Die 20-Jahre-Serie, Folge 4: Wie man den Wunderkerzen-Momenten im Business den Weg ebnet

20 Jahre Selbständigkeit Daniela HeggmaierMühelos und leicht – immer wenn sich Business-Erfolg für mich so angefühlt hat, war Serendipity im Spiel. Serendipity? Im Rahmen des vierten Teils meiner 20-Jahre-Artikelserie gehe ich dem Erfolgsgeheimnis für spielerisch-leichtes Business nach.

Immer, wenn ein Erfolg leicht, mit Vergnügen und beinahe „von alleine“ auf meinen Schreibtisch schwebt, dann habe ich einen ganz persönlichen Wunderkerzen-Moment: Dann will ich feiern, Blumen streuen, Prickelgetränke und Torte genießen – und eine Wunderkerze anzünden!

Bloggen Sichtbarkeit Machen

Von allein? Nein, von alleine passiert natürlich nichts. Intensives Engagement, Beharrlichkeit und Kontinuität gehören genauso zum beruflichen Erfolg wie Leistung und Professionalität. Aber es gibt noch ein Element, nämlich Serendipity. Wikipedia erklärt Serendipity so:

Der Begriff Serendipity bezeichnet eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist. Verwandt, aber nicht identisch ist die weiter gefasste Redewendung vom glücklichen Zufall.

Ein glücklicher Zufall, in meinem Leben war das z.B. ein guter Tipp, ein inspirierender Mensch, der mir vorgestellt wurde, eine Empfehlung, die zu einem neuen Kunden führte, etwas Interessantes, das ich z.B. in einem Seminar lernen durfte und mir neue Geschäftsfelder erschlossen hat.

Wie sind diese glücklichen Zufälle zu mir gekommen? Ich habe vieles dafür getan, den glücklichen Zufällen den roten Teppich auszulegen. Die Voraussetzung für das Finden von den so genannten glücklichen Zufällen ist in meinen Augen das, was ich als „Füllhorn-Strategie“  bezeichne.

Füllhorn-Prinzip

Das Füllhorn (…) ist ein mythologisches Symbol des Glückes. Es ist mit Blumen und Früchten gefüllt und steht für Fruchtbarkeit, Freigebigkeit, Reichtum und Überfluss.

Was hat das Füllhorn mit 20 Jahren Selbständigkeit zu tun? Meine Grundannahme: Aus Fülle entsteht Fülle. Großzügigkeit ist wichtig. Das Urvertrauen zu entwickeln und zu bewahren, dass stets das Beste geschehen und das Füllhorn immer reichlich gefüllt sein wird, ist dafür die Voraussetzung. Mit dieser Haltung bin ich auf Netzwerktreffen gegangen. In Pitches. In die Social Media. Aus dieser Haltung heraus schreibe ich meinen Blog und gestalte meine Selbst-PR.

Die Geisteshaltung der Fülle ist elementar für mein Business:

  • Ich teile meine Erfahrungen und mein nützliches Wissen mit anderen Menschen, denn daraus wird neue Fülle entstehen.
  • Ich teile die Ideen, Angebote und Inspirationen der anderen, denn wenn es anderen gut geht, geht es mir auch gut.
  • Ich teile mein Wissen, auch wenn es der „Mitbewerb“ liest, denn es sind immer genug Aufträge und Kunden für alle da.

Das Gefühl der Fülle erfahre ich immer dann, wenn ich im Vertrauen bin. Im Vertrauen in das Wohlwollen anderer Menschen und im Vertrauen mir selbst gegenüber. So komme ich in dieses Mindset:

  • Ich halte mir meine positiven Erfahrungen regelmäßig vor Augen.
  • Ich wertschätze meine Ressourcen und mein Netzwerk.
  • Ich übe mich täglich mehrmals in Dankbarkeit, denn sie ist der Motor, der mich immer wieder antreibt – auch wenn es sich für mich manchmal schwer anfühlt.
  • Ich liebe die Menschen, für die ich arbeite, und die meinen Weg begleiten. Und mich selbst.

Das Bild dazu in meinem Kopf: Ich stehe vor einem großen Wirkungsfeld voller Menschen. Ich gebe Liebe an verschiedene Menschen auf dem Feld. Zum Beispiel durch Hilfe, einen Rat, Unterstützung, Wertschätzung, Zuhören, eine Empfehlung oder Aufmerksamkeit.

Ich habe erfahren: Die Liebe wird wieder zu mir zurückkommen. Manchmal von den Menschen direkt, denen ich helfen konnte. Manchmal an ganz anderer Stelle, von ganz anderen Menschen. Zu Gelegenheiten und Zeitpunkten, die ich zu Beginn meiner Selbständigkeit 1996 nie für möglich gehalten hätte.

Love is all around you

In 20 Jahren Selbständigkeit habe ich immer wieder wunderschöne Wunderkerzen-Momente erlebt. Zum Beispiel unglaubliche Empfehlungen, die aus dem Schema der klassischen Kundenakquise deutlich herausfielen. Nur ein paar Beispiele:

  • Journalisten haben mich an neue Kunden empfohlen.
  • PR-Kollegen haben mich für Agentur-Projekte empfohlen.
  • Kunden haben mich neuen Kunden empfohlen.

Für mich verblüffend: Einige dieser Empfehler, Unterstützer und Multiplikatoren, die sich für mich eingesetzt hatten, kannte ich gar nicht besonders gut. Manchmal war es nur eine kurze Begegnung mit einem Lächeln, ein guter Ruf, der mir vorauseilte oder sichtbar gute Leistungen, die andere motiviert hatten, mich zu empfehlen. Nie waren Provisionen im Spiel. Nie.

Diese glücklichen Zufälle bezogen sich nicht nur auf Empfehlungen. Manchmal habe ich einen guten Rat bekommen oder wurde in einem neuen Kreis engagierter Menschen mit offenem Herzen aufgenommen. Was den roten Teppich auch noch einladender macht: Humor und Vergebung. Vergebung für die Fehler der anderen und die Fehler, die ich selbst immer wieder begehe.

Liebe kommt zu uns, Liebe geben wir an andere Menschen. Wir sind die Kanäle und Verteiler. Nicht nur im Privatleben, auch im Business.

Manchmal kann man einem Menschen direkt etwas zurückgeben. Manchmal kann man etwas für andere tun. Das Wissen um diesen – am Schluss immer ausgeglichenen – Fluss des Wohlwollens, hat mir so vieles erleichtert. Mit Urvertrauen um Hilfe bitten, erwartungsfrei lieben, Dankbarkeit leben – wenn das gelingt, ist alles leicht. Auch das Business.

Wann haben Sie einen Wunderkerzen-Moment?

Bisher in dieser Serie erschienen:

Die 20-Jahre-Serie, Folge 3: Alles Pareto oder wie ich lernte, die Backmischung zu lieben

Die 20-Jahre-Serie, Folge 2: Wie man sich ein gutes Netzwerk aufbaut

Die 20-Jahre-Serie, Folge 1: Serendipity oder die Gefühle des Selbständigen-Glücks

3 Einträge zu „Die 20-Jahre-Serie, Folge 4: Wie man den Wunderkerzen-Momenten im Business den Weg ebnet

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