Fünf Bücher, die PR-Leute nicht lesen sollten, wenn sie so weiter machen wollen wie bisher

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Es gibt Bücher, die verändern. Nachdem man sie gelesen hat, ist nichts mehr, wie es einmal war. So ging es mir auch bei diesen fünf Büchern, die auf den ersten Blick nichts mit PR zu tun haben. Inspiration pur. Aber sehen Sie selbst!

PR-Leute sind echte Netzwerker: Tue Gutes und rede darüber, das ist unser Motto. Wir knüpfen die Kontakte für unsere Kunden zu Multiplikatoren: Zu Journalisten, Experten, Analysten und immer häufiger zu Bloggern in den Social Media. Für das Netzwerken brauchen wir Grundwissen, damit sich Geben und Nehmen stets die Waage halten. Monika Scheddin ist eine Expertin auf diesem Gebiet. Seit 17 Jahren leitet sie den Woman’s Business Club und unterstützt als Coach Personen und Unternehmen dabei, die richtigen Verbindungen zu knüpfen. In ihrem Buch „Erfolgsstrategie Networking. Business-Kontakte knüpfen, organisieren und pflegen“ vermittelt sie solides Grundwissen in Sachen Netzwerk. Mir hat das Buch viele Anregungen gegeben für den Aufbau von kleinen Qualitätsnetzwerken, ob für Kunden oder für mich selbst. Schließlich vergessen wir vor lauter Online-Beobachtung von Clippings und Social Media Zugriffsstatistiken zu oft, wie schön unser Beruf offline ist durch die vielen interessanten persönlichen Begegnungen und die Verbindungen, die daraus entstehen.

Die nächsten drei Bücher lenken den Blick auf die Zukunft: Das Buch des Zukunftsforschers Dr. Pero MićićDer Zukunftsmanager“ habe ich 2003 bei seinem Vortrag beim Woman‘s Business Club in Frankfurt kennengelernt. Seither hat es an Aktualität nichts verloren. Denn es liefert wertvolle Hinweise für das Nachdenken sowohl über die eigene unternehmerische Zukunft als auch über die Fragen, die für die Kommunikation und Themenentwicklung unserer Kunden so wichtig sind. Welche Veränderungen sind in der Gesellschaft zu erwarten – ökonomisch, technisch, politisch und sozio-kulturell? Welche Chancen ergeben sich daraus, welche Risiken? Wie soll die Zukunft des Unternehmens aussehen? Was ist jetzt dafür konkret tun?

Ebenso bei einem Vortrag im Woman‘s Business Club habe ich ein weiteres sehr inspirierendes Werk eines Zukunftsforschers gefunden: Erik Händeler beschreibt in seinem Buch über „Die Geschichte der Zukunft“ wie Familienqualität, Wertvorstellungen und unser Verhalten mit wirtschaftlichem Wohlstand zu tun haben und wie sich diese Faktoren zu den entscheidenden Standortfaktoren in der Informationsgesellschaft entwickeln. Auf der Grundlage der Kondratieff-Theorie – der Theorie der langen Wellen – analysiert er die Wirtschaftslage, indem er weit in die Geschichte zurückgeht. Doch er beschränkt sich nicht auf die Analyse: Ob in der Schule, in der Wirtschaftspolitik, im Gesundheitswesen, an der Börse oder im Unternehmen – in jedem Lebensbereich zeigt er den Weg in den nächsten Strukturzyklus. Und wir als Kreativarbeiter sind mittendrin. Meine Lieblingsthemen im Buch: Die Forderung nach Wertevermittlung und effizienter Informationsarbeit.

Auch Markus Albers, freier Autor, führt uns in die Zukunft und berichtet über die Rolle der Kreativwirtschaft: Mit seinem Werk „Meconomy – Wie wir in Zukunft leben und arbeiten werden – und warum wir uns jetzt neu erfinden müssen“ gibt er einen wunderbaren Überblick über aktuelle Denkströme. Anhand vieler Fallbeispiele, aktueller Studien und praktischer Tipps zeigt er, wie wir in einer neuen Arbeits- und Lebenswelt mit Hilfe von Lifehacking, Personal Branding und globaler Mobilität Erfolg haben können. Diese Trends beeinflussen die Themenentwicklung für Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen sehr stark und bieten damit nicht nur jede Menge Futter für Brainstormings sondern auch die Namen der Top-Vortragsredner von morgen!

Mein letzter Buchtipp für heute ist ein englisches Buch des US-Marketingfachmanns Mark Levy, das wirksame Tipps für das effiziente Schreiben und den Abbau von Schreibblockaden gibt. In „Accidental Genius“ rät er uns, den inneren Zensor beim Schreiben erst einmal auf Eis zu legen. Mit einer Technik namens „Freewriting“ zeigt er, wie man schnell gute Ideen für Artikel destillieren kann. Denn im ersten Schritt wird einfach geschrieben: Zehn Minuten oder 30 Minuten, ohne dass man sich um die Rechtschreibung oder Grammatik kümmert. Im zweiten Schritt wertet man den Text nach verwertbarem Material aus und verarbeitet ihn zu Artikeln. Mark Levy fordert die Leser dazu auf, das eigene Genie zu entfesseln, denn dann sprudeln die Ideen von alleine. Genau diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Auf dem Buchrücken wird er als Pferdeflüsterer für Schreibende und Vordenker bezeichnet – da kann ich nur zustimmen!

Welche Bücher, die erst mal nichts mit PR zu tun haben, haben Sie – positiv – aus der Bahn geworfen und inspiriert?

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