese sieben Fragen bieten wunderbare Einstiege ins Schreiben:
1. Was erfreut mich heute?
2. Wofür bin ich dankbar?
3. Wovon träume ich?
4. Was will ich wirklich?
5. Was brauche ich?
6. Was hat wirklich gut funktioniert?
7. Warum tue ich das, was ich tue?

Jeden Monat findet übrigens in Gröbenzell die Schreibwerkstatt für Blogger „The Magic Bloghouse“ statt. Eine wunderbare Gelegenheit, ins Land des Schreibens einzutauchen. Sind Sie dabei? Ich freue mich, wenn Sie diesen Betrag teilen und an Schreibinteressierte weiterleiten! Vielen Dank!

Wie profitieren Sie durch das Schreiben?

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7 Wege aus der Schreib-Komfortzone

Komfortzone

Wenn ich in meinen Schreibwerkstätten ratlose Gesichter sehe oder den Satz höre: „Damit kann ich aber garnichts anfangen!“ weiß ich: Ich bin auf dem richtigen Weg. Gute Texte werden außerhalb der Komfortzone geschrieben. Nach dieser Anfangsverweigerung laufen die Teilnehmenden der Schreibwerkstatt meist zur Höchstform auf und lesen ganz wunderbare Texte vor, auf die sie zu Recht stolz sind. Hier habe ich meine sieben bewährten Strategien zusammengefasst, mit denen ich ganz leicht aus der Schreib-Komfortzone herauskomme.

In der Komfortzone ist alles bequem, vertraut, kuschelig, es läuft so vor sich hin. Doch kommt hier die Fantasie in neue Fahrwasser? Entstehen da die guten Ideen? Überwindet man dort eine Schreibblockade? Wachsen hier die Geschichten, die erzählt werden müssen?

Der amerikanische Blogger Michael Hyatt schreibt in seinem Artikel „Why Discomfort Is Good for You“:

„1. Komfort wird überbewertet. Er führt nicht zum Glück. Er macht uns faul – und vergesslich. Er führt oft zu Selbstabsorption, Langeweile und Unzufriedenheit.
2. Unbehagen ist ein Katalysator für Wachstum. Es weckt die Sehnsucht nach mehr. Es zwingt uns dazu, uns zu verändern, zu strecken und uns anzupassen.
3. Unbehagen ist ein Zeichen dafür, dass wir Fortschritte machen. Sie kennen den Ausdruck ‚no pain, no gain‘? Es stimmt! Wenn Sie Wachstum forcieren, erleben Sie Beschwerden.“

Beim Schreiben – wie im richtigen Leben – entsteht Kreativität, wenn’s unbequem, unbehaglich, neu, unerwartet, ganz anders ist. Wenn wir Routinen und Denkmuster, Blockaden und Normierungen ausschalten, austricksen oder umgehen. Diese sieben Strategien haben mir zuverlässig dabei geholfen:

1. Verlassen Sie Ihre räumliche Schreib-Komfortzone: Weg vom PC und dem gewohnten Küchen- oder Bürotisch! Raus in die Natur, in Cafés oder auf eine Schreibreise, z.B. nach London. Eine Liste ungewöhnlicher Schreiborte finden Sie hier. Und wenn’s Winter ist, dann räumen Sie doch einfach Ihr Büro um, streichen es in ungewöhnlichen Farben und stellen eine neue Pflanze rein.

2. Sprechen Sie mit anderen Menschen: Auf der Straße, beim Einkaufen an der Kasse, in der S-Bahn, in der Kantine oder im Restaurant. Besuchen Sie VHS-Kurse oder treten Sie einem Debattierclub bei. Gehen Sie auf Konferenzen, Kongresse, Netzwerktreffen. Schließen Sie sich einer Schreibgruppe oder einer Schreibwerkstatt an. Seien Sie mutig!

3. Suchen Sie Inspiration in Museen, im Theater, in Vernissagen. Erkunden Sie neue Wege, wenn Sie mit dem Hund rausgehen oder zur Arbeit fahren. Testen Sie neue Restaurants und kulinarische Genüsse. Spielen Sie einen Tag lang Tourist in Ihrem Heimatort.

4. Lesen Sie außerhalb Ihrer Komfortzone: Verlassen Sie vertraute Genres. Lesen Sie Kurzgeschichten und Romane, Gedichte und Theaterstücke, Blogs, Zeitungen und Anzeigenblätter. Wenn Sie Science Fiction-Fan sind, lesen Sie Historien-Schinken. Lesen Sie Bücher, die Ihnen Menschen mit nachweislich gegenteiligem Geschmack empfehlen. Bleiben Sie neugierig!

5. Arbeiten Sie mit neuen Techniken! Mein Kreativitätsguru ist die Innovationsexpertin Anke Meyer-Grashorn. In Ihrem Blog gibt es z.B. einen Ferienpass für Spinner, in ihrem Buch “Spinnen ist Pflicht“ finden Sie eine Vielzahl von Kreativitätstechniken, die blockierende Routinen aushebeln und den Weg frei machen für neue, wirklich gute Ideen!

6. Probieren Sie’s mal mit einem frischen, neuen Notizbuch: Einfach immer mitnehmen und Ideen sofort darin notieren. Bilder einkleben, Gedanken festhalten. Malen. Schreiben. Automatisch, in Gedichtform, als Liste.

7. Schreiben Sie aus anderen Blickwinkeln heraus: Starten Sie Schreibexperimente: Eine neue Erzählperspektive. Oder ein neues Genre. Oder lassen Sie Ihre Geschichten an ungewöhnlichen Schauplätzen spielen. Ein neuer Stil – ernst oder heiter. Geschichten – kurz oder lang. Gedichte, Zeitungsartikel, Drehbücher, Blogposts oder Briefe. Lesen Sie Ihre Texte anderen vor, saugen Sie Feedback auf und arbeiten Sie damit.

Machen Sie sich dieses unbequeme Gefühl, das Unbehagen außerhalb der Komfortzone zum Freund. Merke: Wenn’s zu bequem und kuschelig ist, wird’s Zeit für neuen Input!

Welchen Weg wählen Sie, um aus Ihrer Komfortzone herauszutreten?

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Trüffelschweinstrategie für Schreibprojekte: Listen schreiben

Einkaufslisten oder ToDo-Listen schreiben wir beinahe täglich. Sie strukturieren unsere Abläufe und Einkäufe, lenken den Blick auf das, was wichtig ist und halten uns zuweilen davon ab, den Überblick zu verlieren. Das Listenschreiben ist aber auch ein wertvolles Werkzeug zum Sammeln und Strukturieren von Schreibinputs im kreativen Schreiben.

Einfach nur Dinge untereinanderschreiben? Ja, denn Listen sind die Multitalente, wenn es um die Vorbereitung beim Schreiben geht: Listen organisieren unsere Recherchen. Listen führen Ihre Gedanken an neue Orte oder an solche, an denen Sie schon einmal gewesen sind. Listen beleuchten Themen von unterschiedlichen Seiten, helfen dabei, aus Mosaiksteinchen das große Ganze zu bauen. Listen strukturieren das Durcheinander in unserem Kopf. Listen liefern Ihnen frisches Gedankenfutter über Details und Blickwinkel, Dinge und Aktivitäten, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Fangen Sie doch gleich mal an und schreiben Sie ein paar Listen zu diesen Themen:

  • 10 Ereignisse, die Biografen später mal in Ihrer Lebensgeschichte als besonders bedeutsam herausheben werden
  • 5 Tische, an denen Sie gegessen haben
  • 5 Blogideen, die Sie beim nächsten Bloggerstammtisch besprechen wollen
  • 7 Bücher, die Sie auf eine einsame Insel mitnehmen würden
  • 4 Frisuren, die Sie in Ihrem Leben schon hatten

Unter den Titel Ihrer Liste schreiben Sie die Wörter, Begriffe, Gefühle, Dinge wie in einer Einkaufsliste oder ToDo-Liste darunter. Sie können die Liste von vorne herein auf eine Zahl von Punkten beschränken oder als Endlosliste führen und immer dann ergänzen, wenn Ihnen etwas zum jeweiligen Listenthema einfällt. Es hilft, wenn Sie Ihr Notizbuch immer dabeihaben! Ich schreibe Listen übrigens am liebsten mit der Hand.

Ist Ihre Liste fertig? Spüren Sie, in welchen Begriffen für Sie die meiste Energie steckt. Nutzen Sie diese

  • als Inhalt, Inspiration, Suchworte oder Anhaltspunkte für Ihre Artikel,
  • als Input für die Liste der Dinge, die Sie im Rahmen Ihres Schreibprojekts erledigen möchten,
  • als Start von neuen Listen zu jedem der Punkte, die Sie aufgeführt haben, oder
  • als Richtung, in die Sie weiterschreiben möchten.

Zu jedem der identifizierten Begriffe können Sie wieder eine neue Liste erstellen. Wenn Sie sich Themen für Listen stellen, konzentrieren Sie sich eher auf Details und Aspekte, nicht auf große komplexe Fragestellungen. Sonst werden Ihre Listen zu lang und sind nicht mehr hilfreich.

Listen können Ihnen z.B. auch beim Tagebuchschreiben helfen: Wenn Sie wenig Zeit haben und das Tagebuchschreiben schätzen, aber keine langen Texte verfassen wollen, dann halten Sie die Ereignisse und das Erreichte des Tages einfach in Form einer Liste fest. In diesem Artikel wird die Technik des Dot Journaling festgehalten. Auch ein Dankbarkeitstagebuch lässt sich in Listenform schreiben.

Auch beim Schreiben von Artikeln oder Emails sind Listen ein wirksames Werkzeug, denn sie ermöglichen dem Leser die schnelle Aufnahme der Information. Texten geben Listen Struktur, erlauben ein rasches Querlesen und verbessern die Lesbarkeit. Eine wichtige Technik in Zeiten der kurzen Aufmerksamkeitsspannen.

An welcher Liste schreiben Sie gerade?

Autobiografisches Schreiben: Mit Listen zum Millionärsgefühl

Millionär Liste

Das eigene Leben aufzuschreiben – das hört sich nach einer unendlich großen Aufgabe an! Das Geheimnis des autobiografischen Schreibens ist es jedoch, das Leben in viele einzelne Geschichten zu gliedern. Zum Beispiel in viele kleine Millionärsgeschichten. Schreiben Sie mit: Dieses Millionärsgefühl kostet Sie nur ein paar Blätter Papier und ein bisschen Tinte!

Als ich Ende März einen Blogpost von Scott Dinsmore, Autor des Blogs liveyourlegend.net, las, fielen mir spontan eine Menge Listen ein, die die eigene Biografie mit vielen interessanten Millionärs-Geschichten und -Gedanken anreichern können. In seinem Blogpost sagt Scott Dinsmore, dass mit der richtigen Kreativität alles möglich ist: Er liegt am Strand eines wunderbaren Hotels in Thailand und durch sog. „Travel Hacking“ – eine Strategie, die Rabattprogramme von Hotels und Fluglinien optimiert – musste er für diesen schönen Urlaub nichts bezahlen. Millionärsgefühl für lau. Hatten Sie schon solche Millionärsgefühle in Ihrem Leben? Schönes Leben – ohne Millionärsbankkonto? Erkunden wir dieses Thema mit Hilfe einer Technik des Kreativen Schreibens: Listenschreiben.

Listen organisieren unsere Recherchen. Listen führen Ihre Gedanken an neue Orte oder an solche, an denen Sie schon einmal gewesen sind. Listen beleuchten Themen von unterschiedlichen Seiten, helfen dabei, aus Mosaiksteinchen das große Ganze zu bauen. Listen strukturieren das Durcheinander in unserem Kopf. Listen liefern Ihnen frisches Gedankenfutter über Details und Blickwinkel, Dinge und Aktivitäten, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Fangen Sie doch gleich mal an:

Schreiben Sie Listen rund ums Millionärsdasein, entweder zu den unten vorgeschlagenen Themen oder zu Ihren eigenen Ideen:

  • 10 Dinge, die ich als Millionär machen würde
  • 10 Gründe, nicht Millionär zu werden
  • 10 Momente, in denen Sie sich als Millionär gefühlt habe
  • 10 Dinge, die Sie in Zukunft öfter machen können, um sich als Millionär zu fühlen
  • 10 Bereiche, in denen ich schon Millionär bin
  • 10 Millionäre, die Vorbilder für Sie sind
  • 10 Gelegenheiten, bei denen Sie hätten Millionär werden können
  • 10 Gelegenheiten, die Sie wahrnehmen können, um Millionär zu werden
  • 10 Millionäre, die Sie schon getroffen haben oder noch treffen möchten

Unter der jeweiligen Überschrift listen Sie die Wörter, Begriffe, Gefühle, Dinge wie in einer Einkaufsliste oder ToDo-Liste untereinander auf. Sie können die Liste von vorneherein auf eine Zahl beschränken oder als Endlosliste führen und immer dann ergänzen, wenn Ihnen etwas zum jeweiligen Listenthema einfällt. Es hilft, wenn Sie Ihr Notizbuch immer dabei haben! Ich schreibe Listen übrigens am liebsten mit der Hand, manchmal male ich auch etwas dazu.

Sind Ihre Listen nun fertig? Spüren Sie, in welchen Begriffen für Sie die meiste Energie steckt? Nutzen Sie diese

  • als Inhalt, Inspiration und Anhaltspunkt für Ihre kleinen Lebensgeschichten, Ihre Autobiografie,
  • als Input für die Liste der Dinge, die Sie erledigen möchten oder
  • als Richtung, in die Sie weiter recherchieren und schreiben möchten.

Zu jedem der identifizierten Begriffe können Sie wieder eine neue Liste erstellen. Wenn Sie sich Themen für Listen stellen, konzentrieren Sie sich eher auf Details und Aspekte, nicht auf große komplexe Fragestellungen. Sonst werden Ihre Listen zu lang und sind nicht mehr hilfreich.

Wenn Sie darüber hinaus nach Listenthemen oder Schreibinspirationen suchen, können Sie ja mal hier nachsehen:

Und weil diese Schreibtechnik nicht nur für die Erkundung der Vergangenheit nützlich ist, sondern auch für die Expedition in die Zukunft, füllen Sie zum Abschluss noch das Buch Meine Zukunft in Listen von Georg Behringer aus.

Und, fühlen Sie sich schon mehr als Millionär? Wer sich übrigens ausführlicher dem autobiografischen Schreiben widmen möchte, dem sei meine Schreibwerkstatt „Das eigene Leben aufschreiben – Grundkurs Autobiografie“ ans Herz gelegt. An vier Montagvormittagen im Juni und Juli 2013 bekommen Sie wertvolle Werkzeuge an die Hand, die Ihnen dabei helfen, Ihr Leben schreibend aufzubereiten. Und, schreiben Sie mit?

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Teetintenherz – wie ein paar Blättchen und kochendes Wasser zum Schreibelixier werden

Auf Reisen genieße ich Tee beim Schreiben. An Orten, die man gemeinhin als „Café“ bezeichnet und nicht als „Tee“. Ich nehme mein Notizbuch und schreibe einfach drauf los. Schreibdenken nennt Ulrike Scheuermann das, eine wunderbare Methode, um das Durcheinander der ToDo’s im Kopf, die Reiseerlebnisse, die herumfliegenden Ideen zur Ruhe kommen zu lassen. Was man beim Schreiben in Cafes und beim Teetrinken alles erleben kann:

Wie die Schneeflocken in einer Schneekugel senken sich durch das Schreiben die Gedanken, die Buchstaben auf dem Papier schaffen Frieden. Dazu die Tasse Tee, Earl Grey oder Irish Afternoon. In den Schreibpausen beobachte ich die anderen Menschen im Café und lasse mich durch sie inspirieren. Der feine Duft des Tees regt mein Denken an. Der Tee wärmt von innen.

Das Schreibdenken auf Reisen genieße ich am Liebsten in England oder Irland. Denn da wird Tee in den meisten Fällen mit Liebe zubereitet – und zählt vor allem zu den bekannten Alternativen zum Kaffee. Das ist nicht überall so. Meine Liste internationaler Tee-Erfahrungen weist wunderschöne Teemomente auf, aber auch solche, die durchaus nicht auf der Genussliste ganz weit oben anzusiedeln sind. Teetrinken in Italien ist so ein Beispiel, wo der irgendwo hergekramte Teebeutel in einer Espressotasse landete, mit der Espresso-Wassermenge aus der Kaffeemaschine aufgegossen und auf das Tablett in der Cafeteria der Autobahnraststätte gedonnert wurde.

#TeaFail – Teeglas, Kaffeesahne. Ohne Worte.

Manchmal ist Teetrinken auch in Deutschland eine Herausforderung

Denn die Gaststättenausrüster haben wohl in grauen Vorzeiten einmal beschlossen, dass es eine gute Idee sei, Tee in Teegläsern zu servieren. Wahrscheinlich stand ein ehemaliger Autogrill-Mitarbeiter an der Spitze der Produktentwicklung. Oder genießen andere Menschen Brandblasen an dem im Miniaturhenkel stecken gebliebenen Finger? Oder wollen die meisten Teetrinker den köstlichen Teeduft einfach nicht riechen und sind deshalb an besonders geringen Durchmessern  der durchsichtigen Teegefängnisse interessiert? Oder wollen sich die meisten Café-Besucher ihre kalten Hände nicht einfach nur aufwärmen, sondern sich gleich ordentlich am dünnen Teeglas verbrennen?

Ich kann so nicht arbeiten!

Herausforderungen beim Teebestellen gibt es viele. Auf der #TeaFail Hitliste ganz oben: Gar kein Tee im Angebot. So erlebt bei einem Barcamp im München. Oder: Es gibt keinen Schwarztee. Wenn, dann nur lasche Sorten ohne Geschmack. Oder: Es gibt keine frische Milch dazu. Oder keinen Honig. Der Tee wurde nicht mit kochend heißem Wasser aufgebrüht, sondern das Wasser kommt lauwarm bei mir an, damit ich den Teebeutel oder das viel zu volle Teesieb dann erst reinhängen kann. Oder: Das heiße Wasser riecht eindeutig nach Kaffee! Spitzenteeglaserlebnis in einem Münchner Café: Ich: „Würden Sie mir den Tee bitte nicht in einem Glas, sondern in einer der schönen großen Cappucino-Tassen da drüben servieren?“ In der Bar stehen ca. 20 frische Tassen. Außer mir sind noch zehn Personen im Raum. Bedienung: „Nein, das geht leider nicht. Wir haben zu wenig von den Cappucino-Tassen.“ Ach so.

Köstlicher Tee im Hotel Bayerischer Hof in München

Teekultur sieht anders aus: In München kann man z.B. wunderbare Teerfahrungen im Hotel Bayerischer Hof oder im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski machen. Erleuchtende Schreibstunden mit Tee empfehle ich außerdem in einer der Filialen von „The Victorian Teehouse“. Dort gibt es Ruhe, Menschen im Service, die etwas von Tee verstehen und eine große Auswahl unterschiedlicher Sorten. Da fällt mir das Schreibdenken noch viel leichter!

In meinem Lieblingsblog las ich vor kurzem einen Artikel darüber, wie Leo Babauta mit einem Daoistischen Teemönch einen besonderen Teemoment erlebte. Der Mönch verriet ihm, dass man – damit der Tee den Menschen verändern kann – ihm einen heiligen Raum im Herzen schaffen sollte. Eine traumhafte Schreibinspiration: Wie fühlt sich so ein heiliger Ort an? Was kann da außer Tee sonst noch Platz haben? Leo Babauta meint: Wenn man einen heiligen Raum in seinem Herzen für etwas schafft, ändert sich die Art und Weise, wie man etwas tut. Er verändert den Menschen auf der molekularen Ebene.

Wie ist das bei Ihnen? Wenn Sie wollen: Schreiben Sie doch darüber, welche drei Dinge, Handlungen, Menschen einen solchen heiligen Raum in Ihrem Herzen bekommen und wie sie ihn erschaffen? Und vielleicht haben Sie später auch noch Lust, darüber zu schreiben, ob und wie der heilige Raum etwas verändert hat?

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Wie Sie ins Schreiben kommen

Schreibwerkstatt

Da ist es, das weiße Blatt Papier vor mir. Es soll was drauf: Eine spannende Geschichte, ein informativer Artikel, ein Liebesgedicht oder ein Leserbrief. Doch nichts passiert. Der erlösende rote Faden stellt sich nicht ein, kein Gedanke für einen guten Anfang kommt daher. Was tun? Hier habe ich ein acht Techniken zusammengestellt, die mir bis jetzt zuverlässig dabei geholfen haben, eine Schreibblockade zu überwinden:

  1. Fragen Sie Google: Früher hätte man im Lexikon nachgesehen oder im Duden Synonymwörterbuch. Heute nutzen wir Suchmaschinen als Inspirationsquellen. Geben Sie Schlagwörter rund um Ihr Thema bei Google oder Google News oder bei der Bildersuche ein und schauen Sie was kommt. Ist ein Artikel, eine Schlagzeile, eine Quelle, ein Bild dabei, das Sie inspiriert?
  2. Fragen Sie Ihre Leser: Mein Lieblingsblogautor Leo Babauta war eines Tages auf der Suche nach einem Thema für seinen nächsten Blogbeitrag. Also stellte er über Twitter die Frage an seine Fangemeinde: „Wo habt Ihr Probleme und wie kann ich Euch dabei helfen?“ Seine Twitter-Follower antworteten prompt und wünschten sich Hilfe rund um die Themen Motivation und Aufschieberitis. Und schon hatte er dadurch, dass er etwas gefunden hatte, womit er anderen helfen kann, ein Thema für seinen nächsten Artikel.
  3. Schalten Sie nervende Störungsquellen aus: Deaktivieren Sie die Email-Benachrichtigungen in Outlook, schalten Sie das Telefon auf Flugmodus, verwenden Sie am besten einen analogen Schreibtisch ohne PC, gehen Sie raus und schreiben Sie, wo Sie sonst nie schreiben. Eine Fülle von Anregungen hierfür finden Sie hier.
  4. Langweilen Sie sich: Kreativität braucht Zeit und Raum. Graben Sie im Sand, machen Sie etwas, was Sie noch nie getan haben, gehen Sie spazieren, stricken Sie ein paar Reihen, fahren Sie mit dem Fahrrad ums Haus, basteln Sie ein Papierschiff, malen Sie ein Bild. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Geistesblitze Ablenkung brauchen und Kreativität leichter durch das Schweifenlassen der Gedanken entstehen kann.
  5. Sorgen Sie stets dafür, dass Sie inspiriert bleiben: Die amerikanische Autorin Julia Cameron empfiehlt in ihrem wunderbaren Buch „Der Weg des Künstlers: Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität“ zwei wichtige Tools, um den inneren Künstler zu pflegen: Das Schreiben der Morgenseiten und regelmäßige Verabredungen mit sich selbst. Bei diesen Treffen mit dem inneren Künstler geht es darum, z.B. neue Musik, Theateraufführungen, Kunstausstellungen, Architektur zu erkunden und inspirierende Menschen zu treffen. So kommen neue Ideen in den Kopf.
  6. Fangen Sie einfach an: Auch wenn Sie weder den roten Faden, die spannende Geschichte, den genialen Redeneinstieg gefunden haben: Legen Sie einfach los und schreiben sie auf das Papier, was Ihnen gerade einfällt. Versuchen Sie das wenigstens 15 Minuten lang. Dann dürfen Sie aufhören und ein paar Stunden später oder am nächsten Tag daran weiterarbeiten. Sie werden sehen, dass Ihnen beim Schreiben so viele Ideen kommen, dass Sie dann nicht mehr aufhören wollen!
  7. Seien Sie dankbar: Der amerikanische Blogautor Leo Babauta denkt, wenn er gerade nicht in der Stimmung ist, etwas zu tun, darüber nach, welch großartiges Geschenk er mit seinem wunderbaren Leben und den tollen Menschen darin bekommen hat. Dann fragt er sich, wie er dieses Wunder am besten nutzen will. Wäre es nicht eine Verschwendung, wenn er die wenige Zeit in diesem Leben mit Sinnlosigkeit und Faulheit verbringen würde? Zwischendurch abhängen ist ja OK, doch Leo Babauta möchte auch etwas schaffen, um Menschen zu helfen und etwas Erfüllendes zu tun, das ihm Freude bringt. Und schon kommen die nächsten Ideen für die nächsten Schritte…
  8. Schreiben Sie mit anderen: In Schreibwerkstätten fällt es durch die Schreibimpulse, die in jeder Sitzung gestellt werden, viel leichter, zu Ideen und Geschichten zu kommen. Das Schreiben in der Gruppe fügt dieser Wirkung einen Verstärker hinzu: Das Feedback der Teilnehmer – und hier geht es immer nur um emotionales Feedback, vergessen Sie Stilkritik und literarisches Quartett – lässt Sie die Dinge in einem anderen Licht sehen. Ebenso lernen wir durch das Vorlesen der Texte der Mitschreibenden. Es ist oft erstaunlich, was acht Menschen aus einem Thema machen können: Acht völlig unterschiedliche Geschichten, inspirierend, vielfältig, bereichernd für die eigene Gedankenwelt. In einer Schreibwerkstatt herrscht stets eine wertschätzende Atmosphäre ohne Zwang, den Literaturnobelpreis herbei zu formulieren oder Vorzulesen. Alles kann, nichts muss.