Zukunft mit Liebesbriefen, einer Geige, Pilgerreisen und ungebändigter Kreativität

Literarischer Salon

Fünf Lesende – fünf Leseempfehlungen im Literarischen Salon: Ganzheitliche Zukunft – vom Ende her gedacht, Liebesbriefe auf Englisch, Pilgerreisen und eine Geigenspielerin aus Japan. Dazu ein lebhafter Kreativworkshop. Bereit für jede Menge Lesesinspiration für den Frühling?

„Leading from the Emerging Future: From Ego-System to Eco-System Economies“ von Otto Scharmer:
Von Otto Scharmer habe ich schon an verschiedenen Stellen in diesem Blog berichtet, z.B. hier  und hier. Umso größer war meine Freude, einem neuen Werk von ihm im Literarischen Salon zu begegnen. In diesem Buch ließ er sich leiten von den Fragen, wie wir damit aufhören können, kollektiv das zu erzeugen, was keiner haben will und wie wir es schaffen können, kollektiv eine Zukunft zu bauen, die alle wollen. Otto Scharmer’s Ansatz: Eine bewusste Veränderung der Aufmerksamkeit hin zu einer ganzheitlicheren Perspektive auf unser ökonomisches System. Er beschreibt drei Brüche: den ökologischen, den sozialen und den spirituell-kulturellen Bruch. Zukunft entsteht in diesen Brüchen. Die Menschen können durch Wachheit, Bewusstheit, offenes Denken und Empathie sowie einen Prozess des „Presencings“ diese Brüche meistern. Eine spannende Theorie, die er in weltweiten Tutorials, zum Leben bringt .

„Einfach Midori“ von Midori:
Mit zehn Jahren kommt die hochbegabte Japanerin Midori mit ihrer Mutter nach New York. Eine Kindheit, die durch Geige spielen, Disziplin und üben, üben, üben geprägt ist. Ein Wunderkind, das sein Debüt mit dem New York Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta absolviert. Doch die Kindheit fehlt, Midori leidet unter Einsamkeit, Magersucht und den strengen Eltern. Sie schafft die Kehrtwende: Midori, heute eine der berühmtesten Geigerinnen der Welt, studiert Psychologie und Pädagogik, unterrichtet selbst, musiziert mit Kindern und engagiert sich gesellschaftlich in zwei Stiftungen. In ihrer Autobiografie erzählt sie ihre bewegende Geschichte.

“The last letter from your lover” von Jojo Moyes:
Es geht um eine lange, lange Liebesgeschichte, die von einer Journalistin aufgedeckt wird, nachdem sie im Archiv ihrer Zeitung alte Liebesbriefe findet. Sie recherchiert diese Geschichte und wird von ihr in den Bann gezogen, denn diese besonderen Liebesbriefe beeinflussen zunehmend ihr eigenes Liebesleben. Ein spannender „Pageturner“, den man sehr gut im Urlaub einfach weglesen kann.

„Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ von Haruki Murakami:
Tsukuru Tazaki lernt eine Frau kennen. Sie spürt, dass ihn ein Ereignis aus der Vergangenheit belastet und bringt ihn dazu, den Grund für den Abbruch der Beziehung zu seinen vier besten Freunden vor 16 Jahren aufzuklären. Eine spannende Reise in die Vergangenheit beginnt. Ein großer Roman über Freundschaft und Liebe, Schmerz und Schuld.

„Du bist ein Künstler: Eine inspirierende Reise zur Kreativität und zu sich selbst“ von Nick Bantock:
Nick Bantock verführt uns mit diesem Buch zu einem Kreativ-Workshop, der uns Kunst, Selbstfindung, Kreativität und die Kraft der Imagination erschließt. Seine Prämisse: Alle Kunst führt zur Seele. Mit einer Fülle inspirierender Übungen regt er unsere Phantasie an: „Kunst ist ein spiritueller Prozess und hängt von deinem Engagement ab. Jede Erfahrung ist unmittelbare Nahrung für deine Kunst. Danach lehrt Kunst dir, was Leben bedeutet.“

Welches Buch haben Sie sich für Ihren Lesefrühling vorgenommen?