Wie Sie den richtigen Ghostblogger oder Social Media Ghostwriter finden

Ghostblogger

„WAAAAS machen Sie?“ Die Unternehmerin blickte mich mit weit aufgerissenen Augen an. „Ich schreibe für andere Menschen Blogs und gestalte ihre Social Media-Auftritte,“ wiederholte ich. Ach so. „Ich wusste ja gar nicht, dass es so etwas gibt! Na, in Facebook bin ich nicht. In meinem Bereich gibt es wenig gutes Personal, da muss ich genau abwägen, ob ich neue Kunden aufnehmen kann,“ sagte sie dann. So ein Gespräch führe ich fast jeden Tag. Warum?

Erstens: Nur wenigen Unternehmerinnen und Unternehmern ist es bewusst, dass man das Schreiben von Blogs auch in andere Hände legen kann.

Zweitens: Vielen Startups, Entrepreneuren, Solopreneuren, Beratern oder Unternehmern sind Social Media und Blogs irgendwie noch ungeheuer. Ich spüre regelmäßig bei solchen Konversationen Angst und Unsicherheit im Umgang mit den sozialen Medien, aber auch mangelndes Wissen um die Wirksamkeit dieses Kanals. Und selbst wenn die Erfolge bekannt sind, haben viele Angst davor, damit zu viele neue Kunden anzusprechen und zu gewinnen. Die vernetzte Art des Arbeitens – nämlich Kunden bei Vollauslastung an Partner weiterzugeben – ist zudem noch nicht in allen Branchen angekommen.

Und doch entdecken immer mehr Unternehmerinnen, Unternehmer und Unternehmen eine Präsenz in Social Media und Blogs als effizente Kanäle zur Leadgenerierung, Umsatzsteigerung, Fachkräftegewinnung, Imagestärkung, Kundengewinnung und -bindung. Denn die hohe Sichtbarkeit, Auffindbarkeit und die Erfolge der Unternehmen, die mit gezielten Content-Strategien online Präsenz zeigen, belegen den langfristigen Wert dieses Engagements.

Expertise und Experten für Blogs und Social Media-Auftritte vermehrt gefragt
Wer sich für den Online-Weg zum Aufbau seines Publikums und seiner Kundenkreise entscheidet, begibt sich in den meisten Fällen erst einmal auf die Suche nach Fachleuten, die ihr oder ihm beratend und/oder umsetzend zur Seite stehen. Denn oft fehlen die Kenntnisse, die Zeit oder der Wille für einen Do It Yourself-Ansatz in Sachen Social Media.

Immer häufiger werde ich gefragt: „Sag mal, Daniela, kennst Du nicht…
1. jemanden, der die Marketing-Strategie entwickelt?
2. jemanden, der die Webseite gestaltet, programmiert, hostet, pflegt, textet?
3. jemanden, der Suchmaschinen-Optimierung betreibt?
4. jemanden, der das Design der Geschäftsausstattung und des Logos übernimmt?
5. jemanden, der die verschiedenen Social Media-Kanäle und einen Blog einrichtet und bespielt?
6. jemanden, der die Beziehungen zur Presse pflegt?

Meist sage ich dann: „Erzähl mir mehr, damit wir den Richtigen für Dich finden können.“

Was muss ein Ghostwriter können?
„Beim Bloggen und in den Social Media kommt’s doch auf Authentizität an, wie kann man die auslagern?“ Das werden Sie jetzt vielleicht fragen. Nun, das kommt erstens darauf an, welche Aufgaben Sie auslagern und zweitens wie Sie die Beziehung zu Ihrem Ghostwriter gestalten.

Schauen wir uns einmal an, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, dass eine solche Ghostwriter-Beziehung meiner Erfahrung nach gelingen kann:
1. Empathie: Ihr Ghostwriter kann sich auf Ihren Stil, Humor und auf Ihre Art, die Welt zu sehen und darüber zu schreiben, einstellen. Zwischen Ihnen beiden muss es stimmen, Chemie und Bauchgefühl und so. Sie wissen schon.
2. Fachkenntnis: Ihr Ghostwriter kennt sich in Ihrem Fachgebiet aus oder arbeitet sich in Ihre Themen ein.
3. Know-how: Ihr Ghostwriter hat Social Media- bzw. Blog-Erfahrung.
4. Kommunikation: Sie lassen Ihren Ghostwriter regelmäßig an Ihren Gedanken, Ihren aktuellen Geschäfts- und Marketingzielen teilhaben. Sie/er interessiert sich für Kundenfeedback und interne Abläufe sowie Ihre großen und kleinen Zielen im Leben. Sie befinden sich im regen Austausch.

Social Media- und Blogaufgaben richtig auslagern
Für Ihr Suchraster ist es wichtig, dass Sie sich vorher überlegen…
• welche Aufgaben Sie auslagern möchten: Schreiben, Recherchieren, Redigieren, Themenentwicklung, Text-Coaching, Blog-Coaching, Blogdesign, Blog-Handling, Erfolgskontrolle, Fotos, Erstellung von Grafiken, Blogvermarktung, Erstellen von eBooks etc.,
• wie hoch der geschätzte Zeitaufwand für die Zusammenarbeit ist, z.B. auch für Schulungen, Recherchen, Korrekturzyklen,
• was Sie von den Artikeln erwarten in Bezug auf Länge, Qualität, Frequenz, Stil,
• welches Budget Sie zur Verfügung haben,
• ob der Ghostwriter über Branchenerfahrung verfügen sollte oder nicht,
• ob Sie auch in anderen Sprachen bloggen wollen. Dann sollten Sie sich natürlich einen geeigneten Übersetzer organisieren.

Das Outsourcing gut geplant? Wie finden Sie nun den richtigen Dienstleister, der zu Ihnen, Ihrer Marke, Ihrer Persönlichkeit und Ihrem Budget passt? Professionelle Unterstützung für Blogs finden Sie in der Regel bei diesen vier Berufsgruppen:

1. Public Relations-Fachleuten ist die Vermarktung von Content in die Wiege gelegt. Traditionell beherrschen Sie das Handwerkszeug für die Produktion von informationsorientierten Publikationen, Artikeln für die Medien sowie für die Visualisierung von Inhalten. Sie sind die Spezialisten für die Besetzung von Themen und das Schärfen des Profils von Personen und Unternehmen.
2. Freie Journalisten gibt es in den unterschiedlichsten Fachbereichen. Durch das Mediensterben wächst diese Berufsgruppe stetig. Ihr Schwerpunkt liegt im Recherchieren und Schreiben.
3. Social Media Agenturen kennen sich aus, wenn es darum geht, Suchmaschinen optimal zu bedienen, einen Blog zu designen, maßgeschneidert zu programmieren und ihn im Suchmaschinen-Ranking ganz nach oben zu bringen.
4. Professionelle Blogger betreiben eigene Blogs und stellen Ihr Know-how auch gerne für Unternehmen oder Unternehmer zur Verfügung.

Wie Sie Ghostwriter finden können
„Wie soll ich denn so jemanden finden? Es stehen nicht jeden Morgen zehn solcher Menschen vor meiner Haustüre?“ werden Sie jetzt vielleicht sagen. Wer fragt, gewinnt:
1. Auf der Suche nach Ihrem Social Media Ghostwriter oder Ghostblogger fragen Sie Kollegen, Geschäftspartner, Freunde, Bekannte, Netzwerkpartner.
2. Recherchieren Sie in XING und LinkedIn. Sie können in geeigneten XING-Foren einen Auftrag einstellen. Lassen Sie sich mindestens drei, höchstens fünf Angebote erstellen. Vergleichen Sie sie, sehen Sie sich Referenzprojekte an.
3. Schauen Sie in das Impressum gelungener Blogs.

Szenarien für die Zusammenarbeit gibt es viele: Einer findet Themen, der andere schreibt Texte, der dritte programmiert den Blog, der vierte macht Grafiken, sorgt für Fotos, der fünfte redigiert, der sechste macht Text-Coaching, der siebte beurteilt den Blog regelmäßig und gibt Verbesserungsvorschläge. Oder einer macht alles? Stricken Sie sich Ihr Blogkonzept so, wie es zu Ihnen, Ihren Fähigkeiten und Ihrem Budget passt!

Wichtig für eine erfolgreiche Ghostwriter-Geschäftsbeziehung sind ein intensives Briefing und die richtige Chemie. Wie man Briefingfehler vermeiden kann und wie man Blogprojekte geschickt auf den Weg und zum Erfolg bringt, lesen Sie hier .

Ich freue mich, wenn Sie diesen Artikel weiterempfehlen! Kann ich Sie bei einem Blogprojekt unterstützen? Sie haben Fragen? Dann senden Sie mir doch einfach eine kurze Nachricht.

Was wünschen Sie sich von einem Ghostblogger?

Bücher, Blogs und große Schreibprojekte: Sieben Strategien für erfolgreiches Schreiben

Schreibprojekte
Schon wieder drei Tage an Keywortsuchlianen durch den Webdschungel gehangelt – ohne eine Seite geschrieben zu haben? Und der Abgabetermin für das Buch, die Blogtexte oder die Dissertation rückt näher? Job und Familienleben nehmen mehr Zeit in Anspruch als gedacht? Der Trick: Große Schreibprojekte klein und damit bewältigbar machen. Wie’s geht erfahrt Ihr hier.

Ein Buch schreiben oder eine Serie von Blogbeiträgen, Fachartikeln, eine Seminararbeit oder eine Dissertation – vielen Schreibenden geht unterwegs die Puste aus, weil sie das Schreibprojekt zusätzlich zu einem ohnehin schon vollen Terminkalender stemmen wollen oder wenig Erfahrung damit haben. Schnell steht die Deadline im Nacken und die Schreibblockade beginnt. Prokrastination, auf Deutsch Aufschieberitis, Trödeln, Vermeiden sind die Folgen und haben so manches Schreibprojekt frühzeitig zu Fall gebracht.

Aus meiner Erfahrung als Autorin von zwei Büchern und als Anleiterin von Schreibwerkstätten habe ich hier sieben bewährte Strategien zusammengestellt, die den Schreibenden, die ich berate, und mir zuverlässig dabei geholfen haben, das Schreiben langer Texte mit Genuss zu einem guten Ende zu bringen.

Erstens: Schreibprojekte planen
Was schreibe ich wann und bis wann? Wie viele Kapitel gibt es, welchen Umfang sollen die einzelnen Texte haben, welche Bilder, Grafiken, Checklisten brauche ich? Wann muss ich abgeben, online stellen? Mit anderen Menschen Zwischenstadien besprechen oder Korrekturphasen einplanen? Welche Pufferzeiten baue ich ein? Wann ist mein Urlaub? In welcher Form muss ich Texte und Bilder liefern?

Bei Schreibprojekten gilt generell: Alles wird einfacher, wenn man jeden Tag etwas für sein Projekt tut, und wenn es nur 15 Minuten sind: Jeden Tag zwei Seiten schreiben, oder 4.000 Zeichen, oder 15 Minuten schreiben und 10 Minuten planen, redigieren, organisieren. Wenn das tägliche Pensum geschafft ist: Einen Punkt im Kalender einzeichnen, die Punkte verbinden und die Kette nicht abreißen lassen. Auf diese Weise werden große Aufgaben klein. Und das Schreibprojekt wächst fast von alleine.

Zweitens: Feiern
Wer seinen Plan für Inhalt, Schreibdauer und Schreibzeiten festgelegt hat, darf sich getrost der Belohnung widmen. Beim Planen gleich die Art der Belohnung festlegen, damit die Motivation steigt: Bei kleineren Teilerfolgen z.B. ein Stück Kuchen (wie im Bild) oder eine Extrarunde mit dem Hund oder eine Tasse Tee/Kaffee/Kakao im besonderen Rahmen. Wenn alle Termine eingehalten wurden, darf die Feier kreativ und üppig ausfallen: Mit Freunden, Kollegen oder allein. Bei einem Ausflug, im Museum oder beim Frühstück oder oder…

Drittens: Gemeinsam schreibt sichs besser
Holen Sie sich Unterstützung: Schließen Sie sich einer Mastermind Gruppe an, einer Schreibwerkstatt, einem Erfolgsteam, einer Schreibgruppe oder fragen Sie Menschen aus dem Freundes-, Bekannten-, Kollegen- oder Familienkreis, ob sie Sie bei Ihrem Schreibprojekt unterstützen können. Schreibcoaches leisten hier übrigens ebenfalls gute Dienste. Oder der Lektor in Ihrem Verlag, wenn Sie einen haben. Sprechen Sie über Ihr Schreibprojekt, damit Sie sich selbst ein wenig unter Druck bringen, bei der nächsten Nachfrage von Tante Frieda über nennenswerte Fortschritte berichten zu können.

Viertens: Für sich gut sorgen
Ausreichend schlafen. Den Terminkalender konsequent für die Schreibzeiten frei halten. Lesen. Bewegen. Raus gehen. Mit Freunden treffen. Die Katze streicheln. Besonders schöne Tee- oder Kaffeetassen auswählen. Anregungen, wie Sie ins Schreiben kommen, habe ich hier  zusammengefasst.

Fünftens: Daten sichern
Laptop mit Doktorarbeit in der S-Bahn vergessen“  – kann passieren. Ist aber nicht so schlimm, wenn man seine Texte regelmäßig auf ein externes Laufwerk sichert. Ideal ist es, monatlich eine solche Sicherungskopie z.B. in einem Bankschließfach unterzubringen. Je nach Vertraulichkeit kann man die Daten auch in der Cloud seines Vertrauens sichern.

Sechstens: Ablenkungsfrei schreiben
Ping – ein Email. Ping – eine Facebook-Nachricht. Ping – eine Nachricht von… Wer an einem PC mit Internetanschluss arbeitet, wird häufig vom konzentrierten Arbeiten abgelenkt. So manche Recherche verlief im Sand und endete da, wo man garnicht hinwollte. Also: Suchen Sie sich phasenweise auch einen analogen Schreibort – Vorschläge für kreative Schreiborte finden Sie hier. Was brauchen Sie, um produktiv schreiben zu können?  Ruhe? Telefone auf die Mailbox umleiten! Eine Schreibreise planen – eine Woche und nur Sie und Ihr Schreibprojekt!  Ordnung? Büro aufräumen! Eine Übersicht von Online-Tools für fokussiertes Arbeiten finden Sie hier.

NotizbuchSiebtens: Ein Projektnotizbuch pflegen
Gönnen Sie sich ein schönes Notizbuch für Ihr Schreibprojekt. A4 oder A5 – ganz nach Handtaschengröße. Ich mag am liebsten Ringbücher, da kann man auch was einkleben – ohne dass das Buch aus dem Leim geht. Halten Sie darin alles fest, was Ihnen zu Ihrem Schreibprojekt einfällt: Literatur, Recherchequellen, Interviews, Links, Ideen für Illustrationen oder Grafiken. Nehmen Sie’s überall mit hin. Auch zum Friseur, damit Sie Geistesblitze immer und jederzeit einfangen, einen Artikel aus der Zeitung einkleben oder etwas malen können. Die Digital Natives unter uns machen das mit Smartphone oder Tablet. Wie der amerikanische Blogger Michael Hyatt mit Evernote arbeitet, lesen Sie hier. Egal wie – legen Sie sich einen schönen Platz für Ihre Eingebungen an, damit Sie alle Ihre Ideen nutzen können, sobald Sie wieder in Ihrer gewohnten Schreibumgebung sind.

Was hat Ihnen dabei geholfen, große Schreibprojekte fertig zu stellen?