Neun Büchertipps für den Lesefrühling zum Welttag des Buches

WelttagDesBuchs2013

Draußen sprießen die Blätter an den Bäumen, an geschützten Sonnenplätzchen blättern wir vor uns hin, Seite für Seite, in spannenden Reiseberichten, unterhaltsamen Romanen, inspirierenden Dokumentationen. In Facebook sehe ich die Frage: „Wer hat Lesetipps für mich?“ Ja, hier sind sie, die heißen Empfehlungen aus den letzten beiden Bücherclub-Treffen. Hier für Euch zusammengestellt zum Welttag des Buches!

 „In einer Person“ von John Irving: Auf der Laienbühne seines Großvaters in Vermont lernt William, dass gewisse Rollen sehr gefährlich sind. Und dass Menschen, die er liebt, manchmal ganz andere Rollen spielen, als er glaubt: so wie die geheimnisvolle Bibliothekarin Miss Frost. Denn wer sich nicht in Gefahr begibt, wird niemals erfahren, wer er ist.

 „Auf den Wassern des Lebens: Gustaf Gründgens und Marianne Hoppe“ von Carola Stern: Gustaf Gründgens und Marianne Hoppe: zwei geniale Schauspieler, die unter der NS-Herrschaft eine perfekte Karriere machen. Carola Stern porträtiert das bewegte Leben der beiden, die zehn Jahre miteinander verheiratet waren, und erzählt nicht nur die Geschichte zweier Legenden, sondern auch ein Stück deutscher Geschichte.

„Small World“ Martin Suter: Erst sind es Kleinigkeiten: Konrad Lang legt aus Versehen seine Brieftasche in den Kühlschrank. Bald vergisst er den Namen der Frau, die er heiraten will. Je mehr Neugedächtnis ihm die Krankheit Alzheimer raubt, desto stärker kommen früheste Erinnerungen auf. Und das beunruhigt eine millionenschwere alte Dame, mit der Konrad seit seiner Kindheit auf die ungewöhnlichste Art verbunden ist.

 „Die Prinzeninseln“ von Joachim Sartorius: Istanbul vorgelagert, entlang der asiatischen Küste des Marmarameers befinden sich die Prinzeninseln: ein Archipel von ungewöhnlicher Schönheit, der seit jeher als maritimer Vorort der imperialen Metropole am Bosporus galt und geprägt ist durch eine äußerst wechselvolle Geschichte. Mit dem verliebten Blick des Dichters schildert Joachim Sartorius die Landschaft und das besondere Licht der Inseln, mit dem Interesse des politischen Beobachters stellt er das Auf und Ab der Geschichte dieses Mikrokosmos im Schatten von Istanbul-Konstantinopel-Byzanz dar, und mit dem Gespür des Romanautors schließlich gibt er eindringliche Porträts jener Personen, die durch den Reisebericht die roten Fäden legen.

 „Irgendwas geht immer“ von Dawn French und Andrea Brandl: Niemand geht einem so sehr auf die Nerven wie die Familie. Und nichts ist unterhaltsamer, als festzustellen, dass es anderen genauso geht. So wie den Battles! Mutter Mo, eine Kinderpsychologin, steht fassungslos vor ihren pubertierenden Kindern. Tochter Dawn findet ihre Familie schrecklich peinlich. Sohn Peter ist in Oscar Wilde verliebt – und benimmt sich leider auch so. Und ja, einen Ehemann gibt es auch: Mo nennt ihn liebevoll »Ich-muss-noch-was-arbeiten!«. Keiner versteht den anderen oder redet vernünftig. Bis es hart auf hart kommt. Als sich ein fieser Betrüger in ihr Leben schleicht, halten alle zusammen – sogar der Hund.

„Die Zeit der Gaben: Zu Fuß nach Konstantinopel“ von Patrick Leigh Fermor und Manfred Allié: 18 Jahre alt ist Patrick Leigh Fermor, als er sich aufmacht, Europa zu erkunden. Sein Ziel vor Augen, er will nach Konstantinopel, wandert er zunächst von Hoek van Holland rheinaufwärts. Tief hinein nach Deutschland geht die winterliche Reise, durch Wiesen und Wälder, verschneite Städte, die Donau entlang, nach Wien und Prag, bis in die ungarischen Marschen. Es ist das Jahr von Hitlers Machtergreifung. In seiner poetischen und präzisen Sprache lässt Patrick Leigh Fermor vor unserem inneren Auge das alte Europa erstehen, das wenige Jahre später in Schutt und Asche versinken wird.

„Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson und Wibke Kuhn: Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: er verschwindet einfach – und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schließlich in jungen Jahren die ganze Welt durcheinander gebracht. Jonas Jonasson erzählt in seinem Bestseller von einer urkomischen Flucht und zugleich die irrwitzige Lebensgeschichte eines eigensinnigen Mannes, der sich zwar nicht für Politik interessiert, aber trotzdem irgendwie immer in die großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt war.

 „Der Sommer ohne Männer“ von Siri Hustvedt und Uli Aumüller: Eine Frau erlebt den Sommer: mit kühlem Blick und Herzenswärme. Die New Yorker Dichterin Mia steckt in einer Krise. Ihr Mann Boris will eine Ehe-Pause. Als Mia feststellt, dass die «Pause» viel jünger als sie und überdies Boris’ Assistentin ist, erleidet sie einen Zusammenbruch. Und beschließt kurzerhand, den Sommer in der Nähe ihrer Mutter, einer rüstigen Neunzigjährigen, zu verbringen. Es ist eine Zeit ohne Männer. Mia trifft die alten Freundinnen der Mutter und unterrichtet eine Gruppe pubertierender Mädchen in Lyrik. Und sie lernt sich selbst neu kennen. Endlich atmet Mia wieder frei durch — bis eine flehende Mail von Boris kommt …

 „Lockruf der Frauen im Netz: Partnersuche im Internet“ von Josef Nieth: Ein Buch mit Fragmenten zur Partnersuche im Netz. Es beruht auf anonymen, authentischen Texten von Frauen, die sich im Netz präsentieren, über ihre Gedanken, Gefühle und Wünsche. Das Buch ist eine Quelle und Inspiration für alle, die bei ihren Profilbeschreibungen nach den richtigen Worten suchen. Die Sammlung ist umfassend, die Interpretation jedoch bleibt aus.

 Das kann ein wunderbarer Lesefrühling werden! Die nächsten Buchtipps für den Sommerurlaub, den Ausflug zum Badesee oder die siebenstündige Zugfahrt nach Venedig stellt Euch der Bücherclub im Juni zusammen. Welches der neun Bücher gefällt Euch am besten?

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