Die Sichtbarkeitswende und 7 höchst erfreuliche Nebenwirkungen des Bloggens – Folge 5 der 20-Jahre-Serie

Bloggen Nebenwirkungen

Er ist mein Vertriebschef und Chief Communication Officer zugleich: Mein Blog. Seit knapp zwei Jahren begleitet er mich und hat mein Business ordentlich verändert. Warum man vom Bloggen keinen Ausschlag kriegt, wie man dadurch Produkte erfindet und wie das ist, plötzlich sichtbar zu sein.

„Bloggen? Ich probiere das mal aus!“, das dachte ich mir so vor ein paar Jahren. Ich experimentierte mit zwei Versuchsblogs, bis ich im Januar 2015 dann www.danielaheggmaier.com veröffentlichte. Eine gute Entscheidung, denn seither hat sich jede Menge getan!

Mal wieder eine Gelegenheit, eine Wunderkerze anzuzünden und zu feiern: Der Blog erwies sich als echter „Gamechanger“, als ein messbarer Hebel für mein Business.

Ja, ich wusste, dass ein Blog die Sichtbarkeit erhöht und dass er eine Referenzmappe für meine Arbeit im Internet darstellt. Was ich nicht ahnte: Er hat eine Reihe von Nebenwirkungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Nein, ich meine weder juckende Hautausschläge noch Herzrasen. Mein Blog hat wirklich positive Nebenwirkungen!

Fakt: Als PR-Frau hatte ich immer PR FÜR ANDERE gemacht. Meist für Unternehmen aus der IT-Branche. Nie für mich. Wieso auch? Mein Netzwerk funktionierte, der Strom der Empfehlungen riss nicht ab. Ach ja: Und der Schuster hat je bekanntlich immer die schlechtesten Leisten!

Warum also in etwas investieren, was Zeit, Geld und Mühe kostet? Und eine Sichtbarkeit erzeugt, die ich gar nicht brauchte?

Und dann kam alles anders

Es wurde Zeit für ein neues Business. Schreiben, publizieren, PR für Menschen. Nicht komplexe IT-Produkte, sondern Menschen, die ihr Business vorantreiben wollen. Mit begeisternden Ideen, Dienstleistungen und Initiativen. Ich erkannte: Dafür schlägt mein Herz!

Um diese Kunden zu finden, reichte der Strom der Empfehlungen am Anfang nicht aus. Ich spürte: Ich muss mit mehr Menschen in Kontakt kommen, um die zu finden, für die ich arbeiten möchte. Ich brauchte Sichtbarkeit, ich musste neuen Menschen erzählen, was Selbst-PR für sie tun kann. Ich brauchte einen Kanal für die Botschaften, die ich als Teil meiner Lebensaufgabe sehe: Menschen Ausdruck zu verleihen und sie mit ihren Ideen und ihrem Business sichtbar zu machen.

Im Januar 2015 startete ich den Blog: Zwei Tage lang gestaltete ich das Theme, fügte Beiträge aus den vorangegangenen Blogs ein und richtete meine Social Media Kanäle darauf aus. Und die Wirkung?

  1. Fanpost: Ja, Sie haben richtig gelesen. Nicht nur Kommentare im Blog oder meiner Facebook-Fanpage, sondern richtige Post aus Papier, vom Briefträger gebracht. Was für eine Freude! Und dann wurde mein Blog nominiert für den Isarnetz Blog Award 2016: Da prasselten jede Menge Nachrichten, wie „Meine Stimme hast Du!“, „Du hast es verdient … das ist super“ oder „Den haste dir aber auch mit guten Beiträgen wirklich verdient!!!“ in mein Postfach! Besonders schön: Die Rückmeldungen und Kommentare kamen teilweise von Menschen, die ich gar nicht als aktive Blogleser wahrgenommen hatte! Übrigens: Wenn Sie mir noch Ihre Stimme schenken wollen, dann können Sie noch bis Ende Oktober 2016 hier abstimmen. Danke!
  2. Business: Ich bekomme Anfragen und Aufträge, direkt aus Blogartikeln heraus. Ich werde empfohlen, mit dem Link zu einem Blogartikel. WOW!
  3. Ein Image als Expertin: „Das machst Du also?“ „Und das machst Du also auch? Toll!“ Know-how wird sichtbar. Expertise, Erfahrung, Fachkenntnis, Know-how, Empfehlungen, Nützlichkeit – all das, was ich bislang als selbstverständlich hinnahm und konsequent vor anderen verschwieg, wurde plötzlich offenkundig.
  4. Besseres Netzwerken: Durch Interviews biete ich anderen Experten eine Bühne. Das schafft Beziehung. Gemeinsam erreicht man mehr. Mit der Bitte um ein Interview kann ich interessante Menschen mit mehr Leichtigkeit ansprechen, als wenn ich sie einfach nur so kennenlernen möchte. Ich habe durch den Blog mein Netzwerk erweitert und Menschen kennengelernt, die ich sonst nie getroffen hätte: Durch Kommentare. Durch Empfehlungen. Durch Links. Und ich habe sogar eine Freundin gefunden! Nach meinem Vortrag zum Thema „Clever netzwerken mit Blogs“ in Frankfurt vor ein paar Jahren lernte ich kurz die wunderbare Petra Becker kennen. Sie verließ die Abendveranstaltung mit dem festen Vorsatz, einen eigenen Blog zu starten. Sie legte los mit dem International Art Bridge  Blog und so lasen wir monatelang gegenseitig unsere Blogartikel. „Ja, genau!“ oder „Das ist ja sehr interessant!“ – das dachten wir beide beim Lesen. Wir trafen uns Jahre später wieder und hatten das Gefühl: „Ich kenne Dich schon ewig!“. Das Bloglesen hatte greifbare Bilder der Persönlichkeiten entstehen lassen und bildet die Grundlage für eine wunderbare Freundschaft, die trotz der Distanz München – Frankfurt lebt von einem wertvollen Austausch auf Augenhöhe.
  5. Mehr Bekanntheit: Ich gehe auf Veranstaltungen und die Menschen erkennen mich. Ohne, dass ich sie vorher getroffen hätte. Hier  berichte ich über zwei Ereignisse dieser Art. „Bekanntsein“ ist zwar für mich immer wieder eine Überraschung, aber für die Wirksamkeit des Bloggens eine absolute Bestätigung.
  6. Bloggen macht Produkte: Das Schreiben von Blogbeiträgen setzt regelmäßiges Nachdenken über Kundenbedürfnisse voraus. In meinem Fall jede Woche: Was beschäftigt meine Leser? Was möchten Sie wissen? Was von meinem Wissen brauchen Sie, damit sie erfolgreich sein können? Ein Beispiel: Aus meinem Artikel darüber, wie man seine Kunden mit einem eMail-Newsletter begeistert, ist ein Workshop geworden.
  7. Ein Kanal für meine Passion: Es gibt Themen, die mir einfach am Herzen liegen. Zum Beispiel, dass „sichtbar als Expertin“ nicht gleichbedeutend ist mit „jetzt muss mein ganzes Privatleben an die Öffentlichkeit“. Dass beruflicher Erfolg in vielen Fällen das Resultat einer kontinuierlichen Selbst-PR und aktiven Netzwerkens ist. Dass Schreiben eines der mächtigsten Selbstmanagement-Werkzeuge ist, das wir haben. Dass wir Liebe, Werte, Dankbarkeit und Großzügigkeit im Business brauchen, um unseren Kindern eine bessere Welt zu hinterlassen. Ja, mein Blog bietet mir einen Kanal, über den ich zu diesen Themen einen Beitrag liefern und zur öffentlichen Diskussion beitragen kann. „Ach ja stimmt, das habe ich in Deinem Blog gelesen!“ höre ich jetzt ganz oft und dann merke ich wieder, wie aufmerksam die Blogleser mitverfolgen, welche Themen ich im Blog anspreche. Das gibt mir ein Gefühl der Selbstwirksamkeit: Ja, ich kann inspirieren und vielleicht im Kleinen etwas verändern.

Wahrscheinlich gibt es noch 879 mehr positive Nebenwirkungen des Bloggens, z.B. dass man durch das kontinuierliche Schreiben seinen Schreibstil verbessert, man Bücherprojekte ins Laufen kriegen kann und man seine Sichtbarkeit in den Suchmaschinen optimieren kann. Doch die fühlten sich vorhersehbarer an.

Es gibt auch Nebenwirkungen, die ein bisschen anstrengend sind, z.B. regelmäßig die Zeit für das Schreiben und das Teilen der Beiträge auf den unterschiedlichen Plattformen aufbringen zu können. Aber in 20 Jahren Selbständigkeit hat sich für mich dieses Werkzeug als das Wirksamste erwiesen, um ein Business anzukurbeln. Der ganze Aufwand ist es wert. Jede einzelne Sekunde.

 

Wann wollen Sie mit dem Bloggen beginnen?

 

Bisher in dieser Reihe erschienen:

Die 20-Jahre-Serie, Folge 1: Serendipity oder die Gefühle des Selbständigen-Glücks

Die 20-Jahre-Serie, Folge 2: Wie man sich ein gutes Netzwerk aufbaut

Die 20-Jahre-Serie, Folge 3: Alles Pareto oder wie ich lernte, die Backmischung zu lieben

Die 20-Jahre-Serie, Folge 4: Wie man den Wunderkerzen-Momenten im Business den Weg ebnet

 

 

2 Kommentare zu “Die Sichtbarkeitswende und 7 höchst erfreuliche Nebenwirkungen des Bloggens – Folge 5 der 20-Jahre-Serie

  1. Pingback: Ganz einfach ich – #ganzeinfachich – Folge 6 der 20-Jahre-Serie | Daniela Heggmaier

  2. Pingback: Blog, Pressearbeit und Selbst-PR: Wie Sie das Jahr 2017 für sich nutzen können | Daniela Heggmaier

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