Trüffelschweinstrategie für Schreibprojekte: Listen schreiben

Einkaufslisten oder ToDo-Listen schreiben wir beinahe täglich. Sie strukturieren unsere Abläufe und Einkäufe, lenken den Blick auf das, was wichtig ist und halten uns zuweilen davon ab, den Überblick zu verlieren. Das Listenschreiben ist aber auch ein wertvolles Werkzeug zum Sammeln und Strukturieren von Schreibinputs im kreativen Schreiben.

Einfach nur Dinge untereinanderschreiben? Ja, denn Listen sind die Multitalente, wenn es um die Vorbereitung beim Schreiben geht: Listen organisieren unsere Recherchen. Listen führen Ihre Gedanken an neue Orte oder an solche, an denen Sie schon einmal gewesen sind. Listen beleuchten Themen von unterschiedlichen Seiten, helfen dabei, aus Mosaiksteinchen das große Ganze zu bauen. Listen strukturieren das Durcheinander in unserem Kopf. Listen liefern Ihnen frisches Gedankenfutter über Details und Blickwinkel, Dinge und Aktivitäten, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Fangen Sie doch gleich mal an und schreiben Sie ein paar Listen zu diesen Themen:

  • 10 Ereignisse, die Biografen später mal in Ihrer Lebensgeschichte als besonders bedeutsam herausheben werden
  • 5 Tische, an denen Sie gegessen haben
  • 5 Blogideen, die Sie beim nächsten Bloggerstammtisch besprechen wollen
  • 7 Bücher, die Sie auf eine einsame Insel mitnehmen würden
  • 4 Frisuren, die Sie in Ihrem Leben schon hatten

Unter den Titel Ihrer Liste schreiben Sie die Wörter, Begriffe, Gefühle, Dinge wie in einer Einkaufsliste oder ToDo-Liste darunter. Sie können die Liste von vorne herein auf eine Zahl von Punkten beschränken oder als Endlosliste führen und immer dann ergänzen, wenn Ihnen etwas zum jeweiligen Listenthema einfällt. Es hilft, wenn Sie Ihr Notizbuch immer dabeihaben! Ich schreibe Listen übrigens am liebsten mit der Hand.

Ist Ihre Liste fertig? Spüren Sie, in welchen Begriffen für Sie die meiste Energie steckt. Nutzen Sie diese

  • als Inhalt, Inspiration, Suchworte oder Anhaltspunkte für Ihre Artikel,
  • als Input für die Liste der Dinge, die Sie im Rahmen Ihres Schreibprojekts erledigen möchten,
  • als Start von neuen Listen zu jedem der Punkte, die Sie aufgeführt haben, oder
  • als Richtung, in die Sie weiterschreiben möchten.

Zu jedem der identifizierten Begriffe können Sie wieder eine neue Liste erstellen. Wenn Sie sich Themen für Listen stellen, konzentrieren Sie sich eher auf Details und Aspekte, nicht auf große komplexe Fragestellungen. Sonst werden Ihre Listen zu lang und sind nicht mehr hilfreich.

Listen können Ihnen z.B. auch beim Tagebuchschreiben helfen: Wenn Sie wenig Zeit haben und das Tagebuchschreiben schätzen, aber keine langen Texte verfassen wollen, dann halten Sie die Ereignisse und das Erreichte des Tages einfach in Form einer Liste fest. In diesem Artikel wird die Technik des Dot Journaling festgehalten. Auch ein Dankbarkeitstagebuch lässt sich in Listenform schreiben.

Auch beim Schreiben von Artikeln oder Emails sind Listen ein wirksames Werkzeug, denn sie ermöglichen dem Leser die schnelle Aufnahme der Information. Texten geben Listen Struktur, erlauben ein rasches Querlesen und verbessern die Lesbarkeit. Eine wichtige Technik in Zeiten der kurzen Aufmerksamkeitsspannen.

An welcher Liste schreiben Sie gerade?

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