Fit für den Lesefrühling: Wie entfesselte Kreativität magische Ordnung schafft

 

Lesefrühling2014

Frühjahrsputz in Sicht? Dann sollten Sie sich unbedingt die Empfehlungen des Bücherclubs für den Lesefrühling 2014 ansehen.

Bevor Sie die Putzlappen, Ausräumkisten und Plastiktüten bereitlegen, sorgen Sie erst einmal für gute Stimmung und lesen Sie Männer sind wie Pfirsiche: Subjektive Betrachtungen über den Mann von heute von Harald Martenstein. Der Autor schreibt nicht nur die Kolumne „Martenstein“ im ZEITmagazin, sondern ist auch Redakteur beim Berliner Tagesspiegel. 2004 erhielt er den Egon-Erwin-Kisch-Preis. Sein Roman „Heimweg“ wurde im September 2007 mit der Corine ausgezeichnet, 2010 bekam er den Curt-Goetz-Ring verliehen. Sein im selben Jahr erschienener zweiter Roman „Gefühlte Nähe“ erhielt höchstes Kritikerlob. Mit dem Pfirsich-Buch haben Sie 61 Glossen lang die Möglichkeit zu schmunzeln und sich für bevorstehende Arbeiten in Schwung zu bringen.

Weil gründliches Putzen auch Kreativität erfordert, lesen Sie im zweiten Schritt Point Zero: Entfesselte Kreativität von Michele Cassou. Sie liefert uns wertvolle Fragen und Methoden zu Selbsterforschung, um Zweifel, Schwierigkeiten und kreative Blockaden, die uns von kreativem Tun abhalten, aus dem Weg zu räumen. Ziel ist, dass wir zur Freiheit kreativen Ausdrucks und zum Nullpunkt – Point Zero – zurückkehren, der Quelle reiner und spontaner Kreativität. Michele Cassou ist gebürtige Französin und lebt seit 25 Jahren in Kalifornien. Im Buch beschreibt sie, wie sie ihren eigenen Weg der Kreativität fand, der auch zu ihrem spirituellen Weg wurde. Sie unterrichtet ihren Malprozess als Weg zur Selbstentfaltung und –befreiung in den USA und Deutschland. Im Buch sind einige ihrer Bilder zu sehen.

Und dann geht’s zur Sache. Nehmen Sie Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert von Marie Kondo zur Hand. Der Bestseller aus Japan inspirierte unsere Rezensentin gleich nach dem Lesen dazu, mit mehreren Plastiktüten bewaffnet durchs Haus zu gehen und sich von unnötigem Ballast zu trennen. Marie Kondos bahnbrechende Methode ist einfach und beruht auf wenigen simplen Grundsätzen. Magic Cleaning macht Spaß und wirkt sich auch auf unser Denken und unsere Persönlichkeit aus. Zufriedenheit pur, der Frühling kann kommen!

Und wenn Sie dann in ihrem wunderbaren neu-geordneten Wohnzimmer sitzen, gönnen Sie sich dieses Buch: Die Hütte: Ein Wochenende mit Gott von William Paul Young. Das Buch handelt über von einem Familienvater, der seine Tochter verloren hat und in Trauer versinkt. Nach vier Jahren bekommt er Post von Gott, der ihn einlädt ein Wochenende in einer Hütte zu verbringen. Er erlebt an diesem Wochenende Dinge, die ihn für immer verändern. Er lernt, den Glauben und die Beziehung zu Gott neu zu verstehen, seine Traurigkeit zu überwinden und sein Leben als Geschenk von Gott wieder anzunehmen.

Ach ja, und noch ein Frühlingstipp: Noch bis zum 28.2.2014 können sich Lesende registrieren bei der Aktion „Lesefreunde“ anlässlich des Welttag des Buches am 23. April 2014. Die Idee: Lese-Fans können aus einer Bücher-Liste einen Titel wählen, den sie verschenken möchten. Außerdem geben sie den bevorzugten Abholort an, eine Buchhandlung oder Bibliothek vor Ort. Dort erhält jeder Schenker dann ein Paket mit Büchern zum Verschenken – gerade an die, die wenig, selten oder gar nicht lesen. Die Bücher werden kostenlos von den beteiligten Verlagen zur Verfügung gestellt.

Na, wenn das kein toller Lesefrühling wird?

Leckerbissen für Lesende aus USA, England und Deutschland: Die Lesetipps des Bücherclubs zum November

Lesetipps November

Fünf Bücher, fünf Frauen, unzählige Geheimnisse und Verwicklungen: Der Bücherclub warf diesmal einen Blick in die Romane von Paul Auster, Jasper FForde, Ulrike Draesner, Sue Townsend und in ein ganz besonderes Comic-Werk von Robert Crumb.

Die New-York-Trilogie: Stadt aus Glas. Schlagschatten. Hinter verschlossenen Türen von Paul Auster

Das erste Buch entführt uns nach New York. Paul Austers Trilogie verwirrt uns mit faszinierenden Kriminalgeschichten, bei der die Täter auf rätselhafte Weise zu Opfern und Verfolger zu Verfolgten werden. Ein Buch, das unsere Rezensentin nicht aus der Hand legen konnte. Übrigens ist der Autor Paul Auster mit der Schriftstellerin Siri Hustvedt verheiratet, deren Buch „Der Sommer ohne Männer“ wir bereits hier vorgestellt haben.

Der Fall Jane Eyre von Jasper Fforde

Unser zweiter Roman spielt in der wunderbaren Welt der Bücher. In einer Welt, in der Literatur so wichtig genommen wird, dass es eine Spezialpolizei gibt, um sie vor Fälschern zu schützen. Die Heldin – Geheimagentin Thursday Next – soll einen Entführungsfall lösen: Der Erzschurke Acheron Hades hat Jane Eyre aus dem berühmten Roman von Charlotte Brontë entführt, um Lösegeld zu erpressen. Aber Thursday Next ist eine Superagentin: clever und unerschrocken. Und wenn sie wirklich mal in die Klemme gerät, kommt aus dem Nichts ihr von den Chronoguards desertierter Vater, um für ein paar Minuten die Zeit anzuhalten. Unsere Rezensentin war ganz verliebt in dieses Buch und berichtete davon, dass in England durch den großen Erfolg dieses Romans, der mittlerweile einige Fortsetzungen bereithält, die Verkaufszahlen der Klassiker der englischen Literatur gestiegen sind!

Mitgift von Ulrike Draesner

Zurück nach Deutschland geht es mit Roman Nummer drei: Darin erzählt Ulrike Draesner einerseits von der Beziehung zwischen der Kunstmanagerin Aloe und dem Astronomen Lukas, andererseits von der Kindheitswelt Aloes, ihrem komplexen Verhältnis zu ihrer Schwester Anita und dem Tabu, das um Anitas Wesen entsteht. Eine komplexe Geschichte mit viel Eros, deren Erzählweise unsere Rezensentin für ihren eigenen Roman inspirierte.

Die Frau, die ein Jahr im Bett blieb von Sue Townsend

Nun geht’s wieder nach England mit Roman Nummer vier. Unsere Rezensentin las das Buch noch in Englisch – just zu der Zeit, als die deutsche Übersetzung Ende August 2013 auf den Markt kam. Eine Geschichte, die Müttern aus dem Herzen schreibt: An dem Tag, als ihre Zwillinge ausziehen, entschließt sich Eva Beaver ins Bett zu gehen und nicht mehr aufzustehen. In den 17 Jahren, in denen sie sich um ihre Kinder, ihren Mann, den Haushalt und um das tägliche Abendbrot sorgte, dachte sie immer wieder an eine Flucht aus dem täglichen Trott. Nun ist ihre Chance, der große Tag für den Streik, gekommen: Eva bleibt im Bett. Ehemann Brian, der zwischen seinem Job als Astronom und seiner Affäre hin und her eilt, ist nicht gerade begeistert. Ein höchst komischer Roman über die tragikomischen Absurditäten des modernen Familienlebens, der sich in England in den ersten sechs Monaten über 150.000 mal verkaufte.

Genesis von Robert Crumb

Keinen Roman, nein, etwas viel ungewöhnlicheres brachte unsere Rezensentin von ihrem Besuch der Biennale 2013 in Venedig mit: Genesis als Cartoon! Robert Crumb, eine der Ikonen der Comic-Szene, hat das Werk vier Jahre lang gezeichnet und im Herbst 2009 veröffentlicht. Mit Genesis präsentiert er eine bildgewaltige Interpretation des ersten Buch Mose. Von der Erschaffung der Welt bis zu Jakob und Joseph führt Crumb auf eine ganz neue Art und Weise durch die christliche Schöpfungsgeschichte. Irritiert und neugierig erkundeten wir die Zeichnungen. Ja, warum eigentlich nicht die Bibel als Comic aufbereiten? An Konflikten, Verwicklungen und Kriminalfällen steht sie den anderen Romanen in nichts nach…

Genug Tipps für den Leseherbst dabei? Wer mehr erfahren will: Vom 6. bis 24. November 2013 lockt in München das Literaturfest München mit einem spannenden Festivalprogramm!

Wie 2000 Jahre alte Tipps aus China die Fragen an das Leben in London, Afrika und anderswo beantworten

BücherclubJuni

Ein lauer Wind weht durch das Literaturhaus in München. Sechs Frauen genießen kühle Getränke, kleine kulinarische Köstlichkeiten und literarische Highlights fernab aller Bestsellerlisten. Hier die Empfehlungen für Bücherschätze von den klugen Bücherclub-Frauen im Juni: Weiterlesen

Autobiografisches Schreiben: Mit Listen zum Millionärsgefühl

Das eigene Leben aufzuschreiben – das hört sich nach einer unendlich großen Aufgabe an! Das Geheimnis des autobiografischen Schreibens ist es jedoch, das Leben in viele einzelne Geschichten zu gliedern. Zum Beispiel in viele kleine Millionärsgeschichten. Schreiben Sie mit: Dieses Millionärsgefühl kostet Sie nur ein paar Blätter Papier und ein bisschen Tinte! Weiterlesen

Neun Büchertipps für den Lesefrühling zum Welttag des Buches

WelttagDesBuchs2013

Draußen sprießen die Blätter an den Bäumen, an geschützten Sonnenplätzchen blättern wir vor uns hin, Seite für Seite, in spannenden Reiseberichten, unterhaltsamen Romanen, inspirierenden Dokumentationen. In Facebook sehe ich die Frage: „Wer hat Lesetipps für mich?“ Ja, hier sind sie, die heißen Empfehlungen aus den letzten beiden Bücherclub-Treffen. Hier für Euch zusammengestellt zum Welttag des Buches!

 „In einer Person“ von John Irving: Auf der Laienbühne seines Großvaters in Vermont lernt William, dass gewisse Rollen sehr gefährlich sind. Und dass Menschen, die er liebt, manchmal ganz andere Rollen spielen, als er glaubt: so wie die geheimnisvolle Bibliothekarin Miss Frost. Denn wer sich nicht in Gefahr begibt, wird niemals erfahren, wer er ist.

 „Auf den Wassern des Lebens: Gustaf Gründgens und Marianne Hoppe“ von Carola Stern: Gustaf Gründgens und Marianne Hoppe: zwei geniale Schauspieler, die unter der NS-Herrschaft eine perfekte Karriere machen. Carola Stern porträtiert das bewegte Leben der beiden, die zehn Jahre miteinander verheiratet waren, und erzählt nicht nur die Geschichte zweier Legenden, sondern auch ein Stück deutscher Geschichte.

„Small World“ Martin Suter: Erst sind es Kleinigkeiten: Konrad Lang legt aus Versehen seine Brieftasche in den Kühlschrank. Bald vergisst er den Namen der Frau, die er heiraten will. Je mehr Neugedächtnis ihm die Krankheit Alzheimer raubt, desto stärker kommen früheste Erinnerungen auf. Und das beunruhigt eine millionenschwere alte Dame, mit der Konrad seit seiner Kindheit auf die ungewöhnlichste Art verbunden ist.

 „Die Prinzeninseln“ von Joachim Sartorius: Istanbul vorgelagert, entlang der asiatischen Küste des Marmarameers befinden sich die Prinzeninseln: ein Archipel von ungewöhnlicher Schönheit, der seit jeher als maritimer Vorort der imperialen Metropole am Bosporus galt und geprägt ist durch eine äußerst wechselvolle Geschichte. Mit dem verliebten Blick des Dichters schildert Joachim Sartorius die Landschaft und das besondere Licht der Inseln, mit dem Interesse des politischen Beobachters stellt er das Auf und Ab der Geschichte dieses Mikrokosmos im Schatten von Istanbul-Konstantinopel-Byzanz dar, und mit dem Gespür des Romanautors schließlich gibt er eindringliche Porträts jener Personen, die durch den Reisebericht die roten Fäden legen.

 „Irgendwas geht immer“ von Dawn French und Andrea Brandl: Niemand geht einem so sehr auf die Nerven wie die Familie. Und nichts ist unterhaltsamer, als festzustellen, dass es anderen genauso geht. So wie den Battles! Mutter Mo, eine Kinderpsychologin, steht fassungslos vor ihren pubertierenden Kindern. Tochter Dawn findet ihre Familie schrecklich peinlich. Sohn Peter ist in Oscar Wilde verliebt – und benimmt sich leider auch so. Und ja, einen Ehemann gibt es auch: Mo nennt ihn liebevoll »Ich-muss-noch-was-arbeiten!«. Keiner versteht den anderen oder redet vernünftig. Bis es hart auf hart kommt. Als sich ein fieser Betrüger in ihr Leben schleicht, halten alle zusammen – sogar der Hund.

„Die Zeit der Gaben: Zu Fuß nach Konstantinopel“ von Patrick Leigh Fermor und Manfred Allié: 18 Jahre alt ist Patrick Leigh Fermor, als er sich aufmacht, Europa zu erkunden. Sein Ziel vor Augen, er will nach Konstantinopel, wandert er zunächst von Hoek van Holland rheinaufwärts. Tief hinein nach Deutschland geht die winterliche Reise, durch Wiesen und Wälder, verschneite Städte, die Donau entlang, nach Wien und Prag, bis in die ungarischen Marschen. Es ist das Jahr von Hitlers Machtergreifung. In seiner poetischen und präzisen Sprache lässt Patrick Leigh Fermor vor unserem inneren Auge das alte Europa erstehen, das wenige Jahre später in Schutt und Asche versinken wird.

„Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson und Wibke Kuhn: Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: er verschwindet einfach – und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schließlich in jungen Jahren die ganze Welt durcheinander gebracht. Jonas Jonasson erzählt in seinem Bestseller von einer urkomischen Flucht und zugleich die irrwitzige Lebensgeschichte eines eigensinnigen Mannes, der sich zwar nicht für Politik interessiert, aber trotzdem irgendwie immer in die großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt war.

 „Der Sommer ohne Männer“ von Siri Hustvedt und Uli Aumüller: Eine Frau erlebt den Sommer: mit kühlem Blick und Herzenswärme. Die New Yorker Dichterin Mia steckt in einer Krise. Ihr Mann Boris will eine Ehe-Pause. Als Mia feststellt, dass die «Pause» viel jünger als sie und überdies Boris’ Assistentin ist, erleidet sie einen Zusammenbruch. Und beschließt kurzerhand, den Sommer in der Nähe ihrer Mutter, einer rüstigen Neunzigjährigen, zu verbringen. Es ist eine Zeit ohne Männer. Mia trifft die alten Freundinnen der Mutter und unterrichtet eine Gruppe pubertierender Mädchen in Lyrik. Und sie lernt sich selbst neu kennen. Endlich atmet Mia wieder frei durch — bis eine flehende Mail von Boris kommt …

 „Lockruf der Frauen im Netz: Partnersuche im Internet“ von Josef Nieth: Ein Buch mit Fragmenten zur Partnersuche im Netz. Es beruht auf anonymen, authentischen Texten von Frauen, die sich im Netz präsentieren, über ihre Gedanken, Gefühle und Wünsche. Das Buch ist eine Quelle und Inspiration für alle, die bei ihren Profilbeschreibungen nach den richtigen Worten suchen. Die Sammlung ist umfassend, die Interpretation jedoch bleibt aus.

 Das kann ein wunderbarer Lesefrühling werden! Die nächsten Buchtipps für den Sommerurlaub, den Ausflug zum Badesee oder die siebenstündige Zugfahrt nach Venedig stellt Euch der Bücherclub im Juni zusammen. Welches der neun Bücher gefällt Euch am besten?

Büchersommer: Von Hasen, Bauchtanz und heiler Welt am Freitisch

Das Lächeln der Frauen an der Alster

Zum sechsten Mal trafen sich die Frauen des Bücherclubs im Literaturhaus München. Das Ergebnis: Acht interessante Bücher, die man in den Urlaubskoffer legen sollte, und neue spannende Verbindungen in Sachen Schauspiel, Tanz und Literatur… Weiterlesen