Die 20-Jahre-Serie, Folge 1: Serendipity oder die Gefühle des Selbständigen-Glücks

20 Jahre Selbständigkeit

Irgendwas zwischen Uaaaa und Jippiee! So fühlen sich 20 Jahre Selbständigkeit für mich an. 20 Jahre Public Relations: Schreiben, begeistern, vernetzen und spannende Themen in die Welt tragen. Zum Jubiläum startet meine neunteilige Blogserie über meine Top-Tipps rund ums Selbständigsein. In dieser Auftakt-Folge geht es darum, wie alles begann und warum mir einer von Deutschlands führenden Coaches den Start in die Selbständigkeit ausreden wollte.
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3 Fragen an Oliver Weber: Wie Online-Marketing dem Mittelstand helfen kann

Einkaufswege ändern sich: Ein Drittel der Social-Media-Nutzer hat sich schon für ein Produkt oder eine Dienstleistung entschieden, weil ihnen dies von Social-Media-Kontakten empfohlen wurde. Und doch scheinen viele Marketingabteilungen diesen Trend zu negieren. Da ist also Potential – für Public Relations und Marketing. Einer, der seit vielen Jahren Unternehmen berät, wenn es um Online-Marketing geht, ist Oliver Weber von MunichMarketing. Mit ihm habe ich über den Mittelstand gesprochen.
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Ich habe keine Zeit zu schreiben – und was man dagegen tun kann

Zeit zum Schreiben finden

Viele wollen es tun, aber nur wenige nehmen sich die Zeit dafür: Schreiben. Texte, Blogbeiträge, einen Roman, Kurzgeschichten, Märchen, Liebesbriefe, einen neuen Business Plan, die eigene Lebensgeschichte oder Gedichte – immer kommt etwas dazwischen. Immer scheinen andere Dinge wichtiger zu sein, zu tun, zu erledigen. Wie man das ändern kann? Diese sieben bewährten Strategien schaffen Abhilfe.
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„Liebster Award“, PR und Schreiben – 11 Antworten auf die Fragen von Jasmin Leheta

LiebsterAward

Mensch, hab ich mich gefreut, als ich von Jasmin Leheta eine Nominierung für den „Liebster Award“ bekommen habe! Empfehlen, vorstellen, Lob verteilen, netzwerken – da mach ich natürlich sehr gerne mit!

Was ist das, ein Liebster-Award? Diese Blogger-Initiative will tolle Blogs ins Rampenlicht holen. Wer nominiert ist, darf elf Fragen beantworten, elf seiner liebsten Blogs nominieren, die dann wieder elf neue Fragen an die von ihm empfohlenen Blogger stellen. Eine wunderbare Idee, denn es gibt so viele talentierte Blogger, die auf eine Bühne gehören!

liebster awardEin herzliches Dankeschön an Jasmin Leheta, die mich in ihrem Blog nominiert hat ! Sie schreibt zur Begründung: „Ich lerne so viel von ihr“, das freut mich sehr! Jasmin ist Styling Coach und sie hat es sich mit ihrem Blog zur Aufgabe gemacht, Menschen zu inspirieren, wenn darum geht, wie wir mit unserer Kleidung kommunizieren. Von Jasmin kann Frau und Mann in ihren Coachings und Vorträgen auch viel lernen, weshalb ich Euch ihren Blog sehr ans Herz legen möchte!

Hier sind Jasmins elf Fragen und meine elf Antworten:

1. Wieso bist du unter die Blogger gegangen?
Das Bloggen vereint viele meiner Leidenschaften – Schreiben, Fotografieren, Publizieren, Vernetzen. Deshalb habe ich angefangen, die Themen, die mir persönlich wichtig sind und die mir in der PR-Welt sowie beim Schreiben so begegnen, bloggend zu beleuchten. Zuerst hatte ich die Themenbereiche „Schreiben“ und „PR“ in zwei Blogs getrennt, seit Anfang 2015 habe ich sie unter www.danielaheggmaier.com zusammengeführt.

Ich bin eine ‚Ausdrucksbloggerin‘ und möchte die Menschen vielseitig inspirieren. Denn in einer Zeit, in der wir als z.B. Coach, Künstler oder Berater Beruf auf Knopfdruck vergleichbar sind, kommt es auf die Persönlichkeit eines Dienstleisters an. Und in einem Blog kann man die zeigen, unaufdringlich und nützlich.

2. Wie sieht dein Blogger-Alltag aus?
Bunt, kreativ, kommunikativ: Die Artikelideen entwickle ich aus den Fragen, die mir immer wieder z.B. bei meinen Vorträgen, bei den Mastermind Bloggers oder in meinen Schreibwerkstätten gestellt werden. Ein Literarischer Salon inspiriert durch Buchvorstellungen.

Dann geht’s ans Schreiben, ans Illustrieren, Veröffentlichen und Teilen. Mein wichtigstes Tool ist mein Notizbuch, in das ich all meine Themenideen hineinschreibe. Da ich gerne schreibe, muss ich mir dafür keinen festen Termin eintragen: Mal schreibe ich abends, mal morgens, wenn genug Ruhe da ist.

3. Wie hat dein Blog dein Leben verändert?
Ich bin viel sichtbarer geworden, Neukunden finden mich und meine Angebote in der Suchmaschine.

Die Menschen sprechen mich an auf das, was ich tue. „Das machst Du also auch?“ höre ich dann oft. Oder: „Toll, was Du wieder geschrieben hast!“

Früher habe ich meine Kunden ausschließlich über Empfehlungen bekommen. Heute sind die Empfehlung und das Netzwerken weiterhin meine wichtigsten Kanäle. Aber die Menschen, mit denen ich einmal in Kontakt gekommen bin, kann ich einfacher kontinuierlich über den Blog erreichen: Mit nützlichen Informationen.

Bloggen hat mich bekannter, erfolgreicher gemacht und stärker vernetzt: Mit interessanten Menschen, die ich ohne Blog nie kennengelernt hätte, sowie mit Projekten und Ideen, die man in einem Blog zusammen weiterspinnen kann.

4. Wie hat dein Blog das Leben deiner Leser verändert?
Ich inspiriere sie: Zum Schreiben, Lesen, Netzwerken. Eine Leserin hat mir beispielsweise erzählt, dass sie sich die Bücher aus den Leseempfehlungen des Literarischen Salons kauft und davon ganz begeistert war.

Eine andere Leserin hat mir erzählt, dass sie diesen Artikel über Die 26 besten Schreiborte im Sommer, übrigens der Blogpost mit den meisten Aufrufen, immer wieder durchliest, um in Schreibstimmung zu kommen.

Und zu einem Blogprojekt mit Unternehmerinnen-Interviews, das ich für den Woman’s Business Club 2013 und 2014 realisiert habe, hat mir erst vor kurzem eine Managerin erzählt, dass sie den Blog fast täglich anschaut, um die vielen Inspirationen der einzelnen Frauen aufzunehmen. Das hat mich wirklich sehr gefreut.

Ich merke: Die Menschen lesen Blogs, geben wertschätzendes Feedback jedoch immer im persönlichen Gespräch. Bloggen wirkt!

5. Was machst du sonst noch so, wenn du nicht bloggst?
Meine Aufgabe ist es, UnternehmerInnen schreibend eine Stimme zu verleihen, PR-Projekte umzusetzen und Menschen über das Schreiben den Zugang zu ihrer inneren Stimme zu verschaffen.

Dazu gehören z.B. zuhören, beraten, Schreibwerkstätten für kreatives und autobiografisches Schreiben in unserem Wintergarten in Gröbenzell, lesen, für PR-Agenturen arbeiten, Vorträge, Blog- und Social Media Workshops, fotografieren, Ghostwriter sein, Projekte für Corporate Publishing, z.B. App-Magazine, Newsletter oder Zeitschriften entwickeln, kuratieren und texten, Interviews führen, Texte redigieren, in meiner Lieblingsstadt London schreiben, internationale Teeerfahrungen sammeln und vieles mehr…

6. Warum würdest du gerne mal …. treffen?
Arianna Huffington – die find ich richtig klasse. Sie stellt ein weltweites journalistisches Blogprojekt auf die Beine und tritt – nach einem Burnout – für eine vernünftige Lebensführung ein. Ich folge ihrer Facebook-Seite und was sie postet, hat Hand und Fuß.

Bei einer Tasse Tee würde ich gerne ihre Zukunftseinschätzung für den Online-Journalismus und Bezahl-Modelle für Medien im Internet kennenlernen. Und mich interessiert, was sie in den einzelnen Ländern mit den Ausgaben der Huffington Post so alles erlebt. Interkulturelles Arbeiten hat mich durch 25 Jahre europäisch-eingebundene IT-PR-Arbeit immer begeistert.

7. Was ist dein Lieblingsplatz auf der Welt?
Der, auf dem ich gerade bin.

8. Welches Outfit wünschst du dir von den Modedesignern?
Ich will Outfits, die Frauen auch wirklich schöner machen! Ich persönlich freue ich mich über leuchtende Farben, königliche Mäntel, fließende Stoffe und Kleider, die weibliche Vorzüge zur Geltung bringen. Mir gefällt romantische Mode mit Blumen und Spitze. Mein Role Model für die nächsten 50 Jahre ist Iris Apfel: More is more and less is a bore – sagt sie.

Und ich finde es toll, dass auf der Vogue vom August 2015 stand: ‚Express yourself‘. Das ist ein Trend in die richtige Richtung: Die Gegenbewegung zur Uniform, zum Business-Anzug, zum schwarzen Rolli der IT-Nerds. Was ich bisher für den Herbst/Winter 2015/16 gesehen habe, sieht toll aus: Bunt, gemustert, verspielt, mutig, lebensfroh. I like!

9. Was sind deine 3 wichtigsten Werte?
Freiheit, Tatenstattworte und Yin&Yang. Ich habe in meiner jährlichen „Lebenswerkstatt“  intensiv mit anderen Vordenkerinnen an meinem Wertesystem gearbeitet und für mich ein Werte-ABC definiert. Eine Liste mit 364 Werten, die daraus entstanden ist, kann man übrigens hier herunterladen.

10. Deine liebste Jahreszeit? Und warum?
Der Herbst: Die leuchtenden Farben, die Blätter, Apfelrohrnudeln mit Vanillesoße und – Kastanien! Ich liebe Kastanien, lege sie auf Tische, in meine Mantel- und Handtasche, kann meine Augen nicht von ihrem Glanz abwenden. Oktoberfest, Dirndl, frische Brezen, Ernte und Dankbarkeit. Zeit, zu schreiben. Vorfreude!

11. Welchen Herzenswunsch willst du noch verwirklichen?
Ich wünsche mir ein Gut. Im Süden oder Westen von München. Darin gibt es Wohlfühl-Seminarräume sowie eine Bibliothek für meine Schreibwerkstätten und Workshops. Autoren halten hier Lesungen. Konzerte und Vernissagen, Think Tanks und Zukunftswerkstätten finden statt. Mehrere Generationen leben dort. Viel Natur. Der Geist von Ralph Waldo Emerson und Henry David Thoreau weht durch die Allee entlang der Auffahrt und durch die Stallungen. Kinder spielen auf der Streuobstwiese. „Alle kommen vorbei – ich brauch‘ nie rauszugehen“ – das singt schon Peter Vox in seinem Lied „Das Haus am See“. So ähnlich. Nur viel schöner, denn manchmal werde ich mir die Haare schön machen und rausgehen. Einfach so.

Hiermit wandert der „Liebster Award“ weiter und ich freue mich auf Eure Antworten auf meine 11 neuen Fragen:
1. Was war für Dich die Initialzündung zu sagen „Jetzt blogge ich“?
2. In einem Satz: Wie lautet die Kernbotschaft Deines Blogs?
3. Was möchtest Du mit deinem Blog erreichen? Dieses Jahr, in fünf Jahren, in zehn Jahren?
4. Wenn Du Bundeskanzlerin wärst, worüber würdest Du bloggen?
5. Welcher ist der Blogpost, auf den du am meisten stolz bist?
6. Wenn Dir jemand ein fürstliches Blogger-Gehalt zahlen würde: Über was würdest Du dann bloggen?
7. Welche war die bislang erfolgreichste Aktion, um Deinen Blog bekannt zu machen?
8. Wie kommst Du an die Themenideen für Deine Blogposts?
9. Wie überwindest Du Schreibblockaden?
10. Hast Du eine Zeremonie, ein Ritual rund ums Bloggen?
11. Welche Person – egal wer – würdest du gerne in Deinem Blog interviewen und warum?

Das sind die Regeln:
Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Beitrag.
Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt.
Nominiere bis zu 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.
Schreibe diese Regeln in Deinen Liebster Award Blog-Artikel, damit die Nominierten wissen, was Sie tun müssen.
Informiere Deine nominierten Blogger über die Nominierung und Deinen Beitrag.

Ich wünsche Euch viel Vergnügen!

Daniela Heggmaier

Die Autorin: Daniela Heggmaier
Die Kommunikationswissenschaftlerin war Presse-Vertreterin von Technologie-Unternehmen, bis sie sich 1996 als freie PR-Beraterin, Texterin, Bloggerin und Schreibcoach selbständig machte. Sie berät im nationalen und internationalen Umfeld UnternehmerInnen, Unternehmen, Non-Profit Organisationen sowie Institutionen und Agenturen. Beratungsschwerpunkte sind neben der PR innovatives Publizieren, Bloggen sowie die Leitung von Schreibwerkstätten und Workshops für Kreatives Schreiben.
www.danielaheggmaier.com

Was Schreibende von einem Vocal Coach lernen können

Seminar Liz HowardIch atme ein. Und ganz langsam aus. Liz Howard sagt: “Geniiiiiiiiiieße es!“ Und das tue ich auch. Ein Vocal Coach trifft einen Schreibcoach: Letzte Woche hatte ich das große Glück, bei der genialen Sängerin Liz Howard, die u.a. schon zwei Kandidaten in der Casting-Show X-Faktor durch ihr Vocal Coaching zum Sieg führte, ein Stimm- und Ausdruckstraining zu besuchen. Ein Traum. Gelernt habe ich nicht nur, dass meine Stimme ganz anders klingen kann, als ich das so von ihr kenne, sondern auch, dass die Disziplinen Schreiben und Singen weit mehr als nur die Anfangsbuchstaben gemeinsam haben.

Ein kleiner Engel steht auf meinem Kopf. Liz hat ihn dort hingesetzt, damit ich meinen Kopf so halte, dass sich meine Stimme optimal entfalten kann. Beuge ich den Kopf nach hinten, enge ich meine Stimme ein, der Engel würde herunter fallen. Ich lache, als ich mich mit dem kleinen Kerl auf dem Kopf im Spiegel anschaue. Liz ist ein großer Engel. Sie schafft es, dass sich meine Stimme zeigt, sich ganz anders anhört, laut und wahrnehmbar wird und sie mit ihr spielen will. Ganz leicht, mit viel Humor, spielerisch.

Liz schafft das nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen Top-Managern, die sie seit vielen Jahren in Sachen Stimme coacht. Der neue Focus der stimmgewaltigen Amerikanerin, die über eine klassische Gesangsausbildung verfügt: GIG. Das steht für „Get in gear and GIG with Liz Howard“ und ist ein Leadership-Trainingskonzept, das sich für Unternehmen aller Größen, als motivierendes Kickoff und für Eventagenturen eignet. GIG beginnt mit einer musikalischen Keynote mit der Band von Liz. Am nächsten Tag spielen dann die Teilnehmer selbst und erfahren wertvolle Impulse für die Kompetenz „Leadership“. Ein Turbo in Sachen Teambuilding: Die Teilnehmer verlassen ihre Komfortzone, wenn sie auf der Bühne stehen. Und wer hat als Kind nicht davon geträumt, ein Rockstar zu sein – nur für ein ganz kurzen Moment?

Vocal Coach Liz Howard (r.) trifft Schreibcoach Daniela Heggmaier (l.)
Vocal Coach Liz Howard (r.) trifft Schreibcoach Daniela Heggmaier (l.)

Auch ich singe, mit Liz, ohne Liz. Ich summe. Ich entdecke die Melodie mit meiner Stimme. Ich bin im Fluss. „Ich bin nicht hier, um Dich zu beurteilen!“ sagt sie und die sanfte Führung der Mezzosopranistin, die seit über 20 Jahren in München lebt, entfaltet ihre Wirkung. Ich denke an meine Arbeit als Schreibcoach, vier Parallelen fallen mir ein:
• Auch ein großer Teil meiner Arbeit hat damit zu tun, den Menschen die Angst vor dem Schreiben zu nehmen, vor der Beurteilung durch die anderen, vor dem Gesehen- und Gehörtwerden.
• „Lass Deine Kreativität raus“ sagt Liz Howard, und auch dazu rufe ich in meinen Schreibwerkstätten auf. „Du bist einzigartig!“ Keine zwei Fingerabdrücke sind gleich. Keine zwei Stimmen sind gleich, keine zwei Schreibstile. Es gibt kein richtig, kein falsch.
• Wichtig ist, dass man singt, die Stimme aufwärmt, mit ihr spielt, sie gezielt einsetzt, sie genauer kennenlernt und entwickelt. Sagt Liz Howard. Auch ich sage das: Wichtig ist, dass man schreibt. Ausprobiert. Vorliest, in Resonanz geht und übt, übt, übt. Auch die schreibende Stimme entwickelt sich. Durch das Schreiben.
• “Geniiiiiiiiiieße es!“ sagt der Vocal Coach. Und das sage ich auch zu meinen Mitschreibenden: Schreiben macht Spaß, die Gedanken sind frei, lasst Eurer Fantasie freien Lauf, probiert Euch mal in Größenwahn, mal in Bescheidenheit, mal in der Opulenz, mal in der Askese. Genießt den Prozess des Schreibens, des Vorlesens und genießt die Resonanz!

Danke für diese wunderbare Erfahrung, liebe Liz!

Habt Ihr noch mehr Gemeinsamkeiten zwischen Singen und Schreiben kennengelernt?