Experte, Spürhund oder Netzwerker – 3 Content-Strategien für wirksames Bloggen

Experte, Spürhund oder NetzwerkerViele Blogger brüten bereits über den Themenplänen für 2016. Doch so mancher wählt Themen, die nicht zu ihm passen oder findet seine Nische nicht. Wie man spezifische Blogger-Kompetenzen für seine Content-Strategie nutzen kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Kenne Deine Kunden – kenne ihre Wünsche – wisse, wie nur Du Ihnen helfen kannst. Dann kann im Blog eigentlich nichts mehr schiefgehen. Oder?

Doch, schon. Wenn man sich das Bloggen nicht zutraut. Wenn man sich zu viel zumutet. Wenn man seine individuelle Stimme nicht findet. Wenn man das, was man besonders gut kann, nicht nutzt.

Die erfolgreichsten Blogger schreiben immer nützlich, authentisch, persönlich und sind gut vernetzt. Wer im Netz gelesen werden will, braucht …
• nützliches Wissen, das er weitergeben kann und will,
• Expertenstatus,
• Persönlichkeit,
• Glaubwürdigkeit und
• Inhalte, die die Blogleser unterhalten, teilen und die ihnen Orientierung bieten.
Und er sollte natürlich schreiben können, packende Bilder finden, Videos und Podcasts produzieren.

So manchen Kopfblogger habe ich da ins Schwitzen kommen sehen:
• Kann ich das? Ich meine, über Jahre hinweg?
• Kann ich schreiben? Geschichten erzählen? Bilder entwickeln?
• Kann ich die Themen finden, die meine Kunden berühren?

Ja, sage ich dann immer, das kann man lernen. Ganz wichtig: Jeder Blogger kann etwas anderes, und diese Kernkompetenzen gilt es beim Bloggen auszuspielen! Ein guter Läufer wird wahrscheinlich eher versuchen, beim Fußball zu punkten als beim Volleyball. Und ein sprachbegabtes Kind schickt man auch nicht auf einen mathematischen Schultyp, oder? Leicht soll es gehen, ganz natürlich, spielerisch, von alleine. Schauen wir uns diese Kompetenzen einmal genauer an:

1. Experte: Weiß wirklich wahnsinnig viel über das Fachgebiet und kann auch darüber schreiben. Oder fühlt sich wie Thomas Gottschalk, dreht Videos mit links und hat keine Angst vor der Online-Bühne.
2. Spürhund: Weiß immer, wo was steht, wie man an Hilfe kommt, hat den Überblick und findet für jedes Problem zehn Lösungsvarianten im Netz.
3. Netzwerker: Ist extrem gut vernetzt. Kennt viele, ist kontaktfreudig, holt andere gerne mit auf die Bühne. Oder kennt Gott und die Welt persönlich und hat keine Probleme, diese Experten auf seinem Sofa zu einem Gespräch einzuladen.

Und genau diese Fähigkeiten gilt es beim Bloggen zu nutzen! Dann wird der Blog authentisch und damit erfolgreich. Für jede dieser Kernkompetenz gibt es eine Content-Strategie im Blog, die ganz automatisch zu den passenden Themen und Artikelformen führt:

STRATEGIE 1: Content generieren
Dieser Blogger kennt sich aus. Er ist Experte und schreibt selbst über die Themen für seine Zielgruppe. Die Themenbeispiele:
1. 100 FAQs: Sammeln Sie wiederkehrende, wichtige Fragen, die Kunden Ihnen stellen. Jede Beantwortung einer Frage ergibt einen Blogpost.
2. Anleitungen: Verständliche Gebrauchsanweisungen: Wie backe ich Schritt für Schritt einen Kuchen? Welches sind die 10 Schritte, die ich gehen muss, um meinem Berufsleben neuen Sinn zu geben? Geschätzt werden gute Bilder oder Videos dazu. Schritt-für-Schritt Anleitungen, Tutorials für Newcomer
3. Artikel-Serien
4. Befragungen, Umfragen, Marktstudien: Selbst beauftragt oder Einschätzung zu veröffentlichtem Material
5. Bericht von einem Event, Messe, Konferenz
6. Grundlagen über Ihr Thema: Produkt, Service, Theorie
7. Hintergrund 1: Menschen, Gesichter, Geschichten hinter den Kulissen
8. Hintergrund 2: Umfassender Artikel zu einem Thema
9. Ihre besten Tipps: 10 Gebote, 8 goldene Regeln, 7 Tipps wie dieses und jenes garantiert gelingt, wie man besser, effizienter, erfolgreicher, beliebter ist, wie man Geld und Zeit einspart, wie man im Trend liegt. Checklisten, ToDo-Listen
10. In die Glaskugel geschaut: Zukunftsentwicklungen, Trends
11. Interessante Produkte, Dienstleistungen
12. Meinung zum Thema
13. News
14. Selbstversuch: Der erfolgreichste Blogpost von Tim Ferriss hieß „How to Lose 20 lbs. of Fat in 30 Days… Without Doing Any Exercise“: Hohe Glaubwürdigkeit und Emotionalität! Was können Sie im Dienste Ihrer Leser selbst ausprobieren?

STRATEGIE 2: Content aggregieren
Der Spürhund bietet alles Wichtige auf einen Blick. Andere schreiben, erstellen Content. Der Blogger kennt diese Key-Player, die relevanten Quellen, die besten Tipps und Tricks und bereitet sie für seine Leser auf. Seine Kompetenz: Finden und aufbereiten. Themenbeispiele:
1. Ressourcen-Listen: nützliche Sammlung von den besten Links zu bestimmten Themen
2. Branchenreports
3. Büchertipps, Rezensionen, Leseempfehlungen
4. Rückblicke in Bezug auf besondere Themen
5. Medienempfehlungen: Was sollten Ihre Leser diese Woche unbedingt gelesen, gehört, gesehen haben?
6. Jahresrückblicke

STRATEGIE 3: Content vernetzen
Dieser Blog hat eine interessante Community! Die Kernkompetenz: Vernetzung! Hierfür gibt es zwei Methoden:

Link-Strategie: Dieser Blogger ist ein aktiver Netzwerker, ist eingebettet in eine Gemeinschaft, hat viele Connections und erzeugt Links durch kreative Aktionen. Themenbeispiele:
1. Blog-Karnivals, Blogparaden, Blogtour, Group Writing Projekte, Stöckchen, Aktionen und Plattformen von Medien: Daran teilnehmen oder selbst zu wichtigen Themen organisieren
2. Blogger Award: Rufen Sie einen Preis ins Leben und zeichnen Sie talentierte Autoren öffentlich aus. Berichten Sie darüber.
3. Inhalte anderer Blogger teilen, kommentieren
4. Zusammenfassung: Die 25 wichtigsten Blogs in diesem Thema, die 10 meistgelesenen Bücher, die 15 führenden Köpfe der Branche, die 10 wichtigsten Blogposts in diesem Monat

Salon-Strategie: Dieser Netzwerk-Blogger kennt die wichtigen Experten, Fachleute, Gurus und lädt sie in seinen Salon ein. Themenbeispiele:
1. Gastartikel im eigenen Blog veröffentlichen und eigene Artikel in anderen Blogs platzieren
2. Gemeinschaftsblogs: Multi-Autor-Blog, Kollaborativ-Blog, Kampagnen- oder Projektblog
3. Interviews mit Experten
4. Kundenfallstudien, Referenz- und Anwendergeschichten
5. Vor-Ort-Berichte von Netzwerken, Vereinen, Organisationen, Gruppen, bei denen der Blogger Mitglied ist
6. Portraits von Partnern, Mitarbeitern
7. Veranstaltungshinweise, Berichte von Veranstaltungen
8. Vernetzung mit anderen Bloggern auf Stammtischen, Konferenzen etc.

Sind Sie Experte, Spürhund oder Salonlöwe? Wie gestalten Sie Ihre Content-Strategie?

Ein Kommentar zu “Experte, Spürhund oder Netzwerker – 3 Content-Strategien für wirksames Bloggen

  1. Pingback: Blog, Pressearbeit und Selbst-PR: Wie Sie das Jahr 2017 für sich nutzen können | Daniela Heggmaier

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