Website vs. Blog: Profil und Profit für Menschen mit guten Ideen

Website vs Blog

Was ist der Unterschied zwischen einer Website und einem Blog? Das ist eine aktuelle Frage aus meinem Posteingang! Sie wird mir sehr häufig gestellt. Doch wer braucht überhaupt einen Blog und wer braucht „nur“ eine Website? Und was ist eigentlich der Unterschied?

Die Website – eine Informationsplattform
Fangen wir bei der Website an: Vereinfacht gesagt – sie ist die Antwort auf die Fragen „Wer bist Du und was machst Du?“:
• Sie ist eher statisch wie eine Firmenbroschüre. Die Website will informieren: Sie listet Infos über das Unternehmen, seine Mission, seine Geschichte, die Geschäftsleitung, die Produkte, Partner und Dienstleistungen. Und natürlich die Kontaktinfos und Öffnungszeiten etc.
• Sie gestaltet die Marke. Als Marketing-Basislager beherbergt sie manchmal auch den Vertrieb in Form eines Webshops.
• Als Portal führt sie zu allen sozialen Kanälen, in denen das Unternehmen vertreten ist: YouTube, Facebook Fanpage, Instagram, XING, LinkedIn und zum Blog – wenn er nicht Bestandteil der Website ist.

Wer braucht eine Website? Alle Unternehmen, Organisationen und Personen, die über sich informieren möchten, im Internet gefunden werden wollen oder müssen und die Zielgruppen haben, die sich im Internet bewegen.

Der Blog – ein journalistisches Produkt
Was ist das eigentlich, ein Blog? In diesem, für alle Internet-Nutzer einsehbaren Tagebuch oder Journal schreibt regelmäßig ein Blogger oder auch ein Team von Bloggern über Ereignisse, Sachverhalte, Meinungen oder Gedanken, häufig in der Ich-Perspektive. Andere Blogger können sich beteiligen, entweder durch Gastbeiträge oder in Gemeinschaftsblogs.

Die einzelnen Beiträge – Blogposts genannt – sind in einer chronologisch sortierten Liste – der aktuellste ganz oben – angeordnet und werden von Fotos oder Infografiken illustriert. Sie ähneln in vielen Fällen der journalistischen Stilform der Kolumne, teilweise angereichert durch journalistisch recherchierte Inhalte.

Inhaltlich beschäftigen sich Blogs mit einem oder mehreren Themen, manche haben Mediencharakter und ähneln den großen Nachrichtenportalen. Leser können Beiträge kommentieren oder in Diskussionen mit dem Blogautor treten.

Blogs wollen mit interessanten, nützlichen Inhalten (= Content) kontinuierlich neue Leser finden, binden und sie zu Kunden machen. Der Blog beantwortet Fragen, wie „Wie inspirierst Du mich?“ oder „Wie hilfst Du mir?“:
• Er ist wie eine Zeitung, greift aktuelle Fragestellungen auf, stellt den Bezug zu Events und Ereignissen her.
• Er beantwortet Fragen von Kunden und liefert – angereichert mit tollen Bildern, Videos oder Podcasts – interessante Hintergrundinformationen über das jeweilige Sachgebiet des Blogbetreibers.
• Weil die Suchmaschinen hochwertige Blog-Artikel lieben, haben die Blogautoren über „Tags“ (Schlüsselbegriffe oder Suchworte) die Gelegenheit, gefunden zu werden.

Wer braucht einen Blog?
Wollen Sie z.B.…
• anderen Menschen helfen?
• Bücher schreiben?
• ein international bekannter und anerkannter Experte werden für…?
• die Karriereleiter bis zur Spitze erklimmen?
• die Menschen um Sie herum unterhalten und zum Lachen bringen?
• ein Haus bauen?
• mit einer Gruppe von Mitstreitern zusammen etwas bewegen? Eine Community schaffen?
• eine Idee voranbringen und Mitstreiter gewinnen?
• in einer Partnerschaft, Familie leben?
• einen neuen Beruf ausüben?
• ein eigenes Medium gründen (Zeitung, Online-Medium, TV-Kanal, Radio etc.)?
• etwas ganz Neues aufziehen?
• etwas lernen: Sprache, Musikinstrument, Sportart?
• etwas Verrücktes tun?
• Ihre Ernährung umstellen?
• Ihre Komfortzone verlassen?
• interessante, inspirierende, begeisternde Menschen kennenlernen?
• ihre Kunst, z.B. Fotos, Literatur, Gedichte, Bilder in die Welt tragen?
• mit anderen Menschen eine Veranstaltung teilen, z.B. eine Messe, Roadshow, ein Barcamp? Sie für eine Veranstaltung gewinnen?
• Mitarbeiter finden, die mit Ihnen zusammen die Welt verändern?
• Netzwerken, interessante Menschen kennenlernen?
• Politiker sein und öffentliche Ämter bekleiden?
• Ihre Non-Profit-Organisation zum Erfolg bringen?
• Wissen weitergeben und Erlebnisse, Gedanken, Erkenntnisse, Ereignisse teilen?

Dann ist ein Blog das richtige Werkzeug. Wer bloggen möchte, sollte aber sicher sein, dass seine potentiellen Leser, Kunden oder Fans sich wirklich online über das jeweilige Thema informieren. Ziehen die Zielgruppen Zeitungen, Fachzeitschriften, Fernsehen, Radio oder persönliche Empfehlungen vor, eignen sich andere PR-Kanäle.

Gute Gründe für einen Blog
1. Wer bloggt, ist präsent: Wer kontinuierlich nützliche Informationen bereitstellt, baut langfristig das Vertrauen seiner Zielgruppen auf.
2. Wer bloggt, zeigt Einzigartigkeit: In einem Blog ist es möglich, seine einzigartigen Erfahrungen, das besondere Wissen, die individuelle Kompetenz gepaart mit der Unternehmer- oder Unternehmenspersönlichkeit zu zeigen.
3. Wer bloggt, hat einen Salon: Wer sich Gastbeiträge oder Interviews mit interessanten Persönlichkeiten in seinen Blog holt, nutzt seinen Kontributoren, bereichert die Leser und zeigt sein einzigartiges Netzwerk sowie sein Networking-Talent.

Und noch etwas ist wichtig: Der Blog und seine Inhalte sind und bleiben Eigentum seines Betreibers. Bei einer Facebook-Fanpage dagegen entscheidet Facebook über die Sichtbar- und Verfügbarkeit der Informationen – je nach aktuellen Werbestrategien. So mancher hat viel Zeit in seine Facebook-Fanpage investiert, die Sichtbarkeit aber hat stark abgenommen. Man könnte es damit vergleichen, ein Haus auf einem gemieteten Grundstück zu bauen. Mit einem Blog bietet sich die Gelegenheit, dauerhaft eine eigene Plattform und ein eigenes Publikum aufzubauen.

Bloggen oder nicht Bloggen?
Nicht jeder Mensch ist ein Blogger, nicht jeder kann die Zeit oder die Mittel für einen Blog aufbringen. Und es ist nicht das Bloggen alleine: der Content muss auch aktiv verteilt werden in den verschiedenen sozialen Kanälen und Fragen oder Kommentare beantwortet werden. Ein Aufwand, der gut zu überlegen ist.

Wer sich den Blogger-Lifestyle vorstellen kann, sollte seine Kunden fragen: Welche Erwartungen habt Ihr an einen Blog, welche Themen sollen behandelt werden, wie oft sollen Artikel erscheinen? Dann ist es leichter abzuschätzen, wie man seine Ressourcen einteilen kann, um so ein Projekt auf die Beine zu stellen.

Man muss übrigens nicht alles alleine machen: Holen Sie sich ruhig Unterstützung bei der Konzeption eines Blogs oder bei der Umsetzung. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Wichtigste Regel: Alle Online- und Social Media-Auftritte, Profile im Web und der Blog führen zum „Basislager Website“. Idealerweise ist der Blog Teil der Webseite. Wer sich eine Website – vorerst ohne Blog – gestalten lässt, sollte mit seinem Webdesigner genau besprechen, ob sich nachträglich ein Blog integrieren lässt und welche Funktionen er erfüllt. Man weiß ja nie!

Denken Sie auch darüber nach, einen Blog zu starten?

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