Wie man ein Dankbarkeitstagebuch schreibt

Danke

Wenn wir uns täglich in Dankbarkeit üben, lenken wir den Blick auf die positiven Seiten unseres Lebens. Wie leicht und wirksam Dankbarkeit durch kreatives Schreiben in den Alltag zu integrieren ist, das lesen Sie in meinem Erfahrungsbericht zu einem Dankbarkeits-Retreat.
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Schreibwerkstatt: Gemeinsam besser in den Schreibfluss kommen

„Zeit zum Schreiben habe ich zu Hause nie!“ Das ist ein Satz, den ich von vielen Menschen höre. Das Schreiben in der Gruppe ist für viele Schreibwillige ein Format, mit dem sie besser zurechtkommen. Hier lesen Sie alles über die sieben Gründe für das Schreiben in einer Schreibwerkstatt:

In Schreibwerkstätten fällt es vielen durch die Schreibimpulse, die in jeder Sitzung gestellt werden, viel leichter, zu Ideen und Geschichten zu kommen. Das Schreiben in der Gruppe fügt dieser Wirkung einen Verstärker hinzu: Das Feedback der Teilnehmer – und hier geht es immer nur um emotionales Feedback, vergessen Sie Stilkritik und literarisches Quartett – lässt sie die Dinge in einem anderen Licht sehen.

Die Schreibstimme wecken

„Ach, das hat sie aus diesem Thema gemacht? Da wäre ich nie draufgekommen, interessant!“ – Entdeckungen in jeder Schreibwerkstatt – die Teilnehmenden lernen durch das Vorlesen der Texte der Mitschreibenden. Da verschwindet so manche Schreibblockade, denn durch die Inspirationen aus den vorgelesenen Texten kommen viele Anregungen zustande für die Gestaltung der eigenen Inhalte.

Wir staunen immer wieder, wie viele Variationen zu einem Thema möglich sind: Acht Menschen, acht völlig unterschiedliche Geschichten, inspirierend, vielfältig, bereichernd für die eigene Gedankenwelt.

Alles kann, nichts muss

So geht kreatives Schreiben: In einer Schreibwerkstatt herrscht stets eine wertschätzende Atmosphäre ohne Zwang, den Literaturnobelpreis herbei zu formulieren oder vorzulesen.

Es gibt Platz zum Schreiben, Zeit zum Schreiben, das richtige Setting zum Schreiben: Neue Inputs durch Themenstellungen von außen. Neue Gedanken durch andere Menschen. Neue Ideen durch eine andere Umgebung, denn manchmal sind Schreibwerkstätten auch unterwegs!

Sieben Gründe, warum Sie in einer Schreibwerkstatt schreiben sollten:

  1. Es gibt eine feste Zeit und damit die Vorgabe, etwas zu Schreiben.
  2. Austausch und wertvolle Kommunikation mit den anderen Schreibenden.
  3. Wertschätzendes Feedback innerhalb der Gruppe und der Anleiterin der Schreibwerkstatt.
  4. Inspirationen von den Geschichten der Anderen und durch eine neue Umgebung.
  5. Das gute Gefühl, ein paar Miniaturen, Elfchen, eine Geschichte geschrieben zu haben.
  6. Das gute Gefühl, den Mut aufgebracht zu haben, anderen die eigene Geschichte vorzulesen.
  7. Tipps und Tricks aus der Welt des kreativen Schreibens von der Anleiterin.

Eine aktuelle Übersicht über meine Schreibwerkstätten in Gröbenzell finden Sie bei The Magic Bloghouse.

In welchem Rahmen schreiben Sie am Liebsten?

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Freiheit für Kinderaufsätze: Alle Kinder können schreiben!

Kinderschreibmanifest

Neulich im Postfach ein Email von einer Mama: „Mein Sohn tut sich so schwer, Aufsätze zu schreiben. Hast Du einen Tipp, wie wir da helfen können?“ Und wieder denke ich: „Der Deutschunterricht in unserem Land hat ganze Generationen von begabten Autoren auf dem Gewissen!“ Wie oft höre ich von Erwachsenen: „An einer Schreibwerkstatt teilnehmen? Ich? Nein. Mein Deutschlehrer hat immer gesagt, ich kann nicht schreiben!“ Diese verschlossene Türe nimmt Kindern und damit später Erwachsenen die Chance, für sich das Schreiben als wertvolle Ressource zu nutzen. Die sieben Thesen meines Kinderschreibmanifests sollen neue Impulse bringen, damit wir Anleiter von Schreibwerkstätten weniger mit dem Überwinden von Schreibblockaden, sondern mehr mit dem Genießen wunderbarer Geschichten beschäftigt sind:

1. Alle Kinder können schreiben – Geschichten, Gedichte, Romane, alles. So wie jeder Mensch singen kann. Und malen. Jeder Mensch ist auf seine Weise kreativ. Nur hat jeder einen anderen Schwerpunkt. Jedes Kind offenbart seine Fähigkeiten in seinem eigenen Tempo. Das ist in Ordnung. Nochmal: jedes Kind kann schreiben!

2. Jeder Text eines Kindes ist ein perfektes Baby. Ein Baby, das man bewundert und liebt. Wenn ein Baby auf die Welt kommt, sagt kein Mensch: „Oh, das ist aber hässlich, die Ohren sind zu klein, keine Haare und schau Dir mal die Schrumpelfüße an!“ Nein, ein Baby lieben wir von Anfang an, es ist absolut, makellos, perfekt. So wie es ist. Und so ist das auch mit den Geschichten eines Kindes. Wir würdigen seinen Mut und seine Mühe, seine Geschichte zu Papier gebracht zu haben. Ermutigung ist das A und O.

3. Schreibimpulse sind vielfältig, für jedes Kind funktioniert etwas anderes. Unsere Welt ist voller Schreibimpulse! Macht die Augen auf! Oder den Computer an: Unter http://www.dtv-schreibwerkstatt.de/ können Kinder sogar ihre Geschichten veröffentlichen! Oder basteln Sie Ihren Kindern eine Schreibschatzkiste: Vor dem Schreiben einer Geschichte sammeln Sie Dinge aus der Wohnung oder aus dem Wald, die darin eine Rolle spielen sollen. Besonders schön ist die Urlaubsschatzkiste für das alljährliche Schreiben des „Meine Ferienerlebnisse“-Aufsatzes. Oder lassen Sie die Kinder mit den Rory’s Story Cubes Geschichten würfeln! Ist der Funke einmal übergesprungen, können die meisten Kinder mit dem Schreiben gar nicht mehr aufhören.

4. Lest den Kindern vor. Gebt ihnen Bücher. Gehen Sie mit den Kindern in die Bibliothek, auf Lesungen. Seien Sie ein lesendes – und schreibendes – Vorbild für Ihre Kinder! Wer in seinem Leben viele gute Geschichten gehört hat, wird mit viel höherer Wahrscheinlichkeit später selbst gute Geschichten erzählen können. Kinder lernen durch Vorbilder.

5. Haltet die Kinder inspiriert: Bringen Sie sie mit Kunst zusammen, fördern Sie ihre Kreativität. Gehen Sie mit den Kindern ins Museum, in Ausstellungen, fragen Sie, ob Sie bei der Eröffnung einer Vernissage ihr Kind mitnehmen dürfen. Gehen Sie mit ihm ins Theater, in die Oper, in Konzerte. Diese Erlebnisse bleiben bei den Kindern in Erinnerung und bringen Sie auf neue Ideen.

6. Das Schreibhandwerk zu lernen ist etwas für Fortgeschrittene: Junge Menschen mit Selbstvertrauen. Ich habe schreiben durch „Redgiertwerden“ gelernt. Ich saß mit einer Schreibmaschine (sic!) und einem weißen Blatt Papier in einem Praktikum da, und verfasste stündlich neue Versionen einer Pressemitteilung. So lange, bis sie meinem damaligen Chef gefallen hat. Das ging nach einer Weile immer schneller. So lernten Generationen von Volontären das Schreiben in Zeitungen, das Verfassen von Meldungen für’s Radio und das Texten von Fernsehbeiträgen. Kinder haben für diesen Prozess nur selten das Selbstvertrauen. Jede Korrektur empfinden sie als Ablehnung. Viele können ja noch nicht einmal beim Menschärgeredichnicht-Spielen verlieren. Also: Toll, dass Du eine Geschichte geschrieben hast! Wie ging es Dir beim Schreiben? Möchtest Du weiter schreiben? Wenn ja, was brauchst Du dazu?

7. Das Literarische Quartett ist was für Ü50er. Für Kinder ist es am Besten, wenn sie in Schreibwerkstätten von einander lernen. Von den Fragen der anderen Kinder zur eigenen Geschichte, von der Art, wie andere Kinder Geschichten schreiben und wie sie auf das Kind selbst wirkt. Was Kinder nicht brauchen, sind Erwachsene, die sie bewerten, beurteilen und die ihnen sagen, dass das ein schlechter Aufsatz ist. Was Kinder brauchen, sind kreative Schreibimpulse, das richtige Setting für die Schreibumgebung, eine Anleitung zu wertschätzendem Feedback, Papier und Stifte. Und die Ermutigung, immer weiterzuschreiben.

Welche positive Schreiberinnerung haben Sie aus Ihrer Kindheit in Erinnerung behalten?